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Zurück in die Zukunft? Reallaborkonferenz 2026 am Campus Leverkusen

Co-Site Reallaborkonferenz 2026 (Bild: Thilo Schmülgen / TH Köln)

Vom 16. bis 17. September 2026 diskutierten rund 240 Akteur*innen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft an der TH Köln über die Rolle von Reallaboren in Zeiten disruptiven Wandels.

Unter dem Motto „Zurück in die Zukunft? Reallabore in Zeiten disruptiven Wandels“ zeigte die Konferenz: 

Transformative Forschung braucht flexible Rahmenbedingungen, kreative Formate und den Mut, Altes loszulassen. 

Organisiert und ausgerichtet vom Projekt Co-Site der TH Köln unter der Schirmherrschaft vom Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit, bot die Veranstaltung am Campus Leverkusen Raum für Austausch und neue Impulse.

Innovationspolitik im Wandel 

Die Paneldiskussion zur Eröffnung der Konferenz lotete unter dem Titel „Zurück in die Zukunft mit der Hightech Agenda?“ aus, wie technologische Innovationspolitik und gesellschaftliche Transformation zusammenwirken können. Moderiert von Dr. Ursula Bach diskutierten Alexander Bullinger (VDI), Dr. Markus Egermann (Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung), Prof. Dr. Sylvia Heuchemer (TH Köln), Alexander Felsch (IHK Köln) und Dr. Dieter Labruier (Projektträger Jülich) über Transferlogiken und ein Innovationssystem, das Hightech und Nachhaltigkeit vereint. Die Diskussion zeigte: Reallabore brauchen flexiblere Rahmenbedingungen, um sowohl technologische als auch soziale Innovationen zu fördern.

Von Workshops zu Unpopular Opinions 

Anschließend startete die Konferenz in ein interaktives und dialogorientiertes Programm. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur klassische Formate wie Co-kreative Workshops und kurze Lightning Talks, sondern auch Doktorand*innen-Sessions und Studierenden-Tracks für Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen. Darüber hinaus luden immersive Räume mit VR/AR-Anwendungen und hybriden Formaten zum Erleben ein, während Unpopular Opinion-Sessions gezielt Raum für offenen Diskurs und die Vielfalt unterschiedlicher Perspektiven boten. 

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Transferlogiken und der Frage, wie Reallabore nachhaltig wirken. Zahlreiche Beiträge zeigten: Erfolgreiche Reallabore brauchen nicht nur Methoden, sondern können auch aus produktivem Scheitern lernen.  

Kunst als Katalysator 

Künstlerische und kulturelle Ansätze spielten bei der Konferenz ebenso eine zentrale Rolle. Die Keynote von Olivia Georgia und Aaron Asis (CALL, New York) zum Thema „City as Living Laboratory“ am zweiten Konferenztag unterstrich, wie Kunst und Wissenschaft gemeinsam neue Narrative für Nachhaltigkeit entwickeln können. 

Das Künstler*innenduo Hoernemann & Walbrodt lud die Teilnehmer*innen gemeinsam mit Julja Schneider und Harald Neuman ein, ihre Eindrücke der Konferenz in Worten, Bildern, Fotografien oder Zeichnungen festzuhalten und so die Konferenzerfahrung gemeinsam zu formen. 

Das „Amt für Lassen und Loslassen“ widmete sich unter anderem der Frage, was wir loslassen müssen, um nachhaltig zu leben: Von Gewohnheiten über Weltbilder bis hin zu Technologien.  

Austausch und Feiern: Buntes Rahmenprogramm 

Für einige Personen begann die Reallaborkonferenz bereits am Dienstag, dem 15. September, mit Schulungen zur Reallaborarbeit für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene. Dazu eingeladen hat das Team vom Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel (KAT) am KIT. Auf der Kreativfläche des Projekts Co-Site in Köln-Mülheim lernten die Teilnehmer*innen praxisnah Methoden, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren transformativer Forschung kennen. 

Der erste Konferenztag endete mit einem offenen Treffen des Netzwerks Reallabore der Nachhaltigkeit, bei dem aktuelle Entwicklungen diskutiert und neue Kooperationen angestoßen wurden. Anschließend konnten alle den erste Konferenztag bei einer Open-Air-Party auf dem Außengelände des Campus Leverkusen bei leckerem Essen, Festivalatmosphäre und guter Stimmung ausklingen lassen.  

Danke an alle für ihre inspirierenden Vorträge, den Workshopleiter*innen für ihre engagierte Moderation und allen Teilnehmer*innen der Konferenz für ihre lebhaften Beiträge und den regen Austausch. 

September 2026

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