Co-Site auf dem ExtremWetterKongress 2026
Welchen Herausforderungen und Best Practices begegnet Co-Site in der Gestaltung von Klimawandelanpassungsmaßnahmen? Wie kann sich der Klimawandel auf Lieferketten zur Versorgungssicherheit auswirken? Zu diesen Fragen präsentierten die Projekte CritSupPort und Co-Site ihre Erkenntnisse beim ExtremWetterKongress und der KlimaManagementTagung vom 23. bis 25. September in Hamburg.
Marlena Schneider und Chris Hetkämper auf dem ExtremWetterKongress
(Bild: Sven Kannenberger / HAW Hamburg)
An der HafenCity Universität Hamburg fanden drei Tage lang der ExtremWetterKongress und die Deutsche KlimaManagementTagung statt. Die TH Köln war durch Chris Hetkämper und Marlena Schneider mit drei Postern zu den Projekten Co-Site und CritSupPort vertreten. Im Mittelpunkt standen aktuelle Fragen der Extremwettervorsorge, der Klimaanpassung sowie der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Kommunen, Behörden und Unternehmen. Der Kongress bot ein breites Programm mit Beiträgen aus Meteorologie, Klimaforschung, Energiewende, Gesundheitswesen und Katastrophenvorsorge.
Vernetzung für die Praxis
Neben den Vorträgen bot der Kongress zahlreiche Möglichkeiten zur Vernetzung. Neue Kontakte entstanden unter anderem zu Akteur*innen aus Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Praxis, die sich mit Klimaanpassung, Extremwettervorsorge, Risikokommunikation und dem Schutz von Infrastrukturen beschäftigen. Diskutiert wurden mögliche gemeinsame Formate zu Reallaboren, co-kreativer Klimaanpassung, kritischen Infrastrukturen sowie blau-grünen Infrastrukturen – also Grünflächen, Wasserflächen und technische Maßnahmen, die Städte widerstandsfähiger gegen Hitze und Starkregen machen.
Der ExtremWetterKongress 2026 fand an der HafenCity Universität Hamburg statt.
(Bild: TH Köln)
Wissenschaftskommunikation: Klar, mutig und faktenbasiert
Ein wiederkehrendes Thema des Kongresses war die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse besser in Politik, Verwaltung und Gesellschaft ankommen können. Deutlich wurde dabei: Wissenschaft sollte ihre Erkenntnisse, Unsicherheiten und Erfolge mutiger und verständlicher kommunizieren. Gerade in Zeiten von Desinformation, Polarisierung und populistischer Zuspitzung braucht es transparente, gut zugängliche und verlässliche Informationen.
Eine aktive Wissenschaftskommunikation kann dazu beitragen, falschen Informationen entgegenzuwirken, Vertrauen zu stärken und einen faktenbasierten Dialog über Risiken, Handlungsoptionen und notwendige Klimaanpassung zu ermöglichen. Entscheidend ist dabei, nicht nur Probleme zu benennen, sondern auch Lösungen, Fortschritte und konkrete Beispiele aus Forschung und Praxis sichtbar zu machen.
Oktober 2026
Co-Site