Ideen, Austausch, Zukunft: ChemCologne-Kooperationstag am Campus Leverkusen

Die fünfköpfige Paneldrunde sitzt vor den gefüllten Reihen des Hörsaals 2. (Bild: ChemCologne)

Innovationskraft durch Vernetzung – beim ChemCologne-Kooperationstag 2026 verwandelte sich der Campus Leverkusen in einen Begegnungsort für Akteur*innen aus Wissenschaft, Chemieindustrie und Start-up-Szene. Mehr als 120 Teilnehmende kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, Impulse zu setzen und neue Ideen für die Chemiebranche zu diskutieren.

Den Auftakt der Veranstaltung unter dem Motto „Future-Crafted Chemistry – Where Industry Meets Innovation“ bildete ein Talk mit Prof. Dr. Birgit Glüsen, Prodekanin für Forschung und Wissenstransfer an der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften, und Christoph Kappenhagen, Vorstandsvorsitzender von ChemCologne und Geschäftsleiter der Yncoris GmbH & Co. KG. „Ich freue mich auf die Gespräche an den Forschungspostern unserer Promovierenden und auf die Pitches, um das Startup-Gefühl noch stärker an diese Fakultät zu bringen“, begrüßte Prof. Dr. Birgit Glüsen die Gäste.

Es folgte der zentrale Programmpunkt des Kooperationstages: Im Rahmen einer Pitch-Session präsentierten die Startups findIQ, Mycolever, HyperHeat, naion.tech und Sybilion ihre innovativen Geschäftsideen zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Chemieindustrie. Zum Gewinner kürte das Publikum Frederick Lessmann von HyperHeat mit dem Thema „Hybride Elektrifizierung: Der schnellste Weg zu dekarbonisierter Prozesswärme“. Das Startup kombiniert innovative Materialien, intelligente Technik und erneuerbare Energien, um kostengünstige, emissionsfreie Hochtemperatur-Wärmelösungen anzubieten.

Wie lassen sich Wachstum und Innovation durch Gründungen, Skalierung und die richtige Finanzierung gestalten? Diese Frage stand im Fokus der anschließenden Paneldiskussion mit Gründer Tilman Spitz (goatAM GmbH) sowie Dr. Stephanie Grubenbecher (Leitung Gateway TH Köln und Sebastian Hanny-Busch (Prokurist der NRW.Bank). Einen weiteren Impuls setzte Louisa Bock (Bayer AG) mit einem Beitrag über Future Skills, in dem sie Schlüsselkompetenzen für die Arbeitswelt von morgen thematisierte und Einblicke in die Schulungspraxis von Bayer bot.

Die Transformationskraft wissenschaftlicher Forschung beleuchtete Prof. Dr. Ulrich Schörken am Beispiel des Graduiertenclusters „Aufbruch“, einem Ankerprojekt des Strukturwandels im Rheinischen Revier. 37 Promovierende erforschen mit ihren Forschungsvorhaben neue Wertschöpfungspfade für die chemische und verarbeitende Industrie der Region. Von der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften sind die Promovierenden Eugen Banmann, Leonie Hoff und Melanie Schulz sowie ihre Betreuer Prof. Dr. Ulrich Schörken, Prof. Dr. Stéphan Barbe und Prof. Dr. Matthias Eisenacher in das Projekt involviert.

Auch das Pausenprogramm bot vielseitige Anregungen: Neben einer Posterausstellung mit Forschungsprojekten der Promovierenden konnten die Gäste den Campus bei einer Führung erkunden. Zudem informierten sie sich über das Deutschlandstipendium und das Gateway-Angebot.

Für Studierende war das Event eine wertvolle Gelegenheit, sich mit Vertreter*innen  aus der Industrie zu vernetzen und Einblicke in die Praxisrelevanz aktueller Forschung zu gewinnen. Sie konnten erleben, wie Promovierende ihre Arbeiten präsentieren und wie deren Ergebnisse konkrete Anwendung in der Industrie finden. Auch junge Berufstätige nutzten die Veranstaltung, um sich über ein berufsbegleitendes Masterstudium im Sinne des lebenslangen Lernens zu informieren und die Labore der Fakultät kennenzulernen.

Der ChemCologne-Kooperationstag wird jährlich von ChemCologne in Zusammenarbeit mit einer Hochschule organisiert. Der diesjährige Kooperationstag wurde unterstützt von der NRW.BANK, den chemstars, dem JungenChemieForum (JCF) der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. (GDCh) Köln-Leverkusen.

April 2026

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