Forschungsprojekt “NaTuR-retour”
Das Forschungsprojet entwickelt für die Planung von Tunnelbauprojekten ein digitales Bilanzierungstool der potentiellen CO2-Emissionen bei der ressourcenschonenden Verwertung von Ausbruchmaterial. Es ermöglicht Variantenvergleiche unter Berücksichtigung der Verwertungs- bzw. Beseitigungsart.
Forschungsprojekt “NaTuR retour”
Nachhaltiger Tunnelbau - Ressourceneffiziente und optimierte Nutzung von Ausbruchmaterial
Laufzeit 2026 – 2028
Beim Bau von Tunneln fallen jedes Jahr Millionen Tonnen Ausbruchmaterial an. Dieses Material wird häufig als Abfall betrachtet und entsorgt, obwohl es in vielen Fällen als wertvoller Rohstoff weiterverwendet werden könnte. Genau hier setzt das Projekt NaTuR retour an.
Logo NaTuR retour
(Bild: Deutscher Ausschuss für unterirdisches Bauen e.V., DAUB)
Das Projekt „Nachhaltiger Tunnelbau – Ressourceneffiziente und optimierte Nutzung von Ausbruchmaterial“ wird im Rahmen des Innovationsprogramms Straße der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) gefördert und von der Technischen Hochschule Köln durchgeführt.
Ziel des Projektes ist es, Wege für eine nachhaltige und ressourcenschonende Verwertung von Tunnelausbruchmaterial darzustellen und deren ökologische Vorteile transparent zu bewerten.
Hierfür soll ein praxisnahes Excel basiertes Tool entwickelt werden, das es Auftraggebern, Planern und ausführenden Unternehmen ermöglichen soll, Tunnelausbruchmaterial und deren nachhaltige Verwertungsmöglichkeit ökologisch bilanzieren zu können. Dabei sollen unterschiedliche Verwertungsmöglichkeiten von Tunnelausbruchmaterial systematisch analysiert und miteinander verglichen und dabei sowohl technische und geotechnische Eigenschaften des Materials als auch ökologische Kriterien berücksichtigt werden. Insbesondere werden die entstehenden CO₂-Emissionen entlang der Verwertungswege sowie das Potenzial zur Einsparung von Primärrohstoffen untersucht.
Das geplante Tool stellt eine fundierte Entscheidungsgrundlage zur Implementierung nachhaltiger Verwertungsstrategien bereits in frühen Projektphasen zur Verfügung.
Verwertungsgruppen nach DAUB, Abfallhierarchie nach KrWG
(Bild: Deutscher Ausschuss für unterirdisches Bauen e.V., DAUB)
Ziele:
Ausbruchmaterial
(Bild: Christoph Budach, TH Köln)
Das Forschungsprojekt NaTuR retour verfolgt das Ziel, die Kreislaufwirtschaft im Tunnelbau zu stärken und den Umgang mit Ausbruchmaterial grundlegend zu verbessern.
Die wichtigsten Projektziele sind:
- Entwicklung eines digitalen Bewertungstools für die nachhaltige Verwertung von Tunnelausbruchmaterial
- Erfassung und Bilanzierung von CO2-Emissionen verschiedener Verwertungsoptionen
- Analyse des Potenzials zur Einsparung von Primärrohstoffen durch den Einsatz von Sekundärrohstoffen
- Unterstützung von Planungs- und Entscheidungsprozessen im nachhaltigen Tunnelbau
- Förderung einer ressourcenschonenden und klimafreundlichen Bauweise
Durch die Ergebnisse des Projekts werden nachhaltige Verwertungswege in Hinblick auf Ressourcenschonung und CO2-Emmissionen bewertbar.
Nachhaltigkeit als Chance:
Millionen Tonnen Tunnelausbruch jährlich
(Bild: Deutsche Bahn, Arnim Kilgus)
NaTuR retour liefert ein Tool zur CO2-Bilanzierung von Verwertungsoptionen in Tunnelbauprojekten. Durch die Nutzung der anfallenden Ausbruchmassen lassen sich natürliche Rohstoffvorkommen schonen, Transportwege reduzieren und Treibhausgasemissionen vermeiden. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Transformation des Tunnelbaus und zur Umsetzung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft im Infrastrukturbereich.
Assoziierte Partner:
Wayss & Freytag Ingenieurbau AG
Erdpool – DB Bahnbau Gruppe GmbH
Forschungsgemeinschaft Mineralische Rohstoffe e. V
Deutsche Gesellschaft für Geotechnik e. V. (DGGT)
Ansprechpartner:
Fördermittelgeber:
Bundesanstalt für Straßen– und Verkehrswesen, BASt