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Migration und Interkulturelle Kompetenz

Forschungschwerpunkt des Instituts für interkulturelle Bildung und Entwicklung

Partizipation in der Einwanderungsgesellschaft

Angesichts zunehmender Migration und Mobilität wird die für ein funktionierendes Zusammenleben der Bevölkerung notwendige politische Beteiligung der Menschen in der Stadtgesellschaft zu einer besonderen Herausforderung. Im Projekt wird daher der Frage nach der zivilgesellschaftlichen Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund in urbanen Gesellschaften nachgegangen.

Dies soll exemplarisch am Stadtteil Köln-Kalk und hier insbesondere an den Kalker Ereignissen im Januar 2008 untersucht werden. Anfang des Jahres 2008 demonstrierten vor allem junge Kalker Bewohnerinnen und Bewohner mit Migrationshintergrund über mehrere Tage gegen ihre gesellschaftspolitische Benachteiligung in der Migrationsgesellschaft.

Im Zentrum der Untersuchung steht dabei die Frage, inwieweit die Ereignisse vom Januar 2008 als eine „von unten“ entstandene Form zivilgesellschaftlicher Beteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil gedeutet werden kann. Des Weiteren wird die politische Nachhaltigkeit jener Ereignisse in Bezug auf die Situation der Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil erforscht. Schließlich soll die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Engagements (insbesondere der Bevölkerung mit Migrationshintergrund) für die Demokratie bewusst gemacht werden.

Neben einer Analyse der Quartierssituation sollen die Kalker Ereignisse vom Januar 2008 rekonstruiert werden. Dazu werden qualitative Interviews mit Akteur(inn)en und Mediator(inn)en zum zivilgesellschaftlichen Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund in Kalk geführt werden.

Auf einen Blick

Kategorie Beschreibung
Forschungsprojekt Partizipation in der Einwanderungsgesellschaft. Zur Nachhaltigkeit zivilgesellschaftlicher Partizipation am Beispiel der Kalker Ereignisse vom Januar 2008 
Leitung Prof. Dr. Markus Ottersbach 
Fakultät Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften 
Institut Institut für interkulturelle Bildung und Entwicklung (Interkult) 
Beteiligte Dipl. Päd. Sonja Preißing (Interkult / Universität zu Köln) 
Projektpartner Prof. Dr. Wolf-D. Bukow (Universität zu Köln) 
Fördermittelgeber RheinEnergie Stiftung, Jugend/Beruf, Wissenschaft 
Laufzeit 01.04.2010 - 31.03.2011 
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