Co-Site

Co-Kreation in der Region – Systemisch und innovativ Transfer entwickeln

Co-Site beim ZukunftsLAB.ruhr: Gestaltungsformate zum Ausprobieren

Das ZukunftsLAB.ruhr am 30. September 2026 an der Hochschule Bochum bot einen Tag des gemeinsamen Erprobens, Kennenlernens und Gestaltens. Personen aus Wissenschaft, Politik, Organisationen und Verwaltung tauschten sich über die Potenziale und Herausforderungen der Region aus. Mitarbeiter*innen vom Team Co-Site war ebenfalls zu Gast.

Paneldiskussion beim ZukunftsLAB.ruhr Beim ZukunftsLAB.ruhr gab es unterschieldiche Formate angeboten. (Bild: TH Köln)

Gastgeber des ZukunftsLAB.ruhr waren die Hochschule Bochum mit dem Projekt THALESruhr und der Regionalverband Ruhr. Ziel der Veranstaltung war es, Partizipationsprozesse für die Teilnehmenden direkt erfahrbar zu machen. Das Team von Co-Site besuchte zwei spannende Formate, in denen Formen der Beteiligung erprobt und neue Ansätze zur Vernetzung von Wissenschaft und Gesellschaft entwickelt wurden. 

Participation Lab 

Im Participation Lab konnten die Teilnehmenden in einem Rollenspiel selbst in die Rolle von Bürger*innen, kommunalen Planer*innen oder Bürgermeister*innen schlüpfen und so verschiedene Perspektiven auf Beteiligungsprozesse einnehmen. In einem World Café lernten sie außerdem drei Methoden kennen, die in einem Beteiligungsprojekt mit der Stadt Herne zum Einsatz kamen: 

  • Lego Serious Play: Eine Moderationsmethode, bei der Teilnehmende mit Bausteinen eigene Modelle bauen und darüber Ideen und Sichtweisen greifbar machen. 
  • Deep Canvassing: Ein Ansatz, der auf tiefgehende, persönliche Gespräche setzt, um Perspektiven zu verstehen und Meinungsbildung zu fördern. 
  • Maptables: Kartenbasierte Arbeitstische, an denen Orte, Bedarfe und Ideen gemeinsam verortet und diskutiert werden. 

Besonders interessant war in dem vorgestellten im Projekt mit der Stadt Herne der Prozess als der Aufbau eines Zukunftsrates. Dabei wurden 600 zufällig ausgewählte Bürger*innen angeschrieben und zu einem Auftakt eingeladen. So kam eine heterogene Gruppe zusammen, mit der anschließend weitere Formate geplant werden konnten. 

Innovation Lab 

Im Innovation Lab, moderiert von Sabine Auer (Regionalverband Ruhr) und Dr. Marie Lena Heidingsfelder (Fraunhofer IAO CeRRI), ging es darum, wie Wissenschaft, Wirtschaft, Start-ups, Verwaltung und Zivilgesellschaft im Ruhrgebiet stärker zusammenfinden können. Nach einem Input zu ko-produktivem Prozessdesign wurden fünf Innovationsökosysteme als Best-Practice-Beispiele vorgestellt:  

  • Circular Performer Emscher-Lippe 
  • eurobits e.V. – Europäisches Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit 
  • Urban.KI 
  • Agentur GesundheitsCampus Bochum 
  • ICUH – InnovationsCommunity Urban Health

Im Anschluss ging es an runden Tischen in die Praxis. Die Teilnehmenden spielten durch, wie sich Innovationsökosysteme entwickeln lassen, und erarbeiteten Ideen, wie Akteur*innen besser zueinanderfinden können. Das Innovation Ecosystem Strategy Tool erwies sich dabei als besonders hilfreich, weil es diesen Prozess gut strukturierte. 

Das Co-Site-Team konnte eigene Erfahrungen einbringen, neue Impulse mitnehmen und spannende Kontakte knüpfen.

September 2026

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