Labor für Geotechnik und Tunnelbau

Labor für Geotechnik und Tunnelbau Labor für Geotechnik und Tunnelbau (Bild: Budach / TH Köln)

Das Labor für Geotechnik dient zu Lehr- und Forschungszwecken. Im Zuge des Grundstudiums finden die Praktika zum Fach Geotechnik I (Modul-Nr. B201n) statt. Im vertiefenden Hauptstudium der Richtung Geotechnik führen die Studierenden ein anspruchsvolles Versuchsprogramm im Fach Höhere Bodenmechanik (Modul-Nr. B218n) durch.

Darüber hinaus  werden bodenmechanische Versuche durchgeführt, die im Rahmen der Bearbeitung von wissenschaftlichen Fragestellungen notwendig werden.

Es stehen Ausrüstungen für Baugrunduntersuchungen sowie die gängigen bodenmechanischen Feld- und Laborversuche zur Verfügung.

Insbesondere können folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

I.   Felduntersuchungen

  • Baugrunduntersuchungen mit Schlitzsonden (Aufschluss und Benennen der Bodenarten, Angaben zu bodenmechanischen Eigenschaften, geologische Kennzeichnung, ggfs. Feststellen des Grundwasserstandes, Darstellung in Schichtenverzeichnissen)
  • Rammsondierungen mit der leichten Rammsonde, Spitzenquerschnitt 10 cm²
  • Überwachung von Bohrarbeiten (qualitative Bestimmung von Bohrproben hinsichtlich des Kornaufbaus, der Konsistenz, der Bodengruppe etc., Messung von Grundwasserständen in Bohrlöchern, fotografische Aufnahmen von Bohrkernen, Erstellung von Schichtenverzeichnissen)
  • Fachtechnische Aufnahmen von Schürfen (Benennen der Bodenarten, Angaben zu bodenmechanischen Eigenschaften, geologische Kennzeichnung, ggfs. Feststellen des Grundwasserstandes, Darstellung in Schichtenverzeichnissen)
  • Abnahmen auf Baustellen (z.B. von Gründungssohlen)
  • Probennahmen (Entnahme von Sonderproben mittels Ausstechzylindern, gestörten Bodenproben bis 10 Liter, Grundwasserproben aus Bohrlöchern)
  • Versickerungsuntersuchungen mittels Standrohrinfiltrometer
  • Dichtebestimmungen (Ausstechzylinder-, Sandersatz , Ballon , Flüssigkeitsersatz  oder Gipsersatz-Verfahren)
  • Statische Plattendruckversuche mit Lastplattendurchmessern 300 mm und 600 mm
  • Dynamische Plattendruckversuche mit Lastplattendurchmessern 300 mm

II.   Laboruntersuchungen

  • Bestimmung des natürlichen Wassergehalts
  • Bestimmung der Dichte des Bodens
  • Bestimmung der Korndichte
  • Bestimmung der Korngrößenverteilung durch Siebung (trocken), Siebung (nass), Sedimentation oder kombinierte Siebung und Sedimentation
  • Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenze sowie der Schrumpfgrenze
  • Bestimmung der Dichte nichtbindiger Böden bei lockerster und dichtester Lagerung
  • Proctor-Versuch (Versuchszylinder mit Durchmessern 100 und 150 mm)
  • Bestimmung des Glühverlusts
  • Bestimmung des Kalkgehalts
  • Bestimmung des Wasserdurchlässigkeitsbeiwerts an grobkörnigen Böden im Versuchszylinder mit Standrohren und konstantem hydraulischen Gefälle oder an feinkörnigen Böden im Versuchszylinder mit veränderlichem hydraulischem Gefälle
  • Bestimmung des Druck-Setzungs- und Zeit-Setzungsverhaltens im Kompressionsversuch bei behinderter Seitendehnung
  • Bestimmung der einaxialen Druckfestigkeit
  • Bestimmung der Scherfestigkeit im Rahmenschergerät
  • Bestimmung der Scherfestigkeit im Triaxialgerät (D-, CU- oder UU-Versuche)
  • Bestimmung der Eigenschaften von Bentonitsuspensionen
  • Versuche zur Bestimmung unterschiedlicher Verfahrenstechniken im Tunnelbau 
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