iWater-Projekt auf der UNCCD COP17 in der Mongolei vorgestellt
Im Rahmen der 17. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD COP17) wurde am 26. August 2026 das iWater-Projekt der TH Köln vorgestellt. Die Konferenz fand vom 17. bis 28. August 2026 in Ulaanbaatar, Mongolei, statt.
Dr. Hassan Aboelnga at the UNCCD COP17
(Bild: Dr. Hassan Aboelnga)
Dr. Hassan Aboelnga, Forscher an der Fakultät für Raumentwicklung und Infrastruktursysteme der TH Köln und wissenschaftlicher Koordinator von iWater, präsentierte das deutsch-ägyptische Kooperationsprojekt auf Einladung des „Intergovernmental Hydrological Programme“ der UNESCO (UNESCO-IHP) und der Veranstalter.
Die Präsentation war Teil der offiziellen Veranstaltung „Transitioning to Circular Water Management for Climate-Resilient Cities and Communities in Drylands“ im Rahmen des thematischen Schwerpunkttags Wasser („Water Thematic Day“). Organisiert wurde sie gemeinsam von UNESCO-IHP, der nationalen Wasserbehörde der Mongolei und der Global Water Operators’ Partnerships Alliance (GWOPA) von UN-Habitat.
An der Veranstaltung nahmen Vertreter*innen von Organisationen der Vereinten Nationen, Regierungen und internationalen Organisationen sowie Fachleute aus den Bereichen Wasser und nachhaltige Entwicklung teil. Die Eröffnungsbeiträge hielten unter anderem der stellvertretende Generaldirektor der UNESCO, der Exekutivdirektor von UN-Habitat sowie hochrangige Vertreter*innen der mongolischen Regierung, darunter der stellvertretende Premierminister und der Minister für Umwelt und Klimawandel.
Hochschulbildung, Forschung und Praxis miteinander verbinden
Aboelnga, der zugleich dem Water Security Bureau der International Water Resources Association (IWRA) vorsitzt, nahm als Sprecher an der hochrangig besetzten Podiumsdiskussion teil. Er stellte iWater – „Transforming Egypt’s Water Sector through Innovative Transdisciplinary Partnerships“ – als Beispiel dafür vor, wie Hochschulbildung, Forschung, Politik und die Anforderungen des Arbeitsmarktes bei der Bewältigung wasser- und klimabezogener Herausforderungen miteinander verknüpft werden können.
Im Mittelpunkt seines Beitrags standen die Aktivitäten des Projekts in den Bereichen Kapazitätsentwicklung, Weiterentwicklung von Curricula und Einbindung relevanter Akteure sowie die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, staatlichen Institutionen und Privatwirtschaft. Aboelnga erläuterte, wie iWater durch eine stärkere Kooperation von Wissenschaft, staatlichen Stellen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft dazu beitragen will, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis zu übertragen. Darüber hinaus ging er auf den Beitrag des Projekts zu einer zeitgemäßen Ausbildung im Wassersektor, zu Innovation und Unternehmertum sowie zur Qualifizierung künftiger Fachkräfte für den Umgang mit Herausforderungen der Wassersicherheit und des Klimawandels ein.
iWater bringt die TH Köln, die Ain-Shams-Universität und die Mansoura-Universität mit Unterstützung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zusammen. Seit dem Projektstart wurden innovative Bildungsprogramme entwickelt, die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft gestärkt und die Einbindung relevanter Akteure gefördert. Zudem trägt das Projekt zum Aufbau institutioneller und personeller Kapazitäten im ägyptischen Wassersektor bei.
Mr. Abou Amani (UNESCO-IHP), Mr. Emrah Engindeniz (GWOPA, UN-Habitat), Dr. Hassan Aboelnga (TH Köln), Ms. Sarantuyaa Zandaryaa (UNESCO-IHP), Mr. Nambaryn Enkhbayar (Former President of Mongolia and Leader of the Khar-Khorin City Council), Mr. Zeneemyadar Batbayar (Head of the Water Authority of Mongolia), and Mr. Byambaa Purevsuren (Mayor of Ulaanbaatar, Mongolia) and international officials.
(Bild: Dr. Hassan Aboelnga)
Internationaler Austausch zu Wasser- und Klimafragen
Am Rande der UNCCD COP17 führte Aboelnga bilaterale Gespräche mit Vertreter*innen internationaler Organisationen und Partnern der Entwicklungszusammenarbeit, darunter dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Im Mittelpunkt standen die Rolle von Hochschulbildung, Kapazitätsentwicklung und internationalen Partnerschaften bei der Bewältigung von Wasserknappheit, Landdegradation und der Anpassung an den Klimawandel.
Die Einladung, iWater auf der UNCCD COP17 vorzustellen, zeigt das internationale Interesse an den bisherigen Ergebnissen des Projekts und an seinem Ansatz, Bildung, Forschung, Politik und Praxis miteinander zu verbinden. Zugleich bot die Präsentation die Gelegenheit zu zeigen, welchen Beitrag die deutsch-ägyptische Hochschulkooperation zu nachhaltigem Wassermanagement, Klimaresilienz und nachhaltiger Entwicklung leisten kann.
August 2026