GDCh Kolloquium in Leverkusen

Der GDCh Ortsverband Köln/Leverkusen mit den Vortragenden Prof. Dr. Thomas Jüstel und Prof. Dr. Karsten Meyer (Bild: Heike Koralli / TH Köln)

Am 26. Januar fand turnusmäßig ein weiteres GDCh-Kolloquium des Ortsverbands Köln/ Leverkusen an der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften in Leverkusen statt. Als Sprecher konnten Prof. Dr. Karsten Meyer von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg und Prof. Dr. Thomas Jüstel von der FH Münster gewonnen werden.

Der im Namen der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gemeinsam durch Uni und TH Köln organisierte, wissenschaftlich hochspannende Abend stand ganz im Zeichen aktueller Entwicklungen auf dem Gebiet der Anorganischen Chemie.

In seiner kurzweilig vorgetragenen Präsentation "From Nuclear Fuels to CO2 Functionalization and H2O Splitting Catalysis @ Reactive Uranium Complexes – Chemistry Between Phobia & Enthusiasm" berichtete Prof. Meyer vom großen und bisher weitgehend ungenutzten Potential des „abgereicherten“ Urans als Zentralatom neuartiger Katalysatorkomplexe für die Aktivierung wirtschaftlich relevanter kleiner Moleküle, wie Kohlendioxid und Wasser. Unter dem Titel "Structure-Photoluminescence-Relations in RE Activated Phosphors for Solid State Lighting" stellte Prof. Jüstel im zweiten Vortrag des Abends das große Spektrum der Lanthanoid-Festkörperverbindungen in den Fokus. Er verdeutlichte, wie selbst kleine strukturelle Unterschiede zu erheblichen Änderungen im Lumineszenzverhalten der Verbindungen führen können – und so die Frage entscheiden, ob sie als Leuchtstoffe für moderne Leuchtdiode (LEDs) geeignet sind.

Der gelungene Mix aus Grundlagenforschung und relevanten Anwendungen weckte bei Professoren, Mitarbeiter und Studierenden der Universität zu Köln, der TH Köln sowie den Mitarbeitern und Ehemaligen des Chemparks Leverkusen gleichermaßen Interesse und stimulierte eine lebhafte Diskussion.

M
M