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Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

Institut für Medienforschung und Medienpädagogik (IMM)

Projektleitung TH Köln

Prof. Dr. Angela Tillmann

Prof. Dr. Angela Tillmann

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Medienforschung und Medienpädagogik (IMM)

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Digitale Medien und Medienbildung in der sozialen Welt der Ganztagsschule

Digitalisierung und Mediatisierung führen zu grundlegenden Veränderungen auf gesellschaftlicher und individueller Ebene. Für etablierte Bildungsorganisationen wie Ganztagsschulen stellt sich daran anschließend die Frage, wie der Medienkompetenzerwerb für Schüler*innen im Zusammenspiel von formaler, non-formaler und informeller Bildung erfolgreich gestaltet werden kann.

Ziel des Projekts ist es Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, die Ganztagsschulen bei der Entwicklung eines umfassenden Konzepts zur Umsetzung von Medienbildung unterstützen. Das Projekt verfolgt einen mehr-methodischen Ansatz, der neben der Angebotsseite und den Kooperationsformen insbesondere die Medienaneignung von Schüler*innen berücksichtigt. 

Auf einen Blick

Kategorie Beschreibung
Forschungsprojekt Digitale Medien und Medienbildung in der sozialen Welt der Ganztagsschule („Ganztag-digital“) 
Leitung Prof. Dr. Angela Tillmann 
Fakultät Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften 
Institut Institut für Medienforschung und Medienpädagogik (IMM) 
Beteiligte Maike Groen
Franziska Schäfer 
Projektpartner • Universität zu Köln (Prof. Dr. Kai-Uwe Hugger, Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Erziehungs- und Sozialwissenschafte)
• Universität zu Köln (Jun.-Prof. Dr. Dr. habil. Kai Kaspar, Humanwissenschaftliche Fakultät, Abteilung für Sozial- und Medienpsychologie)
• Philipps-Universität Marburg (Prof. Dr. Ivo Züchner, Institut für Erziehungswissenschaft, Fachbereich Erziehungswissenschaften)
• Grimme-Institut - Gesellschaft für Medien, Bildung und Kultur mbH (Dr. Harald Gapski)
• Bildungsnetzwerk Recklinghausen (Praxispartner) 
Fördermittelgeber Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 
Laufzeit 01.05.2019 - 30.04.2022 (36 Monate) 

Kinder und Jugendliche nutzen digitale Medien in vielfältigen Kontexten und mit unterschiedlichen Absichten, in der Schule beispielsweise vorwiegend für Recherchen, im Freundeskreis stärker zur Beziehungspflege und in der Familie im Rahmen auch der Alltagsorganisation. Wie verknüpfen Schülerinnen und Schüler die Erfahrungen mit digitalen Medien? Welche Möglichkeiten zur Medienbildung eröffnen sich?

Die Ganztagsschule, in der stärker als in der herkömmlichen Halbtagsschule das Zusammenspiel von formaler, non-formaler und informeller Bildung zum Tragen kommt, soll hier innovative Möglichkeiten eröffnen und exemplarisch zeigen, wie verschiedene Lernkontexte aufeinander bezogen und sich Grenzziehungen und Inkompatibilitäten zwischen verschiedenen Bildungskontexten auch zu Gunsten einer Medienbildung auflösen lassen.

Im Projekt „Ganztag-digital“ wird vor diesem Hintergrund sowohl nach der subjektbezogenen Perspektive von Jugendlichen (Sek I) als auch nach den organisatorischen und medienpädagogischen Rahmenbedingungen der Bildungsakteure gefragt, um Handlungsempfehlungen entwickeln zu können, wie Medienbildungsprozesse in der sozialen Welt der Ganztagsschule erfolgreich gestalten werden können.

Die folgenden drei Dimensionen werden – in Kooperation mit dem Regionalen Bildungsnetzwerk Recklinghausen – erstmals empirisch analysiert:

1. Angebot:
Welche Rolle entfalten die digitalen Medien und die Medienbildung in den formalen, non- formalen und informellen Bildungssettings?

2. Aneignung:
Welche Relevanz entfalten Medien in den verschiedenen Bildungssettings aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen und wie verknüpfen sie die Bildungssettings?

3. Kooperation:
Welche Vernetzungs- und Kooperationsformen entwickeln die Bildungsorte und -partner*innen auf organisatorischer und personaler Ebene zur Förderung von Medienbildung?

Ziel der Forschung ist es, Veränderungsprozesse im Kontext der Digitalisierung zu identifizieren, förderliche Bedingungen für Medienbildung für den Bildungskontext Ganztagsschule und das Zusammenspiel der verschiedenen Akteur*innen zu formulieren und Potentiale und konkrete Ansatzpunkte möglicher Verbindungen von schulischem und außerschulischem Lernen über digitale Medien und Medienbildung aufzuzeigen.

Dazu verbindet das mehrschrittige und mehrperspektivische Forschungsdesign quantitative und qualitative Methoden. Innerhalb dessen werden die Daten aus den einzelnen Untersuchungsschritten aufeinander bezogen und miteinander in Verbindung gebracht:

Zu diesem Zwecke werden im Rahmen eines mehrschrittigen und mehrperspektivischen Forschungsdesigns quantitative und qualitative Methoden verbunden: Sekundäranalyse der Daten von StEG-Studien; Befragung der Schulleiter*innen, Ganztagsschulkoordinator*innen, ausgewählter Lehrkräfte und des außerschulischen Personals; quantitative und qualitative Befragung von Schüler*innen, Anfertigung von Medientagebüchern von Schüler*innen; Befragung der Akteure des Bildungsnetzwerks Recklinghausen; Dokumentenanalyse).

Das Projekt liefert damit verallgemeinerbare Erkenntnisse sowohl über Veränderungsprozesse durch Digitalisierung in Ganztagsschulen als auch treibende und hemmende Faktoren für den Erfolg möglicher Verbindungen von formalen, non-formalen und informellen Bildungssettings.

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