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Marcel Hönighausen

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Hochschulreferat Kommunikation und Marketing
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DAAD-Preis 2026 der TH Köln für Viktoriia Liushchenko

Für ihre akademischen Leistungen und ihr gesellschaftliches Engagement hat die Studentin Viktoriia Liushchenko den DAAD-Preis der TH Köln erhalten. Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde ihr beim Rathausempfang der Stadt Köln für neue internationale Studierende, Promovierende sowie Gastwissenschaftler*innen der Kölner Hochschulen überreicht.

Liushchenko absolviert derzeit den Masterstudiengang Architektur an der Fakultät für Architektur. Vor Beginn ihres Studiums an der TH Köln hat sie die Nationale Akademie der Bildenden Künste und Architektur in Kyjiw in der Ukraine besucht. Dort begann sie 2020 ihr Bachelorstudium im Fach Architektur und erhielt aufgrund ihrer guten Leistungen nach dem ersten Jahr ein staatliches Stipendium. Auf die Idee, Architektur zu studieren, brachte sie eine Lehrerin, die von ihrer Tochter und deren Architekturstudium erzählte. „Fast alle Menschen verbringen einen großen Teil ihres Lebens in Gebäuden. Mich interessiert vor allem, wie Architektur Räume schaffen kann, die komfortabel und funktional sind und den Alltag der Menschen erleichtern“, sagt Liushchenko.

Von Kyjiw nach Köln

Mit Beginn der russischen Vollinvasion auf die Ukraine im Februar 2022 verließ Liushchenko ihre Heimat und setzte ihr Studium von Deutschland aus fort. In Lippstadt lebte sie bei einer Familie und arbeitete dort als Au-pair. Gleichzeitig lernte sie Deutsch und studierte online weiter. „Manchmal bin ich mit dem Kind spazieren gegangen, hatte Kopfhörer auf und habe währenddessen Vorlesungen gehört“, erzählt sie. Die Familie habe sie bei ihrem Studium immer unterstützt. „Ich hatte großes Glück, bei dieser Familie zu sein“, so Liushchenko. 2024 schloss sie ihr Studium erfolgreich ab.

Nach einem A1-Sprachkurs besuchte sie ein Jahr lang einen Integrationskurs und schloss diesen mit dem Niveau B1 ab. Für die Bewerbung an der TH Köln besuchte sie anschließend einen studienvorbereitenden C1-Sprachkurs des Sprachlernzentrums der Hochschule. „Der Kurs hat mir sehr geholfen. Ich konnte danach wirklich gut Deutsch sprechen und fühlte mich besser auf das Studium vorbereitet“, sagt sie rückblickend.

Beim Ankommen in Köln halfen ihr verschiedene Angebote der Hochschule. So beriet Team International Degree-Seeking Students des Referats für Internationale Angelegenheiten Frau Liushchenko zu ihren Studienmöglichkeiten an der TH Köln. Bei Veranstaltungen wie der International Night der Fakultät oder einer Quiz Night lernte sie andere Studierende kennen – auch aus anderen Fachbereichen – und konnte sich über das Studium an der TH Köln und das Leben in der Domstadt austauschen. Auch die Beratung des International Office der Fakultät für Architekur habe sie bei Fragen zur Anerkennung ihrer bisherigen Studienleistungen unterstützt, wie Liushchenko sagt. Mittlerweile engagiert sie sich selbst in einer studentischen Gruppe innerhalb der Fakultät und organisierte beispielsweise in diesem Jahr eine Veranstaltung zum Thema Auslandssemester mit.

Video: Viktoriia Liushchenko stellt sich vor

Fokus auf den Erhalt von Bausubstanz

Für ein Studium an der Fakultät für Architektur der TH Köln hat sie sich vor allem wegen der Möglichkeit entschieden, eine von fünf Vertiefungsrichtungen zu wählen. Ihre Wahl fiel auf „Denkmalpflege, Planen im Bestand“. „Durch den Krieg werden viele Gebäude in der Ukraine zerstört. Was bleibt, muss danach gut erhalten werden“, erklärt Liushchenko. Die Erfahrungen Deutschlands im Umgang mit historischer Bausubstanz möchte sie später einmal in den Wiederaufbau der Ukraine einbringen.

Besonders spannend an ihrer Vertiefungsrichtung findet sie, wie bestehende Gebäude weiterentwickelt und für eine Nutzung erhalten werden können. „Ich finde es schade, bestehende Gebäude abzureißen und neu zu bauen. Natürlich sind nicht alle Gebäude in einem guten Zustand. Daher interessiert mich besonders, wie man diese restaurieren und ihnen neues Leben geben kann.“ Für sie geht es dabei insbesondere darum, kulturelles Erbe für kommende Generationen zu bewahren.

Wie es nach dem Abschluss ihres Masterstudiengangs im Jahr 2028 weitergeht, weiß Liushchenko aktuell noch nicht genau. Sie würde gerne in Deutschland bleiben und könnte sich vorstellen, Projekte mit Bezug zur Ukraine umzusetzen oder ein Baureferendariat zu absolvieren, um Erfahrungen mit Denkmalpflege in verschiedenen Bundesländern zu sammeln. Aktuell steht aber erst einmal ihr Studium im Mittelpunkt: „Ich hatte durch die Pandemie und den Krieg kein richtiges Studienleben. Das möchte ich jetzt nachholen.“

Über den DAAD-Preis

Der DAAD-Preis für hervorragende Leistungen internationaler Studierender und Doktorand*innen wird einmal im Jahr an der TH Köln verliehen. Die Auszeichnung wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert.

Oktober 2026

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