Gateway Impact Day 2026: Nachhaltige Gründungsideen und neue Perspektiven

Beim Gateway Impact Day 2026 an der TH Köln standen nachhaltige und gesellschaftlich wirksame Gründungsideen im Mittelpunkt. Impulsvorträge, Pitches und persönliche Einblicke in Gründungsgeschichten zeigten, wie aus innovativen Ideen Unternehmen mit Impact entstehen können. Zahlreiche Gäste nutzten die Veranstaltung zum Austausch und zur Vernetzung im Kölner Gründungsökosystem.

Der Gateway Impact Day 2026 brachte Gründungsteams, Gründungsinteressierte, Hochschulangehörige und Partner*innen am Campus Südstadt der TH Köln zusammen. Im Mittelpunkt standen innovative Ideen, die wirtschaftliches Unternehmertum mit ökologischer und gesellschaftlicher Verantwortung verbinden. Die Veranstaltung wurde vom Gateway TH Köln im Namen der Gateway Hochschulen Köln ausgerichtet.

Unter der gemeinsamen Marke fördern die „Gateway Hochschulen Köln“ wissensbasierte Gründungen. Dazu gehören die Universität zu Köln, die Technische Hochschule Köln, die Deutsche Sporthochschule Köln, die Rheinische Hochschule Köln und die CBS International Business School. Unter dem Motto "Make Ideas work" treiben die Gateway Hochschulen Köln Entrepreneurship in Köln voran, hochschulübergreifend und gemeinsam im Netzwerk mit Partner*innen aus der Gründungsszene, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in der Region. Gemeinsam stärken wir Köln und die Region als Standort für innovative Start-ups und Investor*innen.

Den Auftakt machte Prof. Dr. Matthias Hochgürtel, Vizepräsident für Forschung und Wissenstransfer der TH Köln. Mit persönlichen Einblicken in seine eigene Gründungsgeschichte gab er den Gästen einen Einstieg in das Thema. Katharina Maksym führte durch das Programm und verband die unterschiedlichen Beiträge und Perspektiven miteinander.

Im anschließenden Impulsvortrag berichtete Anastasia Bondar von HolyShit, warum sie sich bewusst dafür entschieden hat, ihre Gründungsidee konsequent in Richtung Impact weiterzuentwickeln. Seit diesem Jahr gibt es eine weitere öffentliche Trockentoilette in Köln. Zudem wird auf :metabolon mit den Hinterlassenschaften geforscht. Die TH Köln durfte die Entwicklung der Gründung von Beginn an begleiten. Solche Beispiele zeigen, wie unterschiedlich Gründungswege aussehen können und wie Hochschulen Gründungsteams in frühen Phasen dabei unterstützen, ihre Ideen weiterzuentwickeln. Denn nicht jede Gründung muss auf klassisches Wachstum und Skalierung ausgerichtet sein: HolyShit setzt bewusst auf ein langsames, nachhaltiges Wachstum und stellt dabei die gesellschaftliche und ökologische Wirkung in den Mittelpunkt.

Ein weiterer Höhepunkt des Programms waren die Pitches von vier Teams aus den Gateway Hochschulen Köln. Voraussetzung war, dass ihre Gründungsideen einen Bezug zu den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen aufweisen und einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft leisten.

Sie stellten ihre Gründungsideen vor und zeigten, wie vielfältig die Ansätze für innovative und wirkungsorientierte Geschäftsmodelle sind.

Cuora entwickelt ein Menstruationsprodukt, das Menstruationsblut für Forschung und Diagnostik zugänglich macht und so zu einer geschlechtergerechteren Gesundheitsversorgung beitragen soll. Die Gründerin ist Stipendiatin des Gateway EM*power-Programms und ehemalige Teilnehmerin des KickStart-Programms.

nykraft entwickelt eine unabhängige Informations- und Vergleichsplattform, die Menschen mit Prothese bei der Auswahl geeigneter Versorgungsangebote und der Bewältigung des Alltags unterstützt. Das Team gewann den diesjährigen StarsKader-Wettbewerb des Gateway der Deutschen Sporthochschule Köln.

RechtMobil unterstützt Fahrgäste in Nordrhein-Westfalen dabei, bei Verspätungen und Ausfällen im Nahverkehr die Mobilitätsgarantie NRW zu nutzen und Erstattungsansprüche geltend zu machen. Das Team ist ein ehemaliges KickStart-Team, erhielt das NRW-Gründungsstipendium und präsentierte seine Idee beim diesjährigen C3 - Campus Competition Cologne-Finale.

reflact naturimpuls verbindet Naturerlebnisse mit Methoden aus der Naturpädagogik und Sportpsychologie, um Menschen zu gesundheitsbewusstem und ökologisch nachhaltigem Handeln zu motivieren. Die Gründerin wird durch das Gateway EM*power-Programm unterstützt.

Von der Gründungsidee zum Impact

Personen auf der Bühne Kaan Sevinç, Gründer von straptic zeigt, wie sich der gesellschaftliche Impact einer Idee im Laufe des Gründungsprozesses entwickeln kann. (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)

Wie sich eine Gründungsidee über die Zeit verändern und weiterentwickeln kann, zeigte das anschließende Gespräch mit Kaan Sevinç. Er berichtete von der Entwicklung seines Start-ups straptic, das Gateway TH Köln von Beginn an beratend und mit Förderungen begleiten durfte.

Die Gründungsgeschichte von straptic zeigt, wie sich der gesellschaftliche Impact einer Idee im Laufe des Gründungsprozesses entwickeln kann. Ursprünglich entstand die Idee, ein Armband zur Unterstützung im Gaming-Bereich zu entwickeln. Heute übersetzt straptic räumliche Informationen in diskrete, fühlbare Hinweise am Handgelenk. So können Nutzer*innen ihre Umgebung wahrnehmen, ohne ihre Aufmerksamkeit vom Wesentlichen abwenden zu müssen. Daraus ergeben sich vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, beispielsweise zur Unterstützung von Menschen mit Sehbehinderung. Das Beispiel verdeutlicht, wie neue Perspektiven und die kontinuierliche Weiterentwicklung einer Gründungsidee dazu beitragen können, zusätzliche gesellschaftliche Wirkung zu entfalten.

Neben den Pitch-Teams erhielten auch weitere Gründungsprojekte und Initiativen die Gelegenheit, ihre Arbeit vorzustellen. Teams aus der aktuellen KickStart-Runde präsentierten ihre Vorhaben ebenso wie EdGRID – das LernNETZwerk. Auch die Partner Enactus Köln e. V. und Impact.Cologne waren vertreten und gaben Einblicke in ihre Aktivitäten.

Nach den kurzen Pitches konnten die Gäste die Projekte an den jeweiligen Ständen näher kennenlernen. So entstand Raum für vertiefende Gespräche, Fragen und neue Kontakte zwischen den Teams und den Besucher*innen.

Der Gateway Impact Day steht für nachhaltige Innovation, gesellschaftliche Verantwortung und die Auseinandersetzung mit den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Die Veranstaltung schafft eine Plattform, auf der Gründungsteams ihre Ideen sichtbar machen, Erfahrungen teilen und sich mit Menschen vernetzen können, die gemeinsam etwas bewegen wollen.

Oktober 2026

Kristina Feinhals


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