EiN* Ort für inklusives Wissen

Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
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Mehr-Sinn-Geschichten: eine Geschichte mit allen Sinnen erleben

Ein Rückblick auf unseren Semesterstart

Mehr-Sinn-Geschichten Mehr-Sinn-Geschichten (Bild: Simone Scharbert)

Am Mittwoch sind wir in das Sommersemester mit der ersten Werkstatt:pause gestartet. In der Werkstatt:pause kocht das Team von EiN* Ort und organisiert eine Mittagspause für alle Student*innen und Mitarbeiter*innen der TH Köln. Meistens findet in der Pause ein kleiner inhaltlicher oder kreativer Input statt -eingebracht durch alle, die Lust haben!

Fabian Hesterberg berichtet:

Dieses Semester sind wir mit einer Mehr-Sinn-Geschichte gestartet. Es wurde das Märchen „Die Spinnerinnen“ vorgestellt. Simone Scharbert und Jenny Cöllen haben hierfür die Vorbereitungen übernommen. Als erstes wurde das Märchen als Geschichte vorgelesen. Danach wurde die Geschichte noch einmal vorgelesen, aber als Mehr-Sinn-Geschichte. Das bedeutet, dass der Inhalt der Geschichte über verschiedene Geräusche, Materialien und Bilder sowie Videos veranschaulicht wurde. Zum Beispiel konnten wir während der Geschichte mit Garn flechten und knüpfen und die Spinnräder schnurren hören. So wurden alle Sinne angesprochen. Ich fand es sehr interessant, die Geschichte mal ganz anders und mit allen Sinnen zu erleben!

Jenny Cöllen gibt Einblicke hinter die Kulissen:

Wie bereitet man so eine Mehr-Sinn-Geschichte vor?

Zuerst haben Simone und ich uns getroffen und ich habe ihr meine Idee für eine Geschichte erzählt: Die drei Spinnerinnen. Simone fand die Geschichte richtig gut! Dann haben wir überlegt, mit welchen Sinnen wir das umsetzen können: Hören, Sehen, Tasten und Schmecken.

Dann habe ich die Geräusche rausgesucht: ein weinendes Mädchen, das Schnurren der Spinnräder, ein Schrei, ein Klopfen auf dem Tisch und Treten. Florian Lintz und ich haben während der Geschichte die Geräusche abgespielt. Als das Geräusch des weinenden Mädchens ablief, habe ich mit einer Sprühflasche Wasser gespritzt.

Wir haben Garn zum Spinnen hingelegt. Da waren dann ganz viele vernetzte Wollfäden auf dem Tisch.

Simone, Viola und ich hatten noch „wunderliche Hüte“ auf, die Simone gebastelt hat. Die sollten die wunderlichen Trachten der Spinnerinnen darstellen.

Was fandest du besonders schön?

Besonders gut hat mir gefallen, dass alle so überrascht waren, als sie die Sinne dann mit der Geschichte bekommen haben. Und dass sie sich hineinversetzen und in die Geschichte eintauchen konnten. Und es gab eine leckere Reispfanne mit Gemüse zu essen!

Simone Scharbert erinnert sich:

In jedem Semester freue ich mich auf die Werkstatt:Pause. Vor allem auch auf die Märchen, die Jenny mitbringt. Ich habe schon lange nicht mehr mit Märchen gearbeitet, obwohl ich so viel mit Literatur mache. Im letzten Semester haben wir die „Prinzessin auf der Erbse“ als Mehr-Sinn-Geschichte im Park zu Gehör gebracht, das war auch toll. In diesem Semester hat Jenny „Die drei Spinnerinnen“ vorgeschlagen. Ich kannte das Märchen noch nicht: das ist besonders schön, wenn ich so etwas Neues entdecken darf. Und ich hatte große Freude daran, mit Jenny darüber nachzudenken, was wir an dem Text verstehen und was nicht. Zum Staunen und Wundern in mehreren Sinnen war das – auch die kleinen Flechtwerke, die während des Zuhörens entstanden sind.

Ein Text von Fabian Hesterberg, Jenny Cöllen, Simone Scharbert und Sophie von Holtum.

April 2026

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