Das Kamel steht für Ressourcenschonung

Perl-Logo (Bild: TH Köln)

Internationaler Workshop der Perl-Programmierer auf dem Campus Gummersbach der TH Köln

Nicht so bekannt wie Java, aber seit über 20 Jahren weltweit erfolgreich: die Programmiersprache Perl, ein Open-Source-Produkt. Zum Experten-Austausch trafen sich rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim dreitägigen „Deutschen Perl-Workshop 2018“ auf dem Campus Gummersbach der TH Köln. In über 40 Diskussionsrunden und Vortragsveranstaltungen informierten sich die Teilnehmer aus sechs Ländern, darunter Frankreich, Großbritannien und die USA, über neue Entwicklungen. Alle wichtigen Veranstaltungen wurden per Video dokumentiert.

Perl gibt es als Programmiersprache seit 1985, sie ist vielseitig einsetzbar, schnell zu erlernen und einfach anzuwenden. Perl-Entwickler sind weltweit gesucht und hoch bezahlt. Sie belegen unter den Entwicklern im englischsprachigen Raum mit 107.000 US-Dollar Jahresgehalt den Spitzenplatz. Derzeit ist „Perl 6“ die neueste Version. Jede Entwicklungsstufe hat ein eigenes Erscheinungsbild: bei Perl 5 war es das Kamel, bei Perl 6 der Schmetterling. Nach Aussage von Perl-Anwendern steht das Kamel für Durchhaltevermögen und geringen Ressourcenverbrauch, der Schmetterling für Wandelbarkeit und Leichtigkeit. Als Maskottchen wird das Stoff-Kamel mit 1,20 Meter Höhe jedes Jahr zum Perl-Workshop mitgeführt.

Wendy van Dijk, Jens Rehsack, Max Maischein, Prof. Dr. Hans Ludwig Stahl (TH Köln), Roland Schmitz Wendy van Dijk, Jens Rehsack, Max Maischein, Prof. Dr. Hans Ludwig Stahl (TH Köln), Roland Schmitz (Bild: Manfred Stern / TH Köln)

Jens Rehsack und Roland Schmitz waren die Organisatoren vor Ort, der Verein „Perlmongers“ mit Sitz in Frankfurt steht für Finanzierung und Haftung gerade. Den Vereinsvorstand vertrat Max Maischein, der Kassenwart. Wendy van Dijk aus den Niederlanden ist Chefin der Internetagentur WenZPerl BV und weltweit aktive Perl-Unterstützerin.

„Die Veranstaltung war ein durchschlagender Erfolg: inhaltlich, logistisch und veranstalterisch.“ Wie Jens Rehsack betonte, haben die Rahmenbedingungen und der technische Support, den die Hochschule ihnen bot, maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen. Der Perl-Verein möchte gerne wieder an den Campus kommen und einen Workshop für Studierende anbieten, um sie für Perl zu begeistern.

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