Die beste Luftfilteranlage gegen die Corona-Viren ausgewählt

Prof. Dr. Horst Weißsicker, Prof. Dr. Denis Anders (TH Köln) mit Nebelerzeuger, Raoul Halding-Hoppenheit (Stadt Gummersbach) (Bild: Manfred Stern / TH Köln)

Die Stadt Gummersbach fand Experten für Strömungstechnik am Campus Gummersbach der TH Köln

„Die Fachleute an unserer Hochschule vor Ort sind immer höchst motiviert und engagiert dabei!“ Raoul Halding-Hoppenheit von der Stadt Gummersbach war voll des Lobes für die Zusammenarbeit mit den Professorinnen und Professoren am Campus Gummersbach der TH Köln. Thema seiner Bilanz war die erfolgreiche Prüfung von Luftfiltergeräten für Schulen und Kindertagesstätten im Einsatz gegen Corona. Inzwischen sind nach ausführlichen Tests durch die Experten Prof. Dr. Denis Anders von der TH Köln und Prof. Dr. Horst Weißsicker vom Gummersbacher Sachverständigenbüro WHO Reinraumtechnik die besten Geräte ausgesucht, beschafft und aufgestellt worden. „Ich bekomme von den Schulen und Kitas nur positive Rückmeldungen!“ freute sich der städtische Erste Beigeordnete, der u.a. für die Bereiche Schule und Familie zuständig ist.

Kriterien für eine europaweite Ausschreibung entwickelt

Als im Sommer 2021 das Bundesumweltamt den Einsatz von Luftfilteranlagen gegen das Covid-19-Virus empfahl, beschloss die Stadtspitze schnell entsprechende Maßnahmen. Für eine europaweite Ausschreibung der Beschaffung geeigneter Geräte brauchte man Kriterien und Expertenwissen. Das fand Halding-Hoppenheit bei Prof. Anders, dem Leiter des Labors für Strömungstechnik am Campus Gummersbach. Gemeinsam mit seinem Kooperationspartner Prof. Weißsicker wurde eine Kriterienliste erstellt: Filterwirkung, Energieeffizienz, Zugluftvermeidung, Geräuschentwicklung, Bedienbarkeit, Standfestigkeit, Preis-Leistungsverhältnis und vieles mehr. Nach der Ausschreibung gab es eine Auswahl von Favoriten. Diese prüften die Experten mit modernsten Messgeräten in verschiedenen Schulklassen des städtischen Lindengymnasiums, bis ein Sieger feststand: Die Geräte des Alsdorfer Herstellers CRT Cleanroom-Technology GmbH machten das Rennen. Auf der Grundlage der Begutachtung beschaffte die Stadt 383 Luftfilter für 1,7 Mio. Euro. Zum Glück gab es eine Förderung durch das Land NRW.

Prof. Anders lobte die Initiative der Stadt: „Wir sind in einem frühen Stadium einbezogen worden und konnten so die Auswahl zum Erfolg führen, vom Verfahren her vorbildlich!“ Die Untersuchungen, so der Professor, hätten deutlich gezeigt, warum in Fragen der Infektionsprophylaxe Politik und Wissenschaft stets eng zusammenarbeiten sollten. Wie wichtig eine sorgfältige Prüfung der Geräte ist, zeigten Untersuchungen bei verschiedenen Filtergeräten: einige kippten leicht um, das hätte in Kitas zu schweren Unfällen führen können. Andere Geräte waren so mangelhaft konstruiert, dass sie als regelrechte „Aerosolsprühanlagen“ wirkten und die Raumluft sogar noch verschlechterten.

Achim Thelen (Geschäftsführer der Firma CRT) bedient das Luftfiltergerät, Raoul Halding-Hoppenheit im Gespräch mit Markus Niklas (stellv. Schulleiter des Lindengymnasiums) und Beatrix Will (Schulleiterin des Lindengymnasiums). Achim Thelen (Geschäftsführer der Firma CRT) bedient das Luftfiltergerät, Raoul Halding-Hoppenheit im Gespräch mit Markus Niklas (stellv. Schulleiter des Lindengymnasiums) und Beatrix Will (Schulleiterin des Lindengymnasiums). (Bild: Stadt Gummersbach)

Februar 2022


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