Der Begriff der Verantwortung im Kontext der Kindertransporte 1938/39
Ringvorlesung - Soziale Arbeit in Verantwortung, 05. Mai 2026
Der Begriff der Verantwortung wird in dieser Veranstaltung zunächst von Natalie Quinci (Wuppertal) aus unterschiedlichen philosophischen Positionen (Mill, Kant, Lévinas) heraus betrachtet und in Hinblick auf die jeweilige Bedeutung für die Soziale Arbeit analysiert. Daran anschließend führt Katja Maar (TH Köln) kurz in das Thema der Kindertransporte von 1938/39 ein.
Auf einen Blick
Der Begriff der Verantwortung im Kontext der Kindertransporte 1938/39
Ringvorlesung - Soziale Arbeit in VerantwortungWann?
- 05. Mai 2026
- 17.30 Uhr bis 19.00 Uhr
-
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Wo?
Technische Hochschule Köln (hybrid)
Weitere Informationen
Ringvorlesung - Soziale Arbeit in Verantwortung
Welche Verantwortung hat Soziale Arbeit heute – und entlang welcher Normativitäten verhandeln wir dies?
Verantwortungsbegriffe sind in der Sozialen Arbeit alltäglich präsent, die explizite Auseinandersetzung mit den Normativitäten von Verantwortungshorizonten bleibt jedoch oft die Ausnahme (z. B. Merchel/ Hansbauer/ Schone 2023). In der Disziplin werden Verantwortungen unterschiedlich normativ konzeptioniert und ausgetragen – u. a. in feministisch inspirierten, alteritätsorientierten, rechtfertigungsorientierten, rechtlichen und historischen Diskursen. Als verantwortlich gelten sowohl die Adressat*innen (Eigenverantwortung) als auch die Fachkräfte (professionelle Verantwortung, Beziehungsgestaltung, Verfahren) und – zunehmend – Organisationen und Institutionen (Organisationsethiken). An einigen Stellen wird auch eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung betont, etwa im Kontext von Demokratiegefährdung. Bei aller Diffusität zeigt sich: Verantwortung ist ein relationales Konzept – zwischen Autonomie und Verletzlichkeit, Selbstbestimmung und Sorge, (Menschen-)Rechten und Moral, Fachkräften und Strukturen, Leistungserbringern und Kostenträgern, Institutionen u. a. Aktuelle Entwicklungen wie Fachkräftemangel, Umbau des Sozialstaats, Wohnraummangel und Digitalität fordern die Soziale Arbeit heraus, Verantwortung und Verantwortlichkeiten neu zu verhandeln. Die Verantwortung der Wissenschaft ist es, Fragen zu stellen, Normativitäten zu rekonstruieren und Antworten angesichts gesellschaftlicher Dynamiken reflexiv zu wagen.
Die Ringvorlesung beleuchtet daher Verantwortung aus für die Soziale Arbeit relevanten Perspektiven – professionstheoretisch, philosophisch, menschenrechtlich, organisationsbezogen und technologisch – und lädt zum Dialog zwischen Studium, Praxis und Wissenschaft ein.