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Hassan Mahmoud Tolba Mohammed Aboelnga

Raumentwicklung und Infrastruktursysteme
Institute for Natural Resources Technology and Management (ITT)

Ein Beitrag von

Dr. Hassan Aboelnga

Stärkung eines wegweisenden Studienangebots für Wasserressourcenmanagement in Ägypten

Im Rahmen des vom DAAD geförderten iWater-Projekts hat die TH Köln einen Workshop zur Weiterentwicklung des Masterstudiengangs IWRM ausgerichtet. An dem Workshop nahmen wissenschaftliche Mitarbeitende der Ain-Shams-Universität, der Mansoura-Universität und der TH Köln teil. Gemeinsam arbeiteten sie daran, den ägyptischen IWRM-Masterstudiengang weiter zu stärken.

Group Photo iWater Workshop vlnr: Lars Ribbe, Hassan Aboelnga (TH Köln), Sherif Elbadway (Mansoura University), Mustafa Nasereddin (IWRM Master’s alumnus), Salwa Abdou, Yasmeen Ahmed Essawy (Ain Shams University), Saher Ayyad (TH Köln) (Bild: F12/TH Köln)

Der Workshop, der vom 6. bis 9. Juli an der Fakultät für Raumentwicklung und Infrastruktursysteme stattfand, ist Teil des iWater-Projekts „Transforming Egypt’s Water Sector through Innovative Transdisciplinary Partnerships“. Das Projekt wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Ziel ist es, die Hochschulbildung zu stärken, Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen auszubauen und künftige Führungskräfte im Wassersektor darauf vorzubereiten, zunehmend komplexe Herausforderungen im Bereich Wasser und Klima zu bewältigen.

Der IWRM-Masterstudiengang ist der erste interdisziplinäre Masterstudiengang für Integriertes Wasserressourcenmanagement in Ägypten und hat sich zu einem wegweisenden Angebot der wasserbezogenen Hochschulbildung im Land entwickelt. Als nationale Plattform bringt der Studiengang Hochschulen, staatliche Institutionen, Versorgungsunternehmen, Akteure aus der Privatwirtschaft, zivilgesellschaftliche Organisationen und internationale Partner zusammen. Damit trägt er zum Kompetenzaufbau für ein nachhaltiges Wassermanagement und eine höhere Klimaresilienz bei.

Der Studiengang wird gemeinsam von der Ain-Shams-Universität und der Mansoura-Universität umgesetzt und durch die TH Köln fachlich begleitet. Er bündelt die Expertise führender ägyptischer und internationaler Wissenschaftler*innen sowie Praktiker*innen. Sein interdisziplinärer Ansatz verbindet Ingenieurwissenschaften, Umweltwissenschaften, Water Governance, Ökonomie, Politik, digitale Transformation und Stakeholder-Beteiligung. Dadurch erwerben die Studierenden sowohl fachliches Wissen als auch praxisorientierte Kompetenzen, um reale Herausforderungen im Wassersektor zu bearbeiten.

Während des Workshops überprüften die Teilnehmenden die seit Einführung des Studiengangs erzielten Fortschritte und diskutierten Möglichkeiten für dessen weitere Entwicklung. Im Mittelpunkt standen unter anderem die Weiterentwicklung des Curriculums, projektbasiertes Lernen, die Betreuung von Masterarbeiten, Verfahren der Qualitätssicherung, Prüfungs- und Bewertungsmethoden, Governance-Strukturen sowie die Einbindung relevanter Akteure. Ein besonderer Schwerpunkt lag darauf, die Praxisorientierung des Studiengangs durch eine engere Zusammenarbeit mit Wasserversorgungsunternehmen, staatlichen Einrichtungen, privatwirtschaftlichen Organisationen und Partnern der Entwicklungszusammenarbeit auszubauen.

Darüber hinaus erörterten die Teilnehmenden Möglichkeiten, die Governance des Studiengangs weiter zu stärken. Dazu zählt unter anderem die Einrichtung eines Beirats. Zusätzlich wurden zentrale Leistungsindikatoren vorgeschlagen, um eine kontinuierliche Beobachtung, Bewertung und Weiterentwicklung des Studiengangs zu ermöglichen.

Prof. Dr. Lars Ribbe, Projektleiter des iWater-Projekts an Fakultät für Raumentwicklung und Infrastruktursysteme, fasste zusammen:
„Die TH Köln verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung von Studienprogrammen zum Integrierten Wasserressourcenmanagement in verschiedenen Regionen der Welt. Durch Partnerschaften wie iWater können wir Wissen austauschen, aus unterschiedlichen Erfahrungen lernen und gemeinsam innovative Bildungsansätze entwickeln, die lokale Bedarfe aufgreifen und zugleich globale Herausforderungen im Wassersektor adressieren.“

Ein wesentlicher Schwerpunkt des Workshops lag auf der Weiterentwicklung des projektbasierten Lernens und der angewandten Forschung. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass Praxispartner stärker in studentische Projekte und Masterarbeiten eingebunden werden sollten. So kann die Lehre unmittelbar mit konkreten Herausforderungen des Wassersektors verknüpft werden. Dieser Ansatz erhöht nicht nur die Praxisrelevanz des Curriculums, sondern schafft auch Zugänge zu Praktika, beruflichen Netzwerken und späteren Beschäftigungsmöglichkeiten für die Absolvent*innen.

„Der IWRM-Masterstudiengang ist ein bedeutender Meilenstein für die wasserbezogene Hochschulbildung in Ägypten und unterstützt die nationalen Bemühungen um Wassersicherheit, Klimaresilienz und nachhaltige Entwicklung. Mit dem iWater-Projekt fördern wir ein einzigartiges Bildungsmodell, das Hochschulen mit Wirtschaft, staatlichen Institutionen und Gesellschaft verbindet“, so Hassan Aboelnga, Koordinator des iWater-Projekts. Er ergänzte: „Der transdisziplinäre Partnerschaftsansatz von iWater zeigt, wie Bildung, angewandte Forschung und die Einbindung relevanter Akteure gemeinsam dazu beitragen können, komplexe Herausforderungen im Wassersektor zu bewältigen. Er dient als Modell für die Ausbildung künftiger Fach- und Führungskräfte, die Transformations- und Innovationsprozesse im Wassersektor gestalten können.“

Group Photo Deutz vlnr: Salwa Abdou, Yasmeen Ahmed Essawy (Ain Shams University), Riham Ezzeldin, Sherif Elbadway (Mansoura University), Hassan Aboelnga (TH Köln) (Bild: Hassan Aboelnga)

Zum Abschluss des Workshops bekräftigten die Partner ihren gemeinsamen Willen, den Studiengang weiter zu stärken. Sie verständigten sich auf einen Fahrplan für die nächste Entwicklungsphase. Dazu gehören die Fertigstellung des iWater-Handbuchs, die Weiterentwicklung der Bewertungsmethoden für Projekte, die Präzisierung der Leistungsindikatoren des Studiengangs sowie der Ausbau der Aktivitäten zur Einbindung relevanter Akteure.

Initiativen wie iWater zeigen, wie die deutsch-ägyptische Hochschulkooperation zur Stärkung von Hochschulsystemen, zur Förderung von Innovationen und zum Aufbau der Kompetenzen beitragen kann, die für die Bewältigung globaler Herausforderungen erforderlich sind. Zugleich werden lokal angepasste und nachhaltige Lösungen unterstützt. Das Projekt verdeutlicht den Wert langfristiger Partnerschaften für Bildung, Forschung und nachhaltige Entwicklung und unterstützt Ägyptens Bemühungen um Wassersicherheit und Klimaresilienz.

Über das iWater-Projekt

Das iWater-Projekt („Transforming Egypt’s Water Sector through Innovative Transdisciplinary Partnerships“) wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Rahmen des Programms „Praxispartnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen“ gefördert. Das Projekt wird von der TH Köln gemeinsam mit der Ain-Shams-Universität und der Mansoura-Universität umgesetzt. Ziel ist es, die wasserbezogene Hochschulbildung, die angewandte Forschung, die Einbindung relevanter Akteure und eine arbeitsmarktorientierte Kompetenzentwicklung in Ägypten zu stärken.

Juli 2026

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Dr. Hassan Aboelnga


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