Ein Beitrag von

Marcel Hönighausen

Team Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Vier Hunde für einen Highscore: CGL-Studierende zeigen eigenes Spiel auf der gamescom

Leckerlis einsammeln, Hindernissen ausweichen und das Herrchen zum Bus bringen: Bei Snout About müssen vier Spieler*innen einen Menschen möglichst schnell durch einen Park navigieren. Das Spiel wurde von Studierenden des Cologne Game Lab (CGL) entwickelt, die es am RAW TALENT-Stand auf der gamescom nun einem breiten Publikum präsentieren durften. Team-Mitglied Erik Nitsche berichtet im Interview.

Worum geht es in Snout About?

Snout About ist ein Koop-Spiel für vier Personen. Ziel ist es, als Hunde das Herrchen sicher durch einen Park zum Bus zu navigieren und den Highscore zu knacken. Dazu müssen sich die Spieler*innen als Team absprechen und koordinieren, um möglichst viele Punkte zu sammeln. Das gelingt, indem sie Leckerlis auflesen sowie möglichst gut und schnell Hindernissen wie Bäumen, Steinen, Beeten oder Tischtennisplatten ausweichen.

Wie ist die Idee zum Spiel entstanden?

Im dritten Semester hatten wir die Aufgabe, ein Spiel mit Bezug zum Thema „Relationship“ zu entwickeln. Wir – also Carina Voß, Johann Neudeck, Konstantin Sergeev, Linda Hahnemann, Xeno Boecker und ich – wollten dabei aber nicht in Richtung Dating oder Romance gehen. Linda kam dann irgendwann mit dem Gedanken in ein Meeting, dass Gassigehen mit einem Hund auch eine Art von Beziehung ist, deren Dynamik sich physisch wunderbar durch die Leine darstellen lässt. So kam es dann, dass wir Snout About mit einer kurzen Unterbrechung für Praktika entwickelt und jetzt im sechsten Semester noch einmal für die gamescom optimiert haben – und das, obwohl wir alle eigentlich eher Katzenmenschen sind.

Was bringen euch Events wie die gamescom für eure Ausbildung?

Für die Weiterentwicklung von Spielen ist es super hilfreich, so viel unmittelbares Feedback von Spieler*innen zu erhalten. So kann man immer wieder Dinge entdecken, die besser oder einfach anders gemacht werden könnten. Da der RAW TALENT-Stand mit mehr als 380 Studierenden von 18 Hochschulen aus fünf Ländern mittlerweile sehr groß und international ist, bringt uns zusätzlich auch der Austausch untereinander sehr viel: Wir sind alle in ähnlichen Situationen, aber alle in unterschiedlichen Studiengängen mit unterschiedlichen Herangehensweisen. Sich darüber und über verschiedene Ideen für Games auszutauschen ist total interessant. Darüber hinaus ist die Stimmung auch einfach super – alle freuen sich einfach, dabei zu sein. Und nicht zuletzt gibt es einem ein ganz anderes Selbstverständnis im Networking, hier mit einem eigenen Spiel aufzutreten. So hat mir persönlich die Teilnahme bei der gamescom im vergangenen Jahr einen Job in der Games-Branche verschafft.

Wie geht es mit Snout About nach der gamescom weiter?

Da wir jetzt alle so langsam auf die Bachelorarbeiten zugehen, werden wir Snout About nach der gamescom in der Form, in der es jetzt ist, über unser studentisches Publishing-Label Broken Paternoster Games veröffentlichen. Wenn wir Kapazitäten haben, werden wir danach dann gegebenenfalls noch kostenlose Updates rausbringen.

Und wie geht es mit dir nach dem Bachelorabschluss weiter?

Das ist eine gute Frage. Es ist sehr wichtig, sich damit früh zu beschäftigen, weil der Markt überrannt ist. Ich werde wahrscheinlich erst einmal noch den Master machen und danach in Richtung Projektmanagement gehen, da ich durch meine Rolle als Projektmanager bei Snout About, aber auch durch meine Mitarbeit bei Broken Paternoster Games und bei der Organisation des RAW TALENT-Stands hier die meiste Erfahrung gesammelt habe. Dabei habe ich auch große Lust auf Leveldesign – dafür war ich zusätzlich bei Snout About verantwortlich. Aber das Schöne an der Branche ist, dass man auch oft zwischen Aufgaben und Verantwortlichkeiten hin und her springen kann.

August 2026

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Marcel Hönighausen

Team Presse und Öffentlichkeitsarbeit


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