Hochschulweite Interdisziplinäre Projektwoche - Partizipativ, präventiv und ethisch für die Medizin
Die Hochschulweite Interdisziplinäre Projektwoche der TH Köln im Sommersemester 2026 ist erfolgreich zu Ende gegangen. Hunderte Studierende konnten für eine Woche fakultäts- und disziplinübergreifend an Zukunftsideen der Medizin arbeiten. Dabei lernten sie, dass sich die Fragen unserer Zeit nur gemeinsam und interdisziplinär lösen lassen.
Unter dem Motto „Medizin der Zukunft – partizipativ, präventiv, ethisch“ fand vom 18. bis 22. Mai 2026 zum 25. Mal die Hochschulweite Interdisziplinäre Projektwoche (HIP) an der TH Köln statt. In Anlehnung an das Thema des Wissenschaftsjahres 2026 („Medizin der Zukunft“) sollten die rund 460 teilnehmenden Studierenden aus 9 Fakultäten der TH Köln gemeinsam und vor allem interdisziplinär für eine Woche an einer Projektidee arbeiten.
Es braucht unterschiedliche Zugänge
Denn das ist es, was die HIP ausmacht, wie auch Prof. Dr. Wolf, Vizepräsident für Digitalität und Nachhaltigkeit, in seiner Begrüßungsrede zum Auftakt der Woche den Teilnehmenden mit auf dem Weg gab:
[D]ie großen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich aufgrund ihrer Komplexität nur schwer aus einer Disziplin allein verstehen – und schon gar nicht lösen. Es braucht unterschiedliche fachliche Zugänge, gemeinsame Fragen und die Bereitschaft, unterschiedliche Perspektiven miteinander zu verbinden, Kompromisse zu finden.
Geteiltes Wissen für die gemeinsame Sache
Aufgeteilt in 41 Projektgruppen lag es nach der Auftaktveranstaltung bei den Studierenden, sich mit den Fragen einer Medizin der Zukunft auseinander zu setzen. Während dieses Prozesses wurden die Studierenden von geschulten Prozessbegleiter*innen unterstützt. Dieser Personenkreis bestand unter anderem aus Studierenden, die bereits in der Vergangenheit an der HIP teilgenommen haben. Sie halfen als direkte Ansprechpersonen bei organisatorischen Fragen und leiteten die Gruppen während täglicher Reflektionstreffen an.
Die Ergebnisse der HIP wurden abschließend durch die Gruppen den Gutachter*innen der TH Köln präsentiert und von diesen bewertet. Als unbenotete Prüfungsleistung wird bei der Projektwoche aber lediglich zwischen „bestanden“ und „nicht bestanden“ unterschieden. Das Hauptaugenmerk dieses zentralen Angebots für den Großteil der Bachelor-Studiengänge an der TH Köln liegt auf dem interdisziplinären Gruppen- und Lernprozess gemeinsam unterschiedlichen Blickwinkel zusammenzuführen.
HIP: Ein Erfolgsmodell der TH Köln seit 2014
Oder wie Prof. Dr. Wolf es zusammenfasste:
Die HIP macht erfahrbar, was interdisziplinäre Zusammenarbeit bedeutet: nicht nebeneinander zu arbeiten, sondern miteinander; Wissen nicht nur zu addieren, sondern es in Beziehung zu setzen, sodass am Ende das Ergebnis mehr als die Summe seiner Teile ist. Das ist anspruchsvoll, aber genau darin liegt die Chance, den eigenen Blick zu schärfen und gemeinsam zu Lösungen zu kommen.
Das ist es, was die HIP nun seit 2014 Semester für Semester ausmacht. Als das zentrale Format für interdisziplinäres Lernen ist sie aus der TH Köln nicht mehr wegzudenken. Und wer weiß, vielleicht wird dieses Erfolgsmodell unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Faßbender, Vizepräsident für Lehre und Studium, als zentraler Bestandteil bei der Einführung von des Hochschulvorhabens „TraiL“ (Transformationsarchitektur für innovatives Lernen) um den Aspekt der Transdisziplinarität ergänzt. Der Anspruch der TH Köln Wissen nicht nur zu vermitteln und zu entwickeln, sondern gesellschaftlich wirksam zu machen ist einer, der sich auch außerhalb der Hochschule wiederfindet. In diesem Sinne: Auf die nächsten 25. Hochschulweiten Interdisziplinären Projektwochen.
Mai 2026