In 16 Fellows um die Welt: Dr. Evangelos Favvas
16 Wissenschaftler*innen aus 13 Ländern lehren und forschen 2025 und 2026 als International Fellows an der TH Köln. Einer von ihnen ist Dr. Evangelos Favvas. Im Interview spricht er darüber, warum er internationalen Austausch unerlässlich findet und wie er als internationaler Gastwissenschaftler an der TH Köln aufgenommen wurde.
Name: Dr. Evangelos Favvas
Heimatinstitution: Institute of Nanoscience and Nanotechnology, NCSR «Demokritos», Griechenland
Gastgebende Fakultät an der TH Köln: Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften
Fellowshiptitel: In Our Time: Embracing science and sustainability transformation, understanding the microstructure evolution during membrane preparation through digitalization tools
Dauer des Aufenthalts: 01.10.2025-31.03.2026
Das International Fellowship hat mich interessiert, weil…
es mir die einmalige Gelegenheit geboten hat, meine langjährige Forschung zu Membranen, porösen Materialien und Wasseraufbereitung mit einem internationalen und interdisziplinären Umfeld an der TH Köln zu verbinden und gleichzeitig zu einer breiteren Diskussion über Wissenschaft, Nachhaltigkeitswende und Digitalisierung in der Materialforschung beizutragen.
Konkret wollte ich während des Fellowships…
die Forschung zur Entwicklung der Mikrostruktur von Membranen während der Herstellung vorantreiben und den Einsatz digitaler Werkzeuge in diesem Prozess untersuchen. Außerdem wollte ich neue Kooperationen aufbauen, die die Membranwissenschaft mit nachhaltigkeitsorientierter Forschung und Lehre verbinden – was mir auch gelungen ist.
Während meiner Zeit in Deutschland wollte ich herausfinden…
wie verschiedene akademische und Forschungskulturen die Integration digitaler Werkzeuge in die experimentelle Wissenschaft angehen und wie interdisziplinäre und anwendungsorientierte Forschung an der TH Köln entwickelt und in die akademische Praxis integriert wird.
Internationalen Austausch finde ich…
unerlässlich, um wissenschaftliche Exzellenz, Innovation und langfristige institutionelle Zusammenarbeit zu fördern. Tatsächlich wurde zwischen dem NCSR „Demokritos“ und der TH Köln eine Absichtserklärung unterzeichnet, auf deren Grundlage akademische Mitarbeitende, Forscher*innen und Studierende beider Einrichtungen an kurzfristigen Gastaufenthalten teilnehmen können.
Ein Unterschied zwischen meiner Heimatinstitution und der TH Köln ist…
der institutionelle Kontext, da das NCSR „Demokritos“ ein nationales zentrales Forschungszentrum ist, während die TH Köln anwendungsorientierte Forschung und Innovation stark mit der Lehre verbindet.
Mit zurück an mein Heimatforschungszentrum nehme ich…
die Erkenntnis, dass eine enge Wechselwirkung zwischen Forschung, Digitalisierung und internationaler Zusammenarbeit sowohl die wissenschaftliche Arbeit als auch die akademische Kultur erheblich bereichern kann, da an der TH Köln auch die Lehrtätigkeit eine Hauptpriorität darstellt.
An der TH Köln gefällt mir…
dass sie eine internationale Ausrichtung mit einer starken anwendungsorientierten Identität verbindet, Raum für sinnvolle interdisziplinäre Zusammenarbeit schafft und Gastwissenschaftler*innen so aufnimmt, dass sie sich sowohl akademisch gefordert als auch persönlich in die Hochschulgemeinschaft integriert fühlen. Die Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe von Prof. Stéphan Barbe hat mir das starke Gefühl vermittelt, in meinem eigenen Labor zu sein, während gleichzeitig jeder Tag zu einer wirklich neuen und bereichernden Erfahrung wurde.
Was ich in Köln unbedingt erleben wollte, ist…
nicht nur das akademische Leben an der TH Köln, sondern auch der offene und internationale Charakter der Stadt, ihre lebendige wissenschaftliche und kulturelle Atmosphäre sowie die Möglichkeit, in einem Umfeld zu leben und zu arbeiten, das lokale Identität mit einer stark europäischen Perspektive verbindet. Die kurze Entfernung zwischen Köln und Brüssel hat es mir ermöglicht, durch Besuche bei der Europäischen Kommission und verschiedenen Unternehmen mein berufliches Netzwerk mit Wissenschaftler*innen, Berater*innen und anderen Fachleuten zu stärken, die in der europäischen Hauptstadt leben und arbeiten.
Über das Personalgewinnungskonzept „PLan_CV“
Das International-Fellows-Programm ist ein Baustein des Projekts PLan_CV („Professur-Laufbahn an Hochschulen für angewandte Wissenschaften neu denken: Collaboration und Vernetzung“). Es soll exzellentes Personal für Professuren an der TH Köln gewinnen und eine bessere Durchlässigkeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft erreichen. Das Projekt wird im Rahmen des Programms zur Förderung der Gewinnung und Qualifizierung professoralen Personals an Fachhochschulen mit 12,4 Millionen Euro vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
April 2026