Wie verändert KI die Interaktion mit digitalen Artefakten?
Dr. Elisabeth Kaliva wechselt von der Köln International School of Design an den Campus Gummersbach. Als neuberufene Professorin für Digital Design will die Medieninformatikerin einen Fokus legen, wie KI unsere Interaktion mit digitalen Artefakten verändert und der Frage nachgehen, wie sich dadurch Lernen, Forschen, Arbeiten und gesellschaftliches Zusammenleben wandeln. Ein Kurzporträt.
Prof. Dr. Elisabeth Kaliva
Advanced Media Institute
Professur für Digital Design
Studium: Studium der Angewandten Informatik, Schwerpunkt Medieninformatik, an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg; Masterstudium Educational Media an der Universität Duisburg-Essen
Promotion: "Didaktische Implikationen des projektbasierten Lernens beim Einsatz von Social Learning Environments" in Hochschulen an der Universität Duisburg-Essen
Berufliche Stationen (u. a.):
- Freiberufliche Beraterin, Gestalterin und Webentwicklerin
- Leiterin Digital Open Learning Lab (DOLL) an der Köln International School of Design (KISD), TH Köln
- Koordinatorin Data Literacy Initiative (DaLI), TH Köln
- Geschäftsführende Gesellschafterin causa formalis, Gesellschaft für Kommunikationsdesign mbH, Köln
- Co-Studiengangsleiterin des Masterprogramms »Integrated Design Research« der KISD; TH Köln
Als Kind habe ich in Athen gelebt und die meiste Zeit draußen mit anderen Kindern gespielt.
Rückblickend war mein Studium sehr vielfältig, abwechslungsreich und interdisziplinär. Ich hatte die Möglichkeit, mich sowohl wissenschaftlich als auch praktisch mit den Fachgebieten der Medieninformatik, der Mediendidaktik und des Designs auseinanderzusetzen. Diese Vielfalt hat meine Sicht auf digitale Medien und Gestaltung nachhaltig geprägt.
Vorlesungen finde ich als Lehrform grundsätzlich nicht falsch. Wenn sie als Einführung eingesetzt werden, aktivierende Elemente enthalten oder im Flipped-Learning-Format stattfinden, können sie dabei helfen, einen gemeinsamen Ausgangspunkt oder einen thematischen Fokus für die Projektarbeit zu setzen. Letztlich kommt es stark auf das didaktische Design an.
Den Studierenden möchte ich vor allem vermitteln, experimentierend und forschend ihr eigenes Handeln im Kontext zu verstehen und dafür Verantwortung zu übernehmen, mit dem Ziel, sinnvolle, ethische und nachhaltige Produkte und Plattformen zu entwickeln.
Im Digital Design interessiert mich gerade besonders, die Verbindung zwischen kritischen Designprozessen, technologischer Invention und sozialer Innovation.
In der Forschung beschäftige ich mich aktuell natürlich mit Künstlicher Intelligenz und der Frage, wie diese Technologie unsere Interaktion mit digitalen Artefakten verändert. Aus einer soziotechnischen Perspektive interessiert mich besonders, wie sich dadurch unser Lernen, Forschen, Arbeiten und letztlich auch unser gesellschaftliches Zusammenleben wandeln..
Ich möchte gerne herausfinden wie wir einen reflektierten und gestalterischen Umgang mit digitalen Technologien entwickeln können.
Wenn ich mal nichts zu tun habe verbringe ich Zeit mit meiner Familie oder schaue in meinem Schrebergarten dem Gemüse beim Wachsen zu.
März 2026