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Autonomieräume im Sozialstaat

Forschungsschwerpunkt an der TH Köln
Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
Campus Südstadt
Ubierring 48, 50678 Köln

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Prof. Dr. Sigrid Leitner

Prof. Dr. Sigrid Leitner

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Sozialpolitik und Sozialmanagement (ISSM)

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Sozialpolitikreform „von unten“

Im Zentrum dieses Verbundprojekts zur advokatorischen Interessenvertretung durch Soziale Arbeit stehen wichtige demokratietheoretische Fragen, wie und durch wen sozialpolitische Reformen initiiert und umgesetzt werden und wie Beteiligungsspielräume genutzt werden.

Sozialpolitische Reformen reagieren auf soziale Problemlagen und ihre gesellschaftlichen Herausforderungen. Dabei stellen sich wichtige demokratietheoretische Fragen: Wie und durch wen wird ein soziales Problem definiert und wie erhält dieses politische Aufmerksamkeit? Wer ist über welche Zugänge an der politischen Willensbildung und Politikformulierung beteiligt? Wie werden Handlungsspielräume bei der Umsetzung gesetzlicher Regelungen genutzt und kommt es tatsächlich zu einer adäquaten Problemlösung? Diese Fragen stehen im Zentrum des Verbundprojekts zur advokatorischen Interessenvertretung durch Soziale Arbeit.

Auf einen Blick

Kategorie Beschreibung
Forschungsprojekt Sozialpolitikreform „von unten“: Vertretung schwacher Interessen durch die Soziale Arbeit als Demokratisierung von Sozialpolitik? (DemSoz) 
Leitung Prof. Dr. Sigrid Leitner 
Fakultät Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften 
Institut Institut für Sozialpolitik und Sozialmanagement (ISSM) 
Projektpartner Prof. Dr. Simone Leiber, Universität Duisburg-Essen, Fakultät für Bildungswissenschaften, Arbeitsgruppe Sozialpolitik  Mehr
Fördermittelgeber Ministerium für Wissenschaft und Kunst NRW (Programmlinie Profilbildung 2020 NRW)  Mehr
Laufzeit 11/2021-10/2024 

Advokatorische Interessenvertretung durch Soziale Arbeit

Geplant sind fünf Teilforschungsprojekte, die inhaltlich miteinander verknüpft sind und zwei disziplinäre Perspektiven verbinden. Zum einen wird an das aus der Politikwissenschaft stammende Politikzyklusmodell angeknüpft und das politische Handeln von Akteur*innen Sozialer Arbeit, insbesondere der Wohlfahrtsverbände als Anwälte marginalisierter Interessen, fokussiert. Dabei werden insbesondere die Politikphasen Problemdefinition, Agenda Setting, Politikformulierung und Implementation untersucht. Zum anderen wird der aus der Wissenschaft der Sozialen Arbeit stammende Diskurs zum politischen Mandat innovativ weitergeführt, indem Akteur*innen der Sozialen Arbeit, die sich als Berufspolitiker*innen im Inneren des politischen Systems bewegen, in ihrer Rolle als Lobby für Interessen von Adressat*innen Sozialer Arbeit in den Blick genommen werden. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern Bedarfs- und Interessenlagen von erwerbsfähigen Langzeitarbeitslosen und ihren Familienangehörigen in sozialpolitische Reformprozesse in Bund, Land und Kommune eingebracht werden.

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