Schwarze Schafe des Open Access: Predatory Publishers (Raubverlage) erkennen lernen
Wer Open Access publizieren möchte, findet Recherchetools für passende Zeitschriften sowie Hinweise zur Erkennung von „Predatory Journals“. Ein neuer Selbstlernkurs und eine Handreichung helfen bei der Journalwahl und im Umgang mit unseriösen Verlagen. Immer können Sie sich auch an den Publikationsservice der Hochschulbibliothek wenden.
Illustration by David Parkins
(Bild: David Parkins)
Planen Sie als Wissenschaftler*in eine Veröffentlichung im Open Access? Dann empfiehlt es sich, zunächst nach passenden Fachzeitschriften oder Verlagen mit Open-Access-Angeboten zu suchen. Verlage informieren meist auf den eigenen Webseiten zu Ihren Services rund um das Open-Access-Publizieren.
Das DOAJ ist ein im Jahr 2003 an der Universitätsbibliothek Lund/Schweden begründetes Verzeichnis von Wissenschaftlichen Fachzeitschriften, die nach den Grundsätzen des Open Access frei zugänglich sind. Aufgenommen werden seriöse Open-Access-Zeitschriften mit Qualitätskontrolle, die sofort nach Erscheinen online Open Access zur Verfügung stehen. Aber nicht nur Seriosität, sondern auch Aspekte wie die Höhe der Publikationsgebühren oder der Ablauf des Review-Verfahrens sind wichtige Parameter, über die man sich informieren kann.
Recherche-Tools für Open-Access-Zeitschriften
„Predatory Publishers“ (Raubverlage)
Wie anderswo auch, gibt es auch in diesem Bereich „schwarze Schafe“, die sogenannten „Predatory Publisher“ (deutsch: Raubverlage). Sie geben „Predatory Journals“ heraus, die vorgeben, vollwertige wissenschaftliche Fachzeitschriften zu sein mit Publikationsgebühren sowie einem redaktionellen und publizistischen Service. Es handelt sich hier jedoch um unseriöse Zeitschriften mit fragwürdigen bzw. betrügerischen Absichten. Sehr oft werden Nachwuchswissenschaftler*innen von diesen Verlagen mit E-Mails geflutet, in denen Sie um Artikel-Einreichung gebeten werden.
Im neuen Selbstlernkurs von open-access.network „Predatory Journals erkennen und vermeiden. Sicher publizieren in der Wissenschaft” erfahren Sie, wie Sie unseriöse wissenschaftliche Zeitschriften erkennen und fundierte Entscheidungen bei der Journalwahl treffen können.
Und was kann man tun, wenn sich nach der Einreichung bzw. Veröffentlichung eines Artikels Zweifel an der Seriosität einer Zeitschrift ergeben? Die im Juni 2026 erschienene Handreichung „5 Handlungsempfehlungen, wenn Sie unbeabsichtigt in einem Predatory Journal publiziert haben" bietet Ihnen eine praxisnahe Orientierung für den Umgang mit solchen Situationen.
Gerne können Sie sich aber auch jederzeit an den Publikationsservice wenden. Sie erreichen uns per E-Mail: publikationsservice@th-koeln.de.
Oktober 2026