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Prof. Dr. Maria Elena Algorri Guzman

Informatik und Ingenieurwissenschaften
Institut für Automation & Industrial IT (AIT)

Ein Beitrag von

Monika Probst
Campus Gummersbach

Mit Leidenschaft zum Sieg

Gleich bei ihrer Premiere hat das Team der TH Köln die RoboCup German Open 26 gewonnen. In der Smart Manufacturing League holten sich die Ingenieur*innen vom Campus Gummersbach zwei von drei Wettbewerben: den Gesamtsieg und die Kategorie „Assembly“. Damit ist die Teilnahme an der RoboCup-WM 2027 in Nürnberg gesichert.

Die Qualifikation für die Weltmeisterschaften 2027 war das anvisierte Ziel, doch mit dem Podium bei den RoboCup German Open hatte im Vorfeld niemand gerechnet. Dass sich das Team GM-Force Cologne vom Campus Gummersbach durchgesetzt hat, ist eine Überraschung. Zumindest auf dem Papier. Denn während der sechs Challenges, die an vier Tagen in den Messehallen in Köln-Deutz stattfanden, zeigte sich bald: Auf die neuen Wettbewerbsregeln konnten sich die Newcomer besser einstellen als die etablierte Konkurrenz.

Die Smart Manufacturing League ist die industrielle RoboCup-Liga, bei der autonome Roboter typische Aufgaben aus Produktionsumgebungen erfüllen müssen. Die mobilen Roboter lokalisieren verschiedene Bauteile in einer Arena und bringen sie zu einer Montagestation. Dort werden automatisiert Beispielprodukte zusammengebaut und zum „Kunden“ ausgeliefert. Alte Produkte werden zurückgenommen, demontiert und die Einzelteile eingelagert. Da in diesem Jahr zum ersten Mal Aufgaben rund um die Montage von Bauteilen zu bewältigen waren, wurde mit einfach zu handhabenden, verschieden farbigen Duplobausteinen gearbeitet. Das Team der TH Köln war das einzige, das bereits zu Beginn der German Open auf das Handling von Bausteinen vorbereitet war.

Konkurrenzlos an der Assembly Station

Außerdem beeindruckten die Ingenieure damit, dass sie einen zweiten autonomen Roboter an der Assembly Station (Werkbank) einsetzten, der die Bauteile, die der mobile Roboter brachte, montieren konnte. Damit war das Team konkurrenzlos.

Der Erfolg ist ein Zusammenspiel von Maschinenbau und Elektrotechnik der Fakultät für Informatik und Ingenieurwissenschaften und des Innovation Hubs Bergisches Rheinland e.V. Die Studierenden und wissenschaftliche Mitarbeitern des Robotiklabors entwickelten komplexe KI- und Machine-Learning-Software für die Autonomie des robotischen Systems und integrierten die Elektronik, Sensoren und Kommunikationshardware.  Die Unterkonstruktion des mobilen Roboters wurde von Maschinenbau-Studenten konstruiert und alle Bauteile selbst gefertigt, zum Beispiel die Mecanum-Wheels oder die spezielle Federung gegen Bodenunebenheiten.

Teammitglieder

Die GM-Force Cologne-Teammitglieder sind: Martin Cavazos de la Garza, Sebastian Pütz, Hartmut Köhn, Augustin Raju, Yuvesh Aubeeluck, Abilash Madavath, Ahmad Traboulssy.
Betreut wurde das Team von den Professor*innen Dr. Elena Algorri, Dr. Nicolas Pyschny, Dr. Florian Zwanzig und Dr. Felix Hackelöer.

„Das Motto des RoboCup ist ‚Technologie und Leidenschaft‘. Unsere Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeiter haben gezeigt, dass Leidenschaft hier sehr großgeschrieben wird. Deren tausende Stunden Arbeit mit unermüdlicher Motivation haben uns den Sieg gebracht,“ sagte Professorin Algorri, die dem KI Forschungscluster der TH Köln angehört.

Die TH Köln setzte sich durch gegen: Technische Hochschule Nürnberg Georg-Simon-Ohm, Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, FH Aachen, Universität Duisburg-Essen und Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Über den RoboCup

Die RoboCup German Open war Teil der Bildungsmesse didacta in Köln und unter Schirmherrschaft von Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Der RoboCup ist der jährlich an unterschiedlichen Orten stattfindende weltweit größte Wettbewerb für intelligente Robotik. Ursprünglich nur als Fußballwettbewerb ausgetragen, finden mittlerweile Wettbewerbe in den Sparten Rescue-, Industrial- oder Home-Robotik statt. Der RoboCup gilt als eine Plattform für Wissenschaftler*innen und Studierende aus den Bereichen Robotik und Künstliche Intelligenz.

März 2026

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Monika Probst
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