architectural tuesday | Barbara Buser

Vortragsreihe der TH Köln, 22. Oktober 2026

AT 2026/27 (Bild: © TH Köln)

Am 22. Oktober startet der AT der Fakultät für Architektur der TH Köln ins Wintersemester 2026/27 – mit einem besonderen Auftakt im Odeon Kino Köln. „Barbara Buser – Pionierin der Nachhaltigkeit“ porträtiert eine Architektin, die Gebäude vor dem Abriss bewahrt, Materialien wiederverwendet und aus ehemaligen Industriearealen neue Lebensräume schafft.

Auf einen Blick

architectural tuesday | Barbara Buser

Vortragsreihe der TH Köln

Wann?

  • 22. Oktober 2026
  • ab 19.00 Uhr

Wo?

Odeon Lichtspieltheater
Severinstraße 81
50678 Köln

Veranstaltungsreihe

architectural tuesday

ReferentIn

Barbara Buser (Architektin, Basel), Prof. Dr. Rainer Schützeichel & Prof.in Andrea Hofmann

Anmeldung

Anmeldung für TH-Studierende via mail an sabine.schmidt@th-koeln.de

Veranstalter

TH Köln, Fakultät für Architektur


Die Fakultät für Architektur der TH Köln lädt zur neuen Ausgabe der Vortragsreihe „architectural tuesday“ ein. Unter dem Titel „Was übrigbleibt 2“ widmet sich die der zweite Teil der aktuellen Vortragsreihe Fragen zum Umgang mit dem Bestand, zu nachhaltigen Baukulturen und zu zukünftigen Perspektiven der Architektur.

Weiter- und Wiederverwenden, kreatives Aneignen und Umnutzen sind für die Architektur nicht neu, sondern blicken auf eine jahrtausendealte Tradition zurück. Diese Phänomene machen eine wichtige Kulturtechnik und Praxis der Architektur aus, die allerdings mit dem Fortschrittsglauben der Moderne in den Hintergrund getreten war. Es setzte sich mehr und mehr die Logik durch, vielleicht vor gar nicht allzu langer Zeit errichtete Bauten abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen, war der wirtschaftliche Druck nur groß genug. Die Frage, ob diese Bauten am Ende ihrer physischen Lebensdauer angelangt waren, fiel nicht ins Gewicht. Entscheidend war, dass sie ihre wirtschaftliche Lebensdauer überschritten hatten.

Vor dem Hintergrund von Kreislaufwirtschaft und zirkulärem Bauen rücken die Gebäude selbst und die in ihnen verbauten Teile und Materialien in den Fokus von Architektur und Bauwirtschaft. Denn ein Gebäude hat nicht die eine Lebensdauer. Vielmehr haben seine Teile und die in ihm verbauten Teile unterschiedlich lange Lebensdauern. Und um das Ganze zu erhalten oder Teile weiterzuverwenden, ist es unerlässlich, punktuelle Eingriffe vorzunehmen und Komponenten auf ihre Reparaturfähigkeit hin zu betrachten. Beim Bauen muss die Alterung heute schon im Planungsprozess vorhergesehen, eingeplant und eingepreist werden.

So stellen sich Erhaltungs- und Nutzungsfragen: Wie zum Beispiel können Bauten erhalten werden, deren Substanz noch trägt, die aber aus der (ihnen ursprünglich zugedachten) Nutzung gefallen sind? Wird ihnen zum Verhängnis, dass sie schlicht am falschen Ort stehen – nämlich dort, wo eine andere Nutzung nur schwer anzusiedeln ist? Welche Überlebenschance haben sie, welche die in ihnen verbauten Materialien und Komponenten? Könnten letztere nicht auch anderswo gebraucht werden? Und was sagt eigentlich das, was wir für nutzlos erachten und entsorgen, über uns und unsere (Bau-)Kultur aus?

Nachdem wir uns beim architectural tuesday bereits im letzten Semester mit solchen Fragen beschäftigt haben, setzen wir die Reihe im Wintersemester 2026/27 fort. Wir werden erneut über das sprechen, was übrigbleibt, was übriggeblieben ist und was vielleicht einmal übrigbleiben wird.


Über den Film und die anschließende Podiumsdiskussion:
Die preisgekrönte Basler Architektin Barbara Buser rettet Gebäude vor dem Abriss und baut diese mit wiederverwendetem Material um. Sie verwandelt ehemalige Industrieareale zu urbanen Lebensräumen, die für einen sorgfältigen Umgang mit unserer Umwelt und dem Miteinander stehen. Als Frau, die in einer Männerdomäne erfolgreich ihren eigenen Weg geht, ist Barbara Buser Vorbild für die junge Generation, die für eine nachhaltigere, gerechtere Welt kämpft als eine der prägendsten Stimmen der nachhaltigen Architektur. Ihr Film zeigt, wie Kreislaufdenken, Umnutzung und ressourcenschonendes Bauen funktionieren – und warum wir uns von der Idee des „Neubaus um jeden Preis“ verabschieden müssen. Im Anschluss diskutieren wir über die Zukunft unserer gebauten Umwelt.

weitere Termine, Start 19 Uhr:

27.10. | Prof.in Anne Femmer - Pioniere und Relikte

24.11. | Prof. Alexander Hagner - Architekturdurcheinander

15.12. | Prof. Dr. Michael Heinzelmann

01/27 | Studio für konstruktive Kritik - recap IWZ weiterdenken

Alle Informationen unter https://akoeln.de/atuesday/

AT 2026/27 AT 2026/27 | Terminübersicht (Bild: © TH Köln)

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