EiN* Ort für inklusives Wissen

Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
Campus Südstadt
Ubierring 48
50678 Köln

Wir gestalten einen LVR-Fachtag!

Die Bildungsfachkräfte berichten von ihren Erfahrungen.

Im Rahmen eines Zertifikatskurses des LVR hat das Team von EiN*Ort gemeinsam mit Andrea Platte einen Fachtag gehalten. Das Thema war „Inklusionspädagogische Prozesse im Kontext von Teilhabe, Partizipation und Selbstbestimmung“.

Florian Lintz, Jil-Marie Zilske und Jenny Cöllen berichten:

Jil-Marie: Wir hatten am 20.5.2026 am Mittwoch um 9 Uhr den Fachtag in Köln Messe Deutz. Wir waren an der Jugendherberge direkt am Bahnhof Köln Messe Deutz. Dieser Fachtag war für Kita Einrichtungen.

Florian: Beim LVR-Fachtag haben sich Kitaleitungen und Leiter*innen der Tagespflege getroffen, um die Konzeption der Einrichtungen inklusiver zu gestalten und zu besprechen, wie inklusiv die aktuellen Einrichtungen sind.

Was habt ihr dort gemacht?

Jenny: Es wurde voneinander und miteinander gelernt und unser Arbeitsbereich vorgestellt. Wir haben einen Vortrag gehalten. Ich fand es gut, als wir unsere eigenen Teile vorgetragen haben. Ich habe den Input zu einfacher und leichter Sprache gemacht. Wir haben dann die verschiedenen Fragen aus dem Index für Inklusion vorgestellt.

Florian: Es wurden Fragen gestellt, zu welchen sich die Personen auf einer Skala positioniert haben. Dadurch wurde bewertet, wie inklusiv die Einrichtung ist.

Jenny: Genau, sie konnten sich einordnen von „ich stimme nicht zu“ bis zu „ich stimme voll zu“.

Florian: Dann wurde gefragt, warum sie dort stehen und ob sie Beispiele davon aus dem Alltag haben.

Jenny: Da ist dann viel ausgetauscht worden.

Florian: Und alle sind untereinander ins Gespräch gekommen. Weil verschiedene Fragestellungen auch aus unterschiedlichen Perspektiven aufgefasst werden konnten und unterschiedlich beantwortet wurden.

Jil-Marie: Die Themen waren zum Beispiel Freundlichkeit und Diskriminierung in Kitas und Einrichtungen. Kitas und Schulen dürfen keine Barrieren haben und keine Treppen. Sie müssen stattdessen Rampen sowie Aufzüge haben und sie sollen auf einfache Sprache achten.

Jenny: Was ich auch gut fand, war der Vortrag von Andrea Platte, wo sie ihre Forschung erklärt mit ihrem Projekt „ProMinKa“. Das zeigt, wie inklusiv die Kita ist und was Eltern und Erzieher*innen dazu erklärt haben und auch wie man im Alltag unterstützen kann. Und da hat Andrea Ermutigungen vorgetragen und darauf wurde dann auch geantwortet. Manche haben zum Beispiel gesagt, dass Kinder dann nicht genug für die Schule lernen, wenn die Kinder auf Spielwiesen spielen. Darauf wurde dann gesagt, dass Kinder auch beim Spielen etwas lernen und Kinder auch einfach Kind sein dürfen.

Und es gab auch noch Austauschrunden und eine Abschlussrunde. Am Ende wurde auch ein Text vorgelesen zu der Sichtweise von inklusiven Ansätzen. Danach war der Fachtag zu Ende.

Wie hat es euch gefallen?

Florian: Fachtage finde ich generell spannend. Ich finde es spannend, mit Leuten aus der Praxis zu kooperieren, die das dann direkt in die Praxis tragen können und dann geschaut werden kann, was umgesetzt werden kann.

Das ist, denke ich, anders als im Studium. Das finde ich immer schön, wenn das so praxisnah ist. Und dass die Leute auch sagen können, woran es hakt. Und von denen zu hören und zu lernen, wo die Umsetzung noch nicht funktioniert.

Jenny: Ich fand es richtig toll, so einen Fachtag zu machen, um zu sehen, wie sie arbeiten und woran es hapert. Dann kann man ihnen eine Ermutigung geben, dass es irgendwann in der Zukunft anders werden kann. Dann kann man das Positive sehen und nicht immer das Negative und dafür kämpfen, dass sich etwas ändert. Weil wenn man nicht anfängt, dann kann sich auch nichts ändern. Ich finde ich es immer toll zu sehen, wenn alle darüber nachdenken, wie alles inklusiver werden kann.

Jil-Marie: Es hat so gut geklappt und ich habe es sehr gut und relativ entspannt gefunden. Es gibt auf jeden Fall einen Wiederholungsbedarf.

Was habt ihr gelernt?

Florian: Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, das Wissen in die Praxis zu tragen und mit den Leuten gemeinsam in den Austausch zu kommen.

Jenny: Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, Kinder einfach Kinder sein zu lassen und da nicht so einen Leistungsdruck zu machen. Und dahin zu arbeiten, dass es nicht immer so eine Leistungsgesellschaft gibt, sondern Kinder einfach so sein zu lassen, wie die Kinder sind.

Jil-Marie: Ich habe mitgenommen, dass es wichtig ist, mit Menschen auf Augenhöhe zu sprechen.

Ein Text von Jil Marie Zilske, Florian Lintz, Jenny Cöllen und Sophie von Holtum.

Mai 2026

EiN* Ort für inklusives Wissen

Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
Campus Südstadt
Ubierring 48
50678 Köln


M
M