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Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

Institut für Medienforschung und Medienpädagogik (IMM)

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Prof. Dr. Isabel Zorn

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Medienforschung und Medienpädagogik (IMM)

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Kunst und Kabel: Konstruieren, programmieren und gestalten im FabLab für junge Leute

Das Projekt „FabLab mobil“ des jfc Medienzentrums e.V. wird vom Institut Medienforschung und Medienpädagogik wissenschaftlich begleitet. Das Institut entwickelt ein Forschungskonzept zur Evaluierung des Projektes und zur Erforschung der angewendeten Methoden und Konzepte der Verknüpfung von kultureller Bildung und Technikbildung sowie ihrer Weiterentwicklung.

Ebenso werden die Aktivitäten der beteiligten Kinder und Jugendlichen empirisch erforscht.

Mit einem Design Based Research Ansatz werden didaktische Prototypen für die Bildungsarbeit entwickelt, evaluiert und aufgrund der Ergebnisse verändert. Das Institut entwickelt dazu ein Konzept qualitativer Forschungsmethoden. Die Ergebnisse werden fortlaufend an das Projekt rückgebunden, um im Sinne formativer Evaluation eine kontinuierliche Anpassung der didaktischen Konzepte zu ermöglichen.

Während das dem Projekt zugrunde liegende Konzept der handlungsorientierten Medienpädagogik gut etabliert ist, gibt es noch großen Forschungsbedarf bezüglich des Ansatzes der konstruierenden Auseinandersetzung mit Technik durch die angesprochenen Kinder sowie des Bildungspotenzials des Projekts.

Auf einen Blick

Kategorie Beschreibung
Forschungsprojekt Wissenschaftliche Begleitforschung zum Projekt „Kunst und Kabel: Konstruieren, programmieren und gestalten im FabLab für junge Leute“ 
Leitung Prof. Dr. Isabel Zorn 
Fakultät Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften 
Institut Institut für Medienforschung und Medienpädagogik (IMM) 
Beteiligte jfc Medienzentrum e.V. 
Projektpartner jfc Medienzentrum e.V. 
Laufzeit 09/2015 bis 12/2016 
Website
weiterführende Literatur Zorn, I. (2012). Konstruktionstätigkeit mit Digitalen Medien : eine qualitative Studie als Beitrag zur Medienbildung (1. Aufl., als Ms. gedr. ed.). Boizenburg: Hülsbusch.

Walter-Herrmann, J., Büching, C. (Eds.) (2013). FabLab – of machines, makers and inventors. Bielefeld: Transcript.

Zorn, I., Trappe, C., Stöckelmayr, K., Kohn, T., & Derndorfer, C. (2013).
Interessen und Kompetenzen fördern - Programmieren und kreatives Konstruieren. In M. Ebner & S. Schön (Eds.), L3T - Lernen und Lehren mit Technologien - Das E-Book 2013 (2 ed. pp. 445-454). Berlin: epubli. http://l3t.eu/homepage/dasbuch/ebook-2013/kapitel/lesen/o/id/142 . 

Das Projekt „FabLab mobil“ ist eine mobile Maker-Werkstatt zur Vermittlung eines selbstbestimmten und kreativen Umgangs mit Medientechnik an der Schnittstelle analog-digitaler Technik. In Form außerschulischer Medienarbeit werden in ganz Nordrhein-Westfalen Praxisprojekte angeboten, in denen den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen aktuelle State-of-the-Art Technologien zur Verfügung stehen (3D-Druck/-Scan, Microcontroller, Sensoren, analoge und digitale Eingabe-/Ausgabegeräte), um kreativ und selbständig eigene Technikprodukte zu konstruieren und produzieren.

Das jfc Medienzentrum e.V. ist ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und durch  pädagogische Aktionen, Beratung, Qualifizierung und Dienstleistung in allen Mediensparten sowie in Grundsatzfragen der Medienpädagogik bekannt als Fachstelle der Kinder- und Jugendmedienarbeit. Mit diesem praktischen Erfahrungsschatz und dem Institut für Medienforschung und Medienpädagogik (IMM) der Technischen Hochschule Köln kann nun in einem praxisbezogenen Forschungsprojekt die Entwicklung und Evaluierung von Vermittlungsmethoden und -settings vorgenommen werden.

Die zentrale Fragestellung dabei lautet: Worin liegt der Wert der Verknüpfung von kultureller Bildung mit Medien/Technik? Mittels qualitativer Forschungsmethoden wird das Konzept des FabLabs untersucht.
1) Wie verbessert Medienpädagogik im FabLab den selbstbestimmten Zugang zu Technik und  regt produktives, konstruierendes Medienhandeln an?
2) Inwiefern fördert das Setting, d.h. der Werkstattcharakter, spielerisches, forschendes und experimentelles Vorgehen?
3) Wie wird der Zugang für technikferne & kunstinteressierte bzw. technikinteressierte & kunstferne Teilnehmende durch das Einbinden von Technik in künstlerisch-gestalterische Zusammenhänge erleichtert?
4) Welchen Einfluss hat das FabLab mobil  auf den reflektierten, kritischen Umgang mit Technik?

Es wird ein medienpädagogisches Methodenrepertoire – begründet in der Verknüpfung medienpädagogischer Angebote, kultureller Bildung und Technikbildung in offenen Lernräumen für eine selbstbestimmten, kreativen Umgang mit Medientechnik – entwickelt, überprüft und publiziert werden. Mit qualitativen empirischen Methoden (teilnehmende Beobachtungen, Interviews, Gruppendiskussionen, Artefaktanalysen) wird das Projekt untersucht und ggf. im Verlauf aufgrund der rückfließenden Ergebnisse modifiziert werden.

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