Kontakt & Service

iCommposer

Kompetenzplattform (KOPF)
"Migration, Interkulturelle Bildung und Organisations- entwicklung"

Kontakt

Prof. Dr. Matthias Otten

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für interkulturelle Bildung und Entwicklung (INTERKULT)

  • Campus Südstadt
    Ubierring 48
    50678 Köln
  • Telefon+49 221-8275-3360

iCommposer - inclusive Communities of Practice of Study, Education and Research

Durch Internationalisierung und Migration wächst an den Hochschulen die kulturelle Diversität. Hierdurch werden hochschulspezifische Strategien für den Umgang mit vielfältigen kulturellen Erfahrungshintergründen und Mehrsprachigkeit zunehmend erforderlich. Das gilt besonders für die TH Köln, die angesichts eines überdurchschnittlich hohen Anteils an ausländischen Studierenden und einer ausgeprägten Diversität die Internationalisierung als Profilthema im Hochschulentwicklungsplan fest verankert hat.

Das Projekt „iCommposer“ (inclusive Communities of Practice of Study, Education and Research) dient der Entwicklung, Erprobung und Evaluation eines Konzepts zur kollegialen Kompetenzvernetzung und interkulturellen Weiterbildung des Hochschulpersonals. Es richtet sich an zwei Zielgruppen: Die Professorenschaft und das Verwaltungspersonal. Sie prägen in ihren unterschiedlichen institutionellen Funktionen die internationalen Studien- und Forschungsbedingungen und das interkulturelle Milieu der Hochschule. Die beiden genannten Zielgruppen betrachten wir im Projekt als interkulturelle Promotoren, Innovatoren und Multiplikatoren und in dieser Rolle sollen sie gezielt durch Vernetzung, Coaching und Qualifizierung unterstützt werden. Ansatzpunkt ist die Förderung einer „inklusiven Hochschulkultur“. Dies geschieht durch zwei Ansätze zur interkulturellen Personal- und Organisationsentwicklung:

1) den systematischen Aufbau milieuübergreifender kollegialer Vernetzungen mit hoher Verbindlichkeit nach dem Konzept der sogenannten „Communities of Practice“ und
2) der Entwicklung von zielgruppenspezifischen interkulturellen Weiterbildungsseminaren für Lehrende und Verwaltungskräfte.

Das Projekt wird von der Kompetenzplattform „Migration, interkulturelle Bildung und Organisationsentwicklung“ (KOPF) der TH Köln in Zusammenarbeit mit dem International Office umgesetzt. Es baut auf den Vorerfahrungen aus mehreren erfolgreichen PROFIN Projekten auf. Zudem findet eine enge Kooperation mit der Universität Hildesheim (Institut für Interkulturelle Kommunikation, Projekt qualiko LBF) statt. Beide Hochschulen tragen durch die arbeitsteilige Verschränkung von Teilaufgaben ihrer PROFIN Projekte zur Umsetzung an der jeweiligen Partnerhochschule bei und erlauben so Synergien. Die Weiterentwicklung bisheriger Projektansätze an den beiden Hochschulen besteht insbesondere darin, sich nun schwerpunktmäßig der Gruppe des Hochschulpersonals zuzuwenden.

Community of Practice

Neben den Workshops zur interkulturellen Kommunikation für die verschiedenen Zielgruppen, wird unter Beteiligung aller Fakultäten, der Verwaltung und aller zentralen Einrichtungen der TH Köln ein kollegiales Erfahrungs- und Kompetenznetzwerke zur „interkulturellen Hochschulkultur“ etabliert.

Neben den Lehrenden und dem Verwaltungspersonal die bereits an den Workshopangeboten teilgenommen haben, ist dieses Angebot für alle Interessierten offen. Die in einzelnen Instituten, Studiengängen und dem International Office schon erprobten Handlungsansätze zur Integration ausländischer Studierender und Nachwuchswissenschaftler sollen durch die Community of Practice für die gesamte Hochschule und für hochschulübergreifende Netzwerke fruchtbar gemacht werden. Die Erfahrung zeigt, dass der halbformelle kollegiale Austausch über internationale und interkulturelle Erlebnisse im professionellen Alltagshandeln eine wichtige Funktion für die Bewusstwerdung der eigenen kulturellen Handlungsmuster einnimmt und hochschuldidaktisches Training bzw. Trainings zur interkulturellen Sensibilisierung ergänzen sollte.
Der moderierte Austausch in der Community of Practice ermöglicht ferner eine größere Selbststeuerung des Lernprozesses, die gezielte Vertiefung der relevanten Themen, so wie eine deutliche Verbesserung der abteilungs- und milieuübergreifenden Vernetzung.

Die Aktivitäten richten sich gleichermaßen auf die individuelle Kompetenzentwicklung wie auch auf institutionelle Prozesse auf der Ebene von Fakultäten, zentralen Einrichtungen und Studiengängen, bei denen es letztlich um die interkulturelle Öffnung der Institution im Zuge der allgemeineren Internationalisierungsbestrebungen geht.

Die Community of Practice trifft sich momentan zwei Mal pro Semester jeweils einen halben Tag.

Beirat

Für das Projekt wurde ein internationaler Beirat berufen, da es – anders als in Deutschland – in anderen europäischen Ländern zum Teil schon längere und umfassendere Erfahrungen für die hochschulspezifische internationale Personalentwicklung mit entsprechenden Fachstellen gibt (z.B. in Großbritannien oder den Niederlanden). Der Beirat soll daher die Ideen aus dem Projektverbund mit einer distanzierten fachlichen Außensicht begleiten und wo nötig auch ergänzen.

Die erste Sitzung des Beirates am 09./10.09.2011 brachte zahlreiche neue Impulse für das Projekt. Neben der Diskussion zur Implementierung, der Verstetigung und der größeren Einbindung des Projektes in die Entwicklungsprozesse der Hochschulen, stellten die Beiratsmitglieder auch (interkulturelle) Qualifizierungsprojekte für Lehrende und Verwaltungsmitarbeiter an ihren Heimathochschulen bzw. in Ihren Heimatländern vor. So konnte ein erster internationaler Vergleich gezogen und neue Ideen für die weitere Ausgestaltung des Projektes entwickelt werden.

Mitglieder des Beirats

 
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