DFG-Forschungsimpuls „Erinnerungskultur in der Krise“
Im DFG-Forschungsimpuls „Erinnerungskultur in der Krise“ beschäftigen sich Forscher:innen in einem von insgesamt drei Themenfeldern mit den Auswirkungen der digitalen Transformation auf kulturelle Erinnerung und betrachten dabei insbesondere, wie Künstliche Intelligenz Erinnerungskultur beeinflusst.
Digital Cultural Memory
Gesellschaftliche Entwicklungen prägen unsere kollektive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Krisen verändern potenziell, wie wir Erinnerungskultur leben und gestalten. Im DFG-Forschungsimpuls „Erinnerungskultur in der Krise“ verbinden sich im Themenfeld „Digital Cultural Memory“ Perspektiven aus Interaction Design, Architektur, Medienforschung und Bildung in einem inter- und transdisziplinären Verbund mit Fokus auf Erinnerungskulturen im digitalen Wandel – mit einem besonderen Fokus auf KI-gestützte Medienumgebungen.
Die Forschung im Themenfeld richtet sich auf Dispositive generativer KI – etwa von Inklusion, Exklusion und Bias sowie Erinnerungswissen im Raum. Aus medienwissenschaftlicher und medienpädagogischer Perspektive erfolgt eine Befassung mit erinnerungskulturellen Praktiken junger Menschen im digitalen Umfeld. Im Projekt wird etwa untersucht, wie sich erinnerungskulturelle Praktiken Jugendlicher auf digitalen Plattformen und in Social Media herausbilden. Ferner erfolgen Arbeiten dazu, wie Erinnerungs- und Bildungsarbeit im digitalen, zunehmend KI-geprägten Umfeld gestaltet werden kann.
Ein Ziel der Vorhaben im Themenfeld ist es, eine analytische wie gestalterische Grundlage zu schaffen, um Erinnerungskulturen unter digitalen Bedingungen und in einer zunehmend krisenhaften Gegenwart zu untersuchen – und darauf aufbauend Resilienz- und gegebenenfalls auch Gegenstrategien zu entwickeln, die einen reflektierten, emanzipatorischen Umgang mit digital geprägter Erinnerung ermöglichen.
Im Zentrum der Vorhaben steht ein partizipativer Zugang. Gearbeitet wird mit lokal situierten Formaten in konkreten Anwendungsfeldern – etwa im Sozialraum oder auf digitalen Plattformen. Gestalterische, kreative und handlungsorientierte Methoden werden zur Analyse, darüber hinaus zur Mitgestaltung von Erinnerungskulturen verwendet.
Forschungsprojektsteckbrief
| Kategorie | Beschreibung |
|---|---|
| Forschungsprojekt | Erinnerungskultur in der Krise – DFG-Forschungsimpuls |
| Leitung | Prof. Dr. Marco Hemmerling (Architektur), Prof. Dr. Lasse Scherffig (Interaction Design), Prof. Dr. Friederike Siller (Medienpädagogik) |
| Fakultät | Fakultät für Architektur, Fakultät für Kulturwissenschaften, Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften |
| Fördermittelgeber | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) |
| Laufzeit | 1/2026 – 12/2020 |
| Projekt-Webseite | Cultural Memory in Crisis |