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Christian Sander

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Mensa-Neubau Deutz: Altbestand soll teilweise erhalten bleiben

Der Neubau der Mensa am Campus Deutz wird nach einem Entwurf der Schweizer Architekten Penzel Valier AG errichtet. Das in Zürich ansässige Büro setzt auf Urban Mining, also die teilweise Wiederverwendung des Bestands, und auf eine ortstypische Ästhetik. Start der Baumaßnahmen ist voraussichtlich ab 2031.

Die namhaft besetzte Jury hatte in einem ersten Bewertungsschritt aus insgesamt zwölf Einreichungen drei Entwürfe ausgewählt, deren Urheber*innen zu Nachbesserungen aufgefordert wurden. In der jetzt abgeschlossenen zweiten Stufe überzeugte Penzler Valier mit einer hervorragenden Umsetzung der Überarbeitungshinweise und einem hohen Verständnis der komplexen Projektanforderungen.

Nachhaltigkeit und Gebäudestruktur

Die zentrale Leitidee ist es, Teile des Altbestands wie Stützen, Treppenhauskerne und Wände der Halle Nord zu erhalten. Aus diesen vorhandenen Materialien und der Gebäudestruktur wird eine ortstypische Ästhetik abgeleitet, die sowohl die industrielle Prägung des Stadtviertels Deutz reflektiert als auch den bewussten Dialog von Alt und Neu führt. Dieser Urban Mining-Ansatz wird nach Ansicht der Jury konsequent verfolgt und durch einen Low Tech-Ansatz in der Gebäudetechnik ergänzt: Tageslichtnutzung, natürliche Lüftung und die Verwendung vorhandener Abwärme seien stimmig und zeitgemäß.

Die Gebäudestruktur bezeichnet die Jury als bewusst simpel und adaptierbar; der industrielle Charakter sowie das Wechselspiel von Bestehendem und Hinzugefügtem bildeten ein überzeugendes gestalterisches und funktionales Konzept für den Standort. Die zum Platz hin weit öffnende Fassade mit einer zweigeschossigen Speisesaalzone sei ein großzügiges Entree und besonders in der warmen Jahreszeit vielseitig nutzbar. Der Entwurf überzeuge zudem durch die Atmosphäre und die gute Aufenthaltsqualität für Gäste und Personal.

Über das Auswahlverfahren

Da die Mensa ein Herzstück des neuen Campusareals wird, legte das Auswahlgremium besonderen Wert auf hohe architektonische Qualität. Neben gestalterischen Aspekten wurden auch funktionale, betriebliche, wirtschaftliche und nachhaltigkeitsbezogene Kriterien beurteilt, um ein ganzheitliches Konzept zu gewährleisten. So galt es etwa, die Speiseausgabe in unmittelbarer Nähe des Essbereichs zu platzieren, kurze Wege für die betrieblichen Abläufe zu sichern und eine flexible Nutzung des Raums in der vorlesungsfreien Zeit und am Nachmittag zu ermöglichen. Neben der Mensa sollen auch Teile der Hochschulverwaltung, der AStA, der Senatssaal und die zentrale Pforte für den Campus im Gebäude untergebracht werden.

September 2026

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