Management kritischer Lieferketten bei eingeschränktem Hafenbetrieb (CritSupPort)
See- und Binnenhäfen bilden zentrale Drehscheiben der logistischen Versorgung der deutschen Gesellschaft und Wirtschaft. Störungen in diesen Knotenpunkten können erhebliche Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit haben. Am IRG werden in einem Teilvorhaben Verfahren zur Bewertung von Lieferketten, sowie zur Unterstützung im Krisenfall entwickelt und erprobt.
Teilvorhaben: Analyse von kritischen Lieferketten und Entwicklung partizipativer und praxisnaher Lösungen für das Risiko- und Krisenmanagement
Auf einen Blick
| Kategorie | Beschreibung |
|---|---|
| Forschungsprojekt | Management kritischer Lieferketten bei eingeschränktem Hafenbetrieb (CritSupPort) |
| Leitung | inter3 GmbH Institut für Ressourcenmanagement |
| Beteiligte | Prof. Dr. Alexander Fekete, Chris Hetkämper, Daniel Beckers |
| Projektpartner |
Technische Universität Hamburg - Institut für Wasserressourcen und Wasser Bonn Consulting Logistik-Initiative Hamburg Management GmbH (LIHH) Energiewandel GmbH HAW Hamburg und 12 assoziierte Partner |
| Fördermittelgeber | Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR): Sektorübergreifende Maßnahmen resilienter Versorgung |
| Laufzeit | 01.02.2026 bis 31.01.2029 |
See- und Binnenhäfen bilden zentrale Drehscheiben der logistischen Versorgung der deutschen Gesellschaft und Wirtschaft. Störungen in diesen Knotenpunkten können erhebliche Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit haben. Derzeit existiert jedoch kein sektorübergreifendes Risiko- und Krisenmanagement, das Lieferketten kritisch analysiert, Entscheidungsprozesse unterstützt und Kommunikationsstrukturen praxisnah abbildet. Das Teilvorhaben adressiert diesen Bedarf, indem es praxisnahe, übertragbare Methoden zur Analyse, Bewertung und Steuerung kritischer Lieferketten entwickelt und so einen essenziellen Beitrag zum Gesamtziel des Verbundprojekts leistet.
Das Kernziel des Teilvorhabens ist die Entwicklung und Erprobung praxisnaher Verfahren zur Bewertung von Lieferketten, insbesondere in den Sektoren Ernährung und Gesundheit, sowie zur Unterstützung der Entscheidungsfindung und Kommunikation im Krisenfall. Dazu werden folgende Forschungsansätze verfolgt:
- Analyse kritischer Lieferketten
- Systematische Erhebung und Analyse exemplarischer Lieferketten auf Risiken, Kaskadenwirkungen und Interdependenzen.
- Ableitung eines mehrkriteriellen Verfahrens zur Bewertung von Lieferketten, das praxisnah angewendet werden kann.
- Entwicklung eines übertragbaren Verfahrens, das durch Feldtests validiert und für die eigenständige Anwendung durch Praxisakteure vorbereitet wird.
- Praxisnahe Entwicklung von Lösungen in der Entscheidungsfindung und Kommunikation
- Koordination der systematischen Analyse von Informations- und Kommunikationsbedarfen der Akteure im Risiko- und Krisenmanagement mit der methodischen Weiterentwicklung von Entscheidungs- und Priorisierungsverfahren entlang kritischer Lieferketten unter Berücksichtigung praxisnaher Anforderungen.
- Durchführung begleitender Praxistests zur Erprobung der entwickelten Verfahren.
- Iterative Anpassung und Optimierung der Verfahren, mit Fokus auf Übertragbarkeit und Verallgemeinerbarkeit.