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Christian Sander

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CEIN: Endspurt für die Einreichung

Es ist ein Meilenstein für das Projekt Campuslandschaft in Erftstadt: Die TH Köln wird zum 30. Juni 2026 den Förderantrag bei der Bezirksregierung Köln einreichen, um in der Nähe des Liblarer Bahnhofes das so genannte „CEIN“ realisieren zu können, das „Center for Innovation with Nature“.

In enger Abstimmung mit der Verwaltung der Stadt Erftstadt und mit Unterstützung durch den Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Frank Rock, sowie des Region Köln/Bonn e.V. hat das Projekt in den vergangenen Wochen und Monaten Fahrt aufgenommen.

Noch ist es Ackerland, bis Ende 2029 soll an der K44 aber das CEIN der TH Köln entstehen. Das ist das gemeinsame Ziel von Prof. Dr. Sylvia Heuchemer (3.v.r.), Prof. Dr. Gerd Sadowski (2.v.r.)sowie den Mitarbeitenden der Stadt Erftstadt und des SEB Dirk Schulz (v.l.), Markus Lamberty, Lilian Lengwenat, Gerd Schiffer, Carolin Weitzel und Marion Schnübbe. Noch ist es Ackerland, bis Ende 2029 soll an der K44 aber das CEIN der TH Köln entstehen. Das ist das gemeinsame Ziel von Prof. Dr. Sylvia Heuchemer (3.v.r.), Prof. Dr. Gerd Sadowski (2.v.r.)sowie den Mitarbeitenden der Stadt Erftstadt und des SEB Dirk Schulz (v.l.), Markus Lamberty, Lilian Lengwenat, Gerd Schiffer, Carolin Weitzel und Marion Schnübbe. (Bild: Stadt Erftstadt / Düster)

In dieser Zeit hat die TH Köln ihre Pläne mit Hochdruck weiter konkretisiert und mit belastbaren Daten ausgestaltet. Dieser Prozess war auch durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Stadt Erftstadt geprägt, denn: „Das CEIN soll das Leuchtturmprojekt des Areals Campuslandschaft werden. Alle Institutionen und Unternehmen, die sich im Nachgang in diesem Bereich ansiedeln, sollen von dem neuen Forschungszentrum, seinen Arbeiten und Erkenntnissen profitieren“, so der Plan von Bürgermeisterin Carolin Weitzel und Gerd Schiffer, Vorstand des Stadtentwicklungsbetriebes Erftstadt (SEB). Deshalb pflegen die TH Köln und die Stadt Erftstadt auch im Endspurt für die Einreichung des Förderantrages einen engen Austausch.

Vorschriften der EUDR erfüllen

Als Ausgangspunkt für den Nachweis entwaldungsfreier Flächen dient die globale Waldbedeckungskarte aus dem Jahr 2020 der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC), dem wissenschaftlichen Dienst der Europäischen Kommission. Voraussetzung für den Abgleich: Importeure laden über die Plattform ihre direkten Lieferanten ein, diese wiederum ihre Vorlieferanten – bis hinunter zu den landwirtschaftlichen Betrieben am Anfang der Lieferkette. Dort werden die Geodaten der Anbauflächen entweder hochgeladen oder direkt im Kartenmodul eingezeichnet.

„Unsere Bilderkennungs-KI gleicht diese Flächen anschließend mit den Waldbeständen von 2020 ab. Parallel prüfen wir die von den Lieferanten ausgefüllten Fragebögen und hochgeladenen Dokumente auf die Einhaltung lokaler Rechtsvorschriften. Am Ende steht ein EUDR-konformer Bericht, der im Falle einer Prüfung der zuständigen Behörde – in Deutschland die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung – vorgelegt werden kann", so Co-Founder Rütjes.

Die TH Köln und der aktuelle Stand der Dinge

Die Verantwortlichen der TH Köln, allen voran die Präsidentin Prof. Dr. Sylvia Heuchemer und der Projektverantwortliche Prof. Dr. Gerd Sadowski, zeigen sich knapp einen Monat vor der Abgabe der Unterlagen zuversichtlich. „Die Vorbereitungen für die Antragseinreichung laufen derzeit mit hoher Intensität und in enger Abstimmung mit der Stadt Erftstadt. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen arbeiten derzeit daran, die unterschiedlichen fachlichen Planungsbeiträge auf dem für die Antragstellung erforderlichen Niveau zu finalisieren und zu einer integrierten Gesamtplanung zusammenzuführen. Die TH Köln befindet sich dabei voll im Zeitplan und wird den Förderantrag planmäßig zum 30. Juni 2026 einreichen“, so Sadowski. Mit der Antragseinreichung wird ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die weitere Projektentwicklung wird auch künftig in engem Austausch mit Region, Stadt und weiteren gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Akteuren erfolgen. Entsprechende Beteiligungs- und Dialogformate sind für die nachfolgenden Projektphasen vorgesehen.

Anstelle der ursprünglich diskutierten Idee eines temporären Pop-up-Gebäudes wird derzeit ein Informations- und Präsentationselement für den zukünftigen CEIN-Standort vorbereitet, um das Projekt bereits vor Baubeginn im Stadtbild sichtbar zu machen und die verfügbaren Ressourcen gezielt auf die Vorbereitung der baulichen Realisierung auszurichten. Dieses soll unmittelbar am Grundstück errichtet werden und Bürgerinnen und Bürgern sowie weiteren Interessierten einen anschaulichen Einblick in das Vorhaben geben – von der städtebaulichen und architektonischen Konzeption über die Forschungsschwerpunkte bis hin zum aktuellen Projektstand. Ziel ist es, die Entwicklung des CEIN bereits während der Planungs- und Realisierungsphase erlebbar zu machen.

Ermöglicht werden soll das Projekt mit einem Fördervolumen in Höhe von rund 175 Millionen Euro dank Strukturstärkungsmitteln, die seitens des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen bereitgestellt werden. Ziel dieser Förderungen ist die nachhaltige Weiterentwicklung des Rheinischen Reviers. Begleitet wird dieser Transformationsprozess durch die Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) als zentrale regionale Koordinierungsstelle. Das CEIN soll damit nicht einfach nur ein Forschungszentrum werden, sondern ein bedeutender Impuls für Innovation, Wertschöpfung und zukunftsfähige Arbeitsplätze in der gesamten Region.

Zur möglichen zeitlichen Abfolge des Projekts

Nach der Einreichung des Förderantrags wird die Bezirksregierung Köln die Unterlagen prüfen und voraussichtlich im Herbst ihr Ergebnis verkünden. Sobald ein Bewilligungsbescheid vorliege, könne schnellstmöglich die weitere Planung beauftragt werden, so die Verantwortlichen der TH Köln. Insgesamt sei es das Ziel, im Dezember 2029 das CEIN eröffnen zu können.

Der Technische Beigeordnete der Stadt Erftstadt, Dirk Schulz, erklärte zum möglichen Zeitplan: „Die technische Erschließung des Geländes könnte 2027 erfolgen. Das Bauleitplanverfahren für das CEIN und den Innovationspark würde dann in einem gemeinsamen Bebauungsplanverfahren geführt. Die öffentliche Beteiligung sowie die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange würde im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung des Bauleitplanverfahrens BP 200 erfolgen.“

Die bauliche und stadträumliche Konzeption, inklusive der Vorstellung der Pläne zum CEIN, wurden den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses und des Verwaltungsrates des SEB präsentiert, die die Planungen ausdrücklich befürworteten.

Zum Hintergrund: CEIN und Campuslandschaft

Mit dem CEIN und der Campuslandschaft soll ein zukunftsweisendes Modellzentrum für Innovation und Nachhaltigkeit im Rheinischen Revier entstehen mit der Intention, konkrete Beiträge zur Bewältigung des Klima- und Strukturwandels zu leisten. Themen wie Klimaresilienz, Vorsorge hinsichtlich Naturgefahren, nachhaltige Ressourcennutzung, zukunftsfähige Infrastruktursysteme, Digitalisierung oder gesellschaftliche Transformation sollen vor Ort erforscht werden – im und mit dem Naturraum, mit internationalen Expertinnen und Experten, auf Demonstrationsflächen, samt Lernparcours und Möglichkeiten zum Austausch – auch mittels Veranstaltungen und Ausstellungen. Das CEIN soll ein offenes Forschungszentrum werden, in das auch immer wieder die Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind. Entsprechend vielfältig und vielseitig wird das Haus konzipiert.

Rund um das CEIN soll insgesamt ein rund sechs Hektar großer Innovationspark für Start-ups, junge Technologieunternehmen und innovationsorientierte Betriebe entstehen, die die Nähe zu diesem außergewöhnlichen Forschungszentrum praxisorientiert nutzen. Das CEIN und der Innovationspark werden insgesamt als Kern einer zusammenhängenden Campuslandschaft gedacht, die darüber hinaus auch direkte Bezüge zum Projekt „Wohnen am Campus“, zum neuen Standort der Hochschule des Bundes, zur Nachbarbebauung im Westen sowie zum umgebenden Landschaftsraum berücksichtigt.

Juni 2026

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