Co-Site

Co-Kreation in der Region – Systemisch und innovativ Transfer entwickeln

Anpfiff zur Lernkurve

Co-Site war am 14. April zum ersten Mal zu Gast in der „Lernkurve“ des Fußballvereins Bayer 04 Leverkusen. In den Räumlichkeiten der BayArena konnten 25 Schüler*innen einer Leverkusener Grundschule Neues zum Thema Klimawandel und Hitze in der Stadt lernen.

BayArena Co-Site zu Besuch in der BayArena in Leverkusen (Bild: TH Köln)

Der von Co-Site entwickelte Workshop in der Lernkurve des Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen richtete sich gezielt an Schüler*innen der dritten und vierten Klassen. Er bot rund 25 Kindern die Möglichkeit, zentrale Themen wie Klimaanpassung, Hitzeinseln und Begrünung im Stadtraum auf spielerische und zugleich wissenschaftlich fundierte Weise zu erkunden. Die BayArena bot dabei einen außergewöhnlichen Lernort für die Kinder und die beiden Co-Site-Wissenschaftlerinnen, Ines Könsgen und Larissa Müller, die den Workshop durchführten.

Hitze in der Stadt

Warum es in Städten heißer wird, und wie Bäume für Abkühlung sorgen – all diese Fragen wurden nicht nur erklärt, sondern gemeinsam entdeckt. Leverkusen ist, nach Köln, die von Hitze am stärksten betroffene Stadt in NRW. Dies bemerken auch Schüler*innen aus Leverkusen in ihrem Alltag. Mit Bildvergleichen, Experimenten, Traumreisen, sowie dialogischer Reflexion konnten die Kinder ihr Vorwissen einbringen, Hypothesen bilden und eigene Ideen entwickeln, wie Städte grüner und lebenswerter gestaltet werden können. „Die verschiedenen Zugänge zum Thema ermöglichen es den Kindern, das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben“, erklärte Ines Könsgen. Die Verbindung aus spielerischen Elementen und wissenschaftlicher Neugier schuf eine Lernatmosphäre, in der Fragen willkommen waren und Entdecken im Mittelpunkt stand. Im Anschluss an den Workshop bekamen Kinder und Dozent*innen noch eine Tour durch das Stadion.

Transfer in die Lebenswelt der Kinder

Die beiden Wissenschaftlerinnen von Co-Site zogen ein positives Fazit. „Der Erfolg des Workshops zeigt sich vor allem darin, wie gut die Kinder die Inhalte auf ihre eigene Lebenswelt übertragen konnten“, fand Ines Könsgen. Viele erkannten Parallelen zu ihrem Schulhof, ihrem Wohnumfeld oder ihren Aktivitäten in der Stadt. Sie beschrieben, wie sich Asphaltflächen im Sommer anfühlen, warum Schattenplätze wichtig sind oder welche Rolle Bäume in ihrem Alltag spielen. Dieser Transfer ist entscheidend, denn er macht abstrakte Klimathemen greifbar und stärkt das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln im direkten Umfeld.

Ein Format für die Zukunft

Aufbauend auf den positiven Erfahrungen entwickeln die Expert*innen von Co-Site das Workshopkonzept weiter und erproben es künftig an weiteren Lernorten. So wird der Workshop im Juni unter anderem auf der Landesgartenschau in Neuss stattfinden. Geplant ist zudem, die Kinder noch stärker in die Entwicklung eigener Begrünungsideen einzubeziehen und langfristige Beteiligungsformate zu schaffen. So wächst aus einer zweistündigen Erfahrung ein nachhaltiger Lernprozess, der Kinder befähigt, ihre Umwelt aktiv mitzugestalten.

April 2026

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