Nachgefragt bei Prof. Dr. Wilma Eleonore Castro-Lesching

Prof. Dr. Wilma Eleonore Castro-Lesching (Bild: privat)

Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften, Lehr-/Forschungsgebiet: Sprach- und Übersetzungswissenschaft Englisch (Schwerpunkt Fachsprache Wirtschaft/Recht)


Studium Rechtswissenschaften mit Fachspezifischen Fremdsprachenausbildungen (Englisch, Französisch) an der Universität Trier, Masterstudiengang Fachübersetzen (Englisch, Französisch, Spanisch, Schwerpunkt Recht/Wirtschaft) an der TH Köln

Promotion „Flexibilität im europäischen Integrationsprozess“ an der Universität Trier

Berufliche Stationen (u. a.)

  • Rechtsreferendarin im Oberlandesgerichtsbezirk Köln, Stationen in Aachen und Madrid
  • Globalization Analyst im Übersetzungsteam der Cerner Deutschland GmbH, Idstein
  • Lehrbeauftragte an der TH Köln

Als Kind wollte ich Tierärztin werden. Glücklicherweise wurde mir rechtzeitig bewusst, dass dieser Beruf nicht zu mir passt.

Wenn ich heute noch mal studieren würde, würde ich zu einem früheren Zeitpunkt ins Ausland gehen, um mich mit Kultur, Sprache und Recht anderer Staaten zu befassen.

„Juristendeutsch“ ist besser als sein Ruf. Komplizierte Sachverhalte lassen sich in manchen Fällen nur auf komplizierte Weise ausdrücken. Es gibt aber mittlerweile Bestrebungen, Rechtstexte verständlicher zu formulieren.

Mein fachliches Steckenpferd sind Kulturspezifika. Mich fasziniert die Frage, wie sich insbesondere auf juristischem Gebiet unterschiedliche kulturell geprägte Konzepte übersetzen lassen.

Ich möchte einen Schwerpunkt setzen im Bereich der Verknüpfung von Fachübersetzen und Recht, unter Berücksichtigung der Bezüge zur Wirtschaft. Es freut mich sehr, dass ich im Rahmen der Professur mein Wissen und meine praktische Erfahrung aus diesen Tätigkeitsfeldern an die Studierenden weitergeben kann.

Ich würde gerne herausfinden, wie sich digitaler Wandel und maschinelle Übersetzung langfristig auf Rechtsübersetzungen auswirken werden. Dabei bin ich überzeugt, dass FachübersetzerInnen auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen werden.

Der beste Ort für kreative Ideen ist der Wald bei einem langen Spaziergang.

Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe, war Die Orangen des Präsidenten von Abbas Khider – ein bewegender Roman über eine Kindheit und Jugend im Irak.

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