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Bildungsräume in Kindheit und Familie

Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
TH Köln
Campus Südstadt
Ubierring 48, 50678 Köln

Arbeitsfelder und methodische Zugänge

Seit geraumer Zeit erfährt der Lebensabschnitt der frühen Kindheit unter der Perspektive „Bildung“ eine erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit. Die Ermöglichung und Förderung frühkindlicher Bildung gilt in der bildungs- und sozialpolitischen Diskussion als zukunftsträchtiges Investment, welches Bildungsungleichheit reduzieren und Kinder und Familien aus allen sozialen Schichten gesellschaftlich integrieren soll. Hierfür sind sowohl Familien, als auch öffentliche Angebote für Kinder und Familien dazu aufgefordert, Kinder bestmöglich in deren Bildungs- und Entwicklungsprozessen zu unterstützen. Eine zentrale Leitmaxime bildet dabei – auch unter dem Stichwort von „Inklusion“ – die Kooperation zwischen den jeweiligen Bildungsorten und Akteur*innen.

Wortwolke Arbeitsfelder und methodische Zugänge Forschungsschwerpunkt Bildungsräume in Kindheit und Familie
Arbeitsfelder und methodische Zugäng (Bild: D. Amirpur)
Die programmatischen Ansprüche an die Qualität dieser Bildungsräume der Kindheit sind ambivalent, da sie Teilhabe ermöglichen sollen, aber zugleich nicht nur tief in den Alltag von Kindern und Familien eingreifen, sondern auch die öffentlichen Bildungsinstitutionen zu erheblichen Veränderungen auffordern.

Der seit Wintersemester 2015/2016 sich im Aufbau befindende Forschungsschwerpunkt setzt kritisch-konstruktiv an diesem spezifischen Modell der Verräumlichung und Transformation von „Bildung“ und der damit verbundenen Aufgabenzuweisung an die jeweiligen Akteur*innen an und bringt empirisch-theoretisch fundierte Analysen und Alternativen in die Debatten ein. Der Forschungsschwerpunkt entwickelt diese in diversen Forschungs-, Praxis-, Evaluations- und Lehrforschungsprojekten.

Im Fokus der Projekte stehen sowohl private Orte als auch öffentliche Institutionen. Hierzu gehören neben Familien die kindheitspädagogischen Arbeitsfelder wie bspw. Kindertageseinrichtungen, Ganztagsschulen, Familienzentren und weitere professionelle Angebote der Familienbildung, die besonders Eltern adressieren, ebenso außerschulische, insbesondere ästhetische Bildungsangebote für Kinder. Die Arbeiten integrieren sowohl die Kinder als zentrale Akteure in und zwischen diesen Institutionen als auch Eltern, Professionelle und andere relevante Personen. Damit liegen die inklusionssensiblen und diskriminierungskritischen Arbeiten auf den Schnittstellen von pädagogischer Kindheits-, Familien-, Bildungs-, Professions- und Didaktikforschung und der damit verbundenen Theoriebildung.
Zum Forschungsteam „Bildungsräume in Kindheit und Familie“ gehören Wissenschaftler*innen des Instituts für Kindheit, Jugend, Familie und Erwachsene (KJFE). Die Forscher*innen arbeiten überwiegend mit qualitativen (insb. ethnografischen und biografischen) und phänomenologischen Methoden.

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