Abschlussarbeiten am ivwKöln
Praxisnah, fachlich detailliert und fachübergreifend: Nutzen Sie die Gelegenheit und verschaffen Sie sich einen Überblick über die besten Abschlussarbeiten unserer Studierenden am ivwKöln.
Für den erfolgreichen Abschluss des Studiums am ivwKöln bearbeiten die Studierenden innerhalb eines zeitlich begrenzten Rahmens praxisnah, fachlich detailliert und fachübergreifend relevante Themen im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten. Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über die Themen besonders guter Bachelor- und Masterarbeiten. Eine Kurzzusammenfassung (Abstract) zu den jeweiligen Abschlussarbeiten erhalten Sie durch ein Klick auf das „Plus“.
Möchten Sie mit unseren Studierenden gemeinsam ein für Sie relevantes Thema ausarbeiten? Dann sprechen Sie uns gerne an. Wir vermitteln Ihre Themen gerne an unsere Studierenden und die Professorinnen und Professoren des ivwKöln weiter.
2025
Digitalisierung von Antragsprozessen im Versicherungsvertrieb
Die vorliegende Bachelorarbeit widmet sich der Digitalisierung von Antragsprozessen im Versicherungsvertrieb und untersucht deren Potenziale sowie Herausforderungen aus der Perspektive von Versicherungsunternehmen, Vermittlern und Kunden. Ausgangspunkt ist die zunehmende Relevanz digitaler Antragsprozesse, die durch veränderte Kundenbedürfnisse und technologische Fortschritte zunehmend in den Fokus rücken.
Ziel der Arbeit ist es, bestehende Wissenslücken hinsichtlich der Akzeptanz, rechtlichen Rahmenbedingungen und technischen Anforderungen digitaler Prozesse zu schließen. Methodisch basiert die Untersuchung auf einer Kombination aus fundierter Literaturrecherche und qualitativer empirischer Forschung in Form von Experteninterviews. Diese ermöglichen praxisnahe Einblicke aus unterschiedlichen Perspektiven und verdeutlichen die Komplexität der digitalen Antragsprozesse im Versicherungsvertrieb. Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Prozesse insbesondere durch ihre Effizienz und Flexibilität
überzeugen. Gleichzeitig stellen sie hohe Anforderungen an die IT-Infrastruktur,
regulatorische Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit. Die Digitalisierung des Antragsprozesses ist dabei nicht nur eine technische, sondern auch eine strategische Transformation, die eine enge Zusammenarbeit zwischen Vertrieb, IT und Rechtsabteilung erfordert. Für Versicherungsunternehmen und Vermittler ergeben sich daraus weitreichende Chancen zur Steigerung ihrer Wettbe-werbsfähigkeit, während Kunden von mehr Transparenz und Komfort profitieren.
Digitalisierung als fundamentale Transformation des deutschen Versicherungsvertriebs
Diese vorliegende Bachelorarbeit kommt zu dem Schluss, dass die Digitalisierung eine fundamentale Transformation des deutschen Versicherungsvertriebs bewirkt und zu einem kundenzentrierten und datenbasierten und in Echtzeit gesteuerten Vertriebsmodell führt, das die bislang getrennten Kanäle integriert. Die veränderten Erwartungen der Kunden an Tempo, Transparenz und Bequemlichkeit stellen die wesentlichen Treiber dieser Entwicklung dar. Hinzu kommen leistungsfähige Datenanalyse, sowie Anwendungen „Künstlicher Intelligenz“ und neue Marktakteure wie InsurTechs und Vergleichsportale.
Versicherer reagieren auf die Herausforderung des digitalen Zeitalters, indem sie
persönliche Beratung und digitale Prozesse miteinander verknüpfen. Ziel ist die Schaffung konsistenter Kundenerlebnisse durch die End-to-End-Digitalisierung von Prozessen. Dies erfolgt mithilfe modularer Kernsysteme und Schnittstellen, die eine umfassendere Sicht auf den Kunden ermöglichen. Daraus entstehen Chancen für Effizienzsteigerung, schnellere Schadenbearbeitung, höhere Konversionsraten, bessere Kundenbindung und neue Erlösquellen, etwa durch situative Angebote und eingebettete Produkte.
Dem stehen Herausforderungen gegenüber, wie historisch gewachsene IT Landschaften, Medienbrüche, Qualifizierungsbedarf der Mitarbeitenden, Datenschutz und Informationssicherheit, sowie Kanalkonflikte und eine Abhängigkeit von großen Plattformen. Der europäische Regulierungsrahmen mit Produktaufsicht, Beratungspflichten und Governance wirkt über alle Kanäle hinweg, erhöht die Anforderungen an Steuerung und Compliance und stiftet zugleich Vertrauen. Es ergibt sich das Bild, dass diejenigen Unternehmen
gewinnen, die persönliche Beratung als Vertrauensanker erhalten, aber digitale Fähigkeiten konsequent ausbauen.
Entwicklung von InsurTech-Startups im deutschen Markt
In dieser Arbeit wird die Entwicklung von InsurTech-Startups im deutschen Markt in den letzten zehn Jahren analysiert. Ausgehend von der zunehmenden Digitalisierung und dem veränderten Kundenverhalten, wird untersucht, wie InsurTechs sich langfristig etablieren können und vor welchen Herausforderungen sie stehen. In dieser Arbeit wird einem qualitativ- deskriptiven Ansatz, der mit aktuellen Branchenberichten und wissenschaftlichen Publikationen kombiniert sowie mit Fallbeispielen gestützt wird, gefolgt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die InsurTechs von der Frühphase über die Wachstumsphase bis hin zu Konsolidierungs- und Kooperationsphase entwickelten. Vor allem
die Enabler, die technologische Lösungen für etablierte Versicherer anbieten, konnten sich durchsetzen, während Distributoren und Full Carrier mit stärkren Marktbarrieren konfrontiert sind. Ihr Erfolg wird maßgeblich von der Kapitalausstattung, Kooperationen mit etablierten Versicherern und der Fähigkeit, ihre Lösungen in bestehende Systeme zu implementieren, bestimmt. Hemmnisse ergeben sich durch regulatorische Anforderungen, hohe Akquisitionskosten und dem Aufbau von Vertrauen gegenüber Kunden.
Die Arbeit zeigt, dass InsurTechs weniger als Disruptoren, sondern als Partner und Innovationstreiber der digitalen Transformation der Versicherungsbranche agieren. Sie ermöglichen es Prozesse digitaler zu gestalten, neue Geschäftsmodelle und kundenzentrierte Lösungen zu entwickeln, stehen aber vor der Herausforderung sich langfristig zu behaupten.
Schlagwörter: InsurTech, Digitalisierung, Versicherungsmarkt, Geschäftsmodelle, Kooperationen,
Kundenverhalten, Innovation
Erfolgsfaktoren und Hürden von Direktversicherern beim Vertrieb von Berufsunfähigkeitsversicherungen an junge Akademiker (MSc)
Versicherungsabschlüsse sind in unserer digitalisierten Gesellschaft schon viele Jahre online möglich. Die Zahlen für Onlineabschlüsse von Berufsunfähigkeits-versicherungen liegen jedoch stark hinter denen anderer Versicherungsprodukte.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der zentralen Fragestellung und Forschungslücke, auf welche Art und Weise es Direktversicherern gelingt, komplexe Produkte wie die Berufsunfähigkeitsversicherung an junge Akademiker zu vertreiben. Anlässlich der steigenden Beliebtheit von Onlineabschlüssen und dem hohen Stellenwert der Berufsunfähigkeitsversicherung werden hier Erfolgsfaktoren und Hürden identifiziert. Im Anschluss werden daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Onlineversicherer abgeleitet.
Die Methodik der Arbeit basiert auf einer Kombination aus Primär- und Sekundärforschung. Die theoretische Grundlage wird dabei durch die Analyse von Sekundärquellen aus der Literatur geschaffen. Anschließend erfolgt eine Primärdatenerhebung durch eine Marktstudie zu drei Onlineversicherern (CosmosDirekt, HUK24, EUROPA Versicherung) und eine quantitative Umfrage unter 164 jungen Akademikern, um deren Präferenzen und Erfahrungen zu verstehen.
Als Handlungsempfehlungen werden eine Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit von Webseiten, Differenzierung durch innovative Produkte, das Stärken digitaler Beratung und das Verbessern der eingesetzten Kommunikationsmöglichkeiten vorgeschlagen. Die Umsetzung dieser Empfehlungen bietet Direktversicherern die Chance, junge Akademiker besser zu erreichen und den Onlinevertrieb von Berufsunfähigkeitsversicherungen und vergleichbar komplexen Produkten zu steigern. Gleichzeitig erhöht sich dadurch die Chance langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und den Wandel im Onlinevertrieb aktiv mitzugestalten.
Strategien von Industriemaklern zur Prävention und Absicherung von KI-bedingten Cyberrisiken in Industrieunternehmen
Industrieunternehmen setzen Künstliche Intelligenz (KI) ein, ihre Cyberrisiken verändern sich häufig schneller als ihre Versicherungen und Prozesse. Diese Arbeit untersucht, wie führende Industrieversicherungsmakler KI-bedingte Cyberrisiken präventiv steuern und absichern und wie Kunden diese Strategien bewerten. Methodisch basiert die Studie auf einer qualitativen Inhaltsanalyse von sechs Experteninterviews: zwei Industriemakler, drei Industrieunternehmen und ein Industrieversicherer (durchweg anonymisiert), ergänzt durch aktuelle Fachliteratur und Marktberichte. Die Ergebnisse sind: Vor dem Schaden verankern Makler KI-Governance und bereiten für das versicherungsseitige Underwriting. In der Absicherung setzen sie auf spartenübergreifende Programmarchitektur statt neuartige KI-Versicherungen: Deepfake-Risiken primär über Vertrauensschaden, IT-Sicherheitsverletzungen über Cyber. Wordings werden gezielt dort geschärft, wo Lücken bestehen, während viele Großkunden technologie-neutrale Auslöser bewusst bevorzugen und explizite „KI-Etiketten“ ablehnen. Innovationen jenseits der Bedingungsarbeit bleiben selektiv. Aus Kundensicht leisten Makler den größten Mehrwert durch Platzierung, Klarheit in Deckungs-Überschneidungen, Marktintelligenz. KI-Governance-Aufbau ist vor allem im Mittelstand gefragt. Die Versichererperspektive bestätigt derzeit wenige KI-spezifische Fragen im Neugeschäft und eine tolerierte, stille Mitdeckung (Silent AI) mit erwarteten Klarstellungen im Zeitverlauf. Der wissenschaftliche Beitrag der Arbeit liegt in einer evidenzgestützten Synthese aus Literatur und Praxis, aus der konkrete Handlungsfelder für Makler und Unternehmen abgeleitet werden. Grenzen liegen in der kleinen, nicht repräsentativen Stichprobe und der hohen Marktdynamik.
Risikomanagement-Strategien für produzierende Unternehmen angesichts steigender Cyber-Bedrohungen
Die fortschreitende Digitalisierung und die zunehmende Vernetzung industrieller Systeme führen zu einer wachsenden Bedrohungslage für produzierende Unternehmen. Neben klassischen Angriffsformen wie Ransomware oder Angriffe auf Lieferketten verschärfen insbesondere geopolitische Spannungen und der Einsatz generativer künstlicher Intelligenz das Risikopotenzial erheblich. Diese Arbeit untersucht, wie sich digitale Risiken in der Industrie wirksam identifizieren, bewerten und steuern lassen. Im Zentrum stehen technische und organisatorische Schutzmaßnahmen zur Stärkung der Cyberresilienz sowie eine Leitlinie für den Umgang mit einem Cybervorfall. Ergänzend wird die Rolle von Cyberversicherungen als Instrument zur finanziellen Absicherung und die regulatorischen Entwicklungen wie die NIS2-Richtlinie hinsichtlich ihrer praktischen Relevanz analysiert. Durch die Kombination aus wissenschaftlicher Literatur und qualitativen Interviews entsteht ein fundiertes Bild der aktuellen Herausforderungen und Handlungsoptionen. Zentrale Quellen bilden aktuelle Studien, Berichte von ENISA, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sowie Marktanalysen und regulatorische Dokumente. Die Arbeit leitet daraus praxisnahe Empfehlungen ab, und bietet produzierenden Unternehmen einen strukturierten Orientierungsrahmen für eine ganzheitliche Sicherheitsstrategie im Spannungsfeld von Digitalisierung, Regulatorik und globaler Bedrohungslage.
Captives als alternative Risikofinanzierung – Die strategische Bedeutung der Standortwahl
Industrieunternehmen sehen sich zunehmend verschärften Bedingungen auf dem Versicherungsmarkt gegenüber. Steigende Prämien, begrenzte Deckungskapazitäten und strengere Anforderungen führen dazu, dass viele Unternehmen nach alternativen Wegen der Risikotragung und -finanzierung suchen. Eine wachsende Zahl entscheidet sich daher für die Gründung einer firmeneigenen Versicherungsgesellschaft – einer sogenannten Captive. Obwohl dieses Modell zahlreiche Vorteile bietet, ist die Umsetzung mit erheblichem Aufwand verbunden. Unternehmen stehen vor einer Vielzahl komplexer Entscheidungen, angefangen bei der Wahl der geeigneten Captive-Struktur bis hin zur Auswahl des optimalen Standorts. Besonders die Standortwahl stellt einen strategisch wichtigen Aspekt dar, da sie weitreichende Auswirkungen auf regulatorische Anforderungen, steuerliche Rahmenbedingungen und die operative Effizienz hat. Auffällig ist, dass viele Unternehmen ihre Captive nicht im Heimatland – etwa Deutschland – gründen, selbst wenn sich dort der Hauptsitz des Mutterunternehmens befindet. Stattdessen entscheiden sie sich gezielt für alternative internationale Standorte, die strategische Vorteile bieten. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Forschungsfrage: „Welche strategischen, regulatorischen und operativen Faktoren beeinflussen die Standortwahl von Captives in Industrieunternehmen?“. Die Auswertung der Experteninterviews sowie der einschlägigen Literatur verdeutlicht, dass Unternehmen Captives in erster Linie gründen, um Versicherungskosten zu senken, schwer versicherbare Risiken eigenständig zu decken und zugleich eine größere Kontrolle über das eigene Risikomanagement zu erlangen. Darüber hinaus zeigt sich, dass die Standortwahl von einer Vielzahl an Faktoren beeinflusst wird. Besonders maßgeblich sind hierbei die regulatorischen Rahmenbedingungen, steuerliche Auswirkungen sowie operative Gesichtspunkte. Die Entscheidung für ein bestimmtes Domizil ist somit nicht allein eine Frage der geografischen Lage, sondern hat weitreichende Konsequenzen und erfordert eine sorgfältige strategische Abwägung.
Gestaltungsoptionen einer gesamteuropäischen Strategie zur Absicherung gegen Naturgefahren
Die Zunahme klimabedingter Naturkatastrophen stellt die Europäische Union vor erhebliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen. Parallel zur wachsenden Häufigkeit und Intensität von Extremereignissen nimmt die Versicherungslücke kontinuierlich zu, sodass ein Großteil der Schäden nicht abgesichert ist. Dies birgt Risiken für die wirtschaftliche Resilienz, die Stabilität des Finanzsystems sowie die fiskalische Handlungsfähigkeit der Mitgliedstaaten. Ziel dieser Arbeit ist die Analyse und Bewertung möglicher Gestaltungsoptionen für eine gesamteuropäische Strategie zur Absicherung gegen Naturgefahren. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob der von der EIOPA zusammen mit der Europäischen Zentralbank entwickelte Vorschlag eine geeignete Grundlage darstellen kann oder ob alternative internationale Modelle, wie die japanische Erdbebenversicherung, das französische Naturgefahrensystem oder die Caribbean Catastrophe Risk Insurance Facility (CCRIF), vorteilhafter erscheinen. Die Untersuchung erfolgt auf Basis einer Nutzwertanalyse, welche die Kriterien Popularität, Vereinbarkeit mit bestehenden Versicherungsmärkten, Entlastung und Sicherheit, Langfristigkeit sowie Risikominderung berücksichtigt und die Systeme systematisch entlang zentraler Strukturmerkmale vergleicht. Die Ergebnisse zeigen, dass die CCRIF zwar die höchste Gesamtbewertung erzielt hat, der EIOPA-Vorschlag jedoch bei isolierter Betrachtung der Säule zur Versicherung privaten Eigentums noch besser abschneidet. Gleichwohl lassen sich aus den Facetten der nationalen Modelle wichtige Erkenntnisse ableiten. So wird im Falle der CCRIF deutlich, dass in einem übernationalen System insbesondere Kommunikation und Verlässlichkeit zentrale Erfolgsfaktoren darstellen. Das französische System gibt Impulse im Hinblick auf Solidarität und Fairness, während das japanische System verdeutlicht, wie eine Begrenzung von Schadenzahlungen zur Wahrung von Stabilität beitragen kann. Zugleich sollten einzelne Elemente des EIOPA-Vorschlags kritisch weitergedacht werden, insbesondere verpflichtende Komponenten, deren Chancen und Risiken sorgfältig abgewogen werden müssen.
2024
How does the emergence of artificial intelligence affect risk assessment in cyber underwriting? – An analysis from an insurer’s perspective
Artificial Intelligence has reached new levels of application in business operations and plays an important role in today’s cyber security landscape. At the same time these technologies enable criminals to sophisticate and automate their attacks. Despite well-functioning defense mechanisms against several Cyber threats, organizations still fear to get hit by Cyber-attacks that cause business interruptions, which are hard to recover from. As a result, the market for Cyber insurance not only in Germany has seen a tremendous growth over the last years and is expected to continue doing so. This thesis analyzes the impact AI has on risk assessment in Cyber underwriting from an insurer’s perspective. AI technologies became popular in the last years as providers of these systems made them accessible for millions of people. To harmonize the ethical use of AI, the European Union established guidelines in its EU Artificial Intelligence Act followed by insurance supervisory authorities and associations such as EIOPA and BaFin. These frameworks advise insurance companies on how to deploy AI in their business processes to prevent adverse decision-making. Cyber insurers deploy AI very differently. Some use it for automating processes in the background, some use it to support human decision-making and others, especially newly founded carriers or managing general authorities base their underwriting decision on it. Risk assessment from the insurer’s perspective counterintuitively does not only contain their standpoint, the client’s view and the regulatory landscape also play a crucial role as they directly affect underwriting practice. The insurer’s view and the client’s exposure to Cyber risks are directly linked to each other. Clients face various challenges due to AI, as never seen threats like deepfakes emerge and can cause millions in financial losses for organizations. Coverage for these types of risks depends on the design of the policy but despite expected increase in frequency and severity insurers generally have AI enabled claims covered in their policy. Whether this will change in the future remains uncertain. As there is no reliably measurable impact of AI related to Cyber insurance policies. Today, AI technologies already play a crucial role in the underwriting practice, they are used to support processes on the insurer’s side and keep the insurer’s aware of new risks on the client side, which is reflected in their daily business operations.
Auswirkungen von innovativen Technologien in der nachhaltigen Luftfahrt auf das Risikomanagement eines Luftfahrtversicherers
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen innovativer Technologien in der nachhaltigen Luftfahrt auf das Risikomanagement von Luftfahrtversicherern. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welche neuen Risiken und Chancen bringen nachhaltige Technologien mit sich, und wie sollten Luftfahrtversicherer diese in ihrem Risikomanagement berücksichtigen? Im Fokus der Untersuchung stehen Sustainable Aviation Fuels (SAFs), grüner Wasserstoff, Elektroflugzeuge und Carbon Offsetting. Anhand von Experteninterviews und einer umfassenden Literaturrecherche werden Stärken, Schwächen, Risiken und Chancen analysiert. Die Analysen zeigen, dass nachhaltige Technologien in der Luftfahrt sowohl Ansätze zur klimaneutralen Luftfahrt bieten als auch neue Herausforderungen mit sich bringen. Der Einsatz von Sustainable Aviation Fuels und grünem Wasserstoff kann zwar die Emissionen der Luftfahrt reduzieren, aber die Implementierung und die Gewinnung sind sehr kostspielig. Elektroflugzeuge bringen Chancen zur Wendung der Luftfahrt mit sich, aber die Reichweite ist derzeit auf Kurzstreckenflüge begrenzt. Carbon Offsetting eröffnet zwar Chancen zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks, erfordert jedoch eine genaue Überprüfung der Umweltwirkungen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Ein praktisches Beispiel wird durch die Analyse, der Quotierung und des Risikomanagements eines Elektroflugzeugs veranschaulicht. Die gewonnenen Erkenntnisse führen zu einer Übersicht der Chancen und Risiken für Luftfahrtversicherer, um ihr Risikomanagement und die Prämien an die neuen technologischen Entwicklungen anzupassen. Diese Arbeit leistet einen Beitrag zum besseren Verständnis des Einsatzes nachhaltiger Luftfahrttechnologien und die Arbeit eines Luftfahrtversicherers in einer sich wandelnden Industrie.
Herausforderungen für die Transportversicherung durch den Transport von Lithium-Ionen-Batterien
Motivation für diese Arbeit sind die Herausforderungen beim Transport von Lithium-Ionen-Batterien aus Sicht der Transportversicherung. Ein sehr bekanntes Risiko ist die vermeintliche Brandgefahr beim Transport von diesen Batterien. Dies liegt unter anderem an den veralteten Brandschutzkonzepten auf den Frachtschiffen. Die Brandschutzkonzepte wurden seit 50 Jahren nicht aktualisiert und so können „die herkömmlichen Löschanlagen auf Schiffen […] einen Brand von Lithium-Ionen-Akkus nicht löschen.“ Durch den veralteten Brandschutz ist das Risiko eines Brandes allgemein eine der größten Sicherheitsbedenken in der Transportbranche. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Großbränden auf Schiffen, die auch zum kompletten Abbrennen der transportierten Güter oder zum Untergang des gesamten Schiffes geführt haben. Versicherer fordern schon länger neue Feuerlösch- und Präventionssysteme. Beispielsweise brannte im Juli 2023 der Autofrachter „Fremantle Highway“ in der Nordsee, Grund dafür soll eine Lithium-Ionen-Batterie eines E-Autos gewesen sein. Es ist bis heute nicht nachgewiesen, dass ein neues E-Auto auf einem Autofrachter ein Feuer ausgelöst hat, allerdings benötigt man andere Methoden, um ein solches Feuer zu löschen. Kapitän Uwe-Peter Schieder sagt „Elektroautos [brennen] nicht öfter als Verbrenner. Aber sie brennen anders.“ Aus diesem Grund wird in dieser Arbeit die folgende Forschungsfrage beleuchtet: „Wie beeinflussen die neuen Technologien zur Bekämpfung des Brandrisikos die Herausforderungen der Transportversicherungsbranche beim Schifftransport von Lithium-Ionen-Batterien?“. Diese Frage wird in der folgenden Arbeit auf Basis einer Literaturrecherche und der Durchführung von fünf Experteninterviews beantwortet. Es wurde auf eine breitgefächerte Auswahl bei den Interviewpartnern geachtet, um einen breiten Blick auf die Schadenprävention und Risikoanalyse darstellen zu können. Aus dieser Forschung resultiert folgendes Ergebnis: Diese Arbeit wird abschließen zeigen, dass viele der Technologien heute noch getestet werden und somit noch nicht gesagt werden kann, welches Risiko sie mit sich bringen. Die Technologien werden heute noch selten genutzt, somit beeinflussen sie die Transportversicherung nur wenig. Die Sicherheitsstandards an Bord sind durch die geltenden Vorschriften beeinflusst und nur das kann als Grundlage vorausgesetzt werden. Jedoch wünschen sich viele Beteiligte, auch in Bezug auf ältere Batterien, mehr Anforderungen an das Handling der Batterien und auch eine Möglichkeit, das Risiko besser einschätzen zu können.
Grünes Markenimage: Durch Nachhaltigkeit und Umweltschutz zum neuen Image für Versicherungsunternehmen? (MSc)
Vor dem Hintergrund des Klimawandels gehören Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu den wichtigsten Themen in der Bevölkerung.1 Immer mehr Unternehmen positionieren sich daher in der Öffentlichkeit über nachhaltige Inhalte, um den Anforderungen ihrer Kunden gerecht zu werden. Auch in der Versicherungsbranche werden Imagekampagnen rundum Nachhaltigkeit und Umweltschutz sichtbar.2 Sie zielen darauf ab, das Markenimage der Versicherer in ein grünes Licht zu rücken.
Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Frage: Welchen Einfluss haben Markenkampagnen mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz auf das Markenimage von Versicherern? Ziel ist es, eine erste Indikation hinsichtlich des grünen Markenimages von Versicherungsunternehmen zu geben und damit weitere Forschung in diesem Themengebiet anzustoßen.
Hierzu wurden im ersten Schritt durch literaturgestützte Recherche die Bereiche Markenführung und Nachhaltigkeit aus theoretischer Sicht dargestellt. Aus der Theorie und der aktuellen Relevanz beider Themen erfolgte jeweils ein Übertrag auf die Versicherungsbranche. Anknüpfend daran wurde sich der Fragestellung mit Hilfe von explorativer Forschung angenähert. Als Erhebungsverfahren dienten qualitative Befragungen mit zehn potenziellen Versicherungskunden, um die externe Sicht auf Versicherungsmarken zu beleuchten. Die Ergebnisse der Interviews wurden entlang der Anforderungen an eine erfolgreiche Markenpositionierung analysiert und ausgewertet.
Diese Auswertungen zeigen, dass Versicherungskunden aktuell kein Bewusstsein für die Nachhaltigkeitsbemühungen von Versicherungsunternehmen haben und der Einfluss auf das Markenimage über entsprechende Kampagnen daher gering ausfällt. Die fehlende Verbindung zwischen den Bereichen Versicherung und Nachhaltigkeit stellt eine zentrale Hürde für die grüne Markenpositionierung dar.
Aus den Ergebnissen lässt sich die Notwendigkeit einer transparenten und verständlichen Nachhaltigkeitskommunikation von Versicherungsunternehmen in Kundenrichtung ableiten.
1 Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) (2023): Umweltbewusstsein in Deutschland 2022, S. 19 ff.
2 Vgl. Gothaer Konzern: Imagekampagne „Zukunft wird aus Mut gemacht“; AXA Deutschland: Kampagne und Werbefilm „AXA für Morgen“; Zurich Gruppe Deutschland: „Planet Hero Award“.
Herausforderungen und Chancen der Repositionierung der Marke Provinzial
Der Provinzial Konzern ist fusioniert und hat im Zuge dessen seine Marke im Jahr 2020/2021 repositioniert. Die Provinzial Marke, die vor allem auf traditionelle Regionalität und Nähe setzt, möchte sich zusätzlich über eine Markenausrichtung der Dimension „Mehr Leichtigkeit“ von anderen Versicherern differenzieren und vor allem neue junge Kunden gezielter ansprechen. Es stellt sich die Frage, wie dieses Versprechen von der Provinzial an den Kunden vermittelt wird.
Diese Arbeit umfasst daher die Fragestellung, welche Herausforderungen und Chancen sich durch die Repositionierung für die Marke Provinzial in Hinblick auf die Etablierung des Nutzenversprechens von „Mehr Leichtigkeit“ ergeben. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Herausforderungen herauszuarbeiten und durch begründete Handlungsempfehlungen zu reduzieren. Die Chancen, die aus der Repositionierung resultieren, sollen dabei aufgezeigt, und ins Verhältnis mit den Herausforderungen gesetzt werden.
Um dies zu erreichen, wird eine dreifache Empirik verwendet, die sowohl die Hintergründe des Repositionierungsprozesses beleuchtet als auch den Stand der aktuellen Etablierung hinterfragt. Damit sowohl qualitativ wertvolle Eindrücke analysiert als diese letztlich auch repräsentativ auf den Konzern übertragen werden können, wird sowohl qualitativ als auch quantitativ geforscht.
Durch diese Forschungsmethodik konnte festgestellt werden, dass sich die Provinzial durch ihre Repositionierung einen Wettbewerbsvorteil sichern kann, und besonders junge Kunden mittels einer emotionalen Komponente nachhaltig anspricht und bindet. Jedoch ist die vollständige Markenauthentizität noch nicht erreicht, da der Großteil der Mitarbeiter das Nutzenversprechen nicht an den Kunden vermittelt und nur die Hälfte dieses überhaupt kennt. Dadurch zeigt sich, dass der Positionierungsprozess in der Theorie zwar stringent abläuft, die Etablierung in die Praxis allerdings viel Zeit und strategische interne Markenkommunikation benötigt.
Keywords: Markenpositionierung, Markenrepositionierung, Provinzial, identitätsbasierte Markenführung
2023
Open Innovation: Der Kunde als Entwicklungspartner für Versicherungsunternehmen (MSc)
Im Rahmen dieser Masterarbeit wird der Ansatz von Open Innovation vorgestellt. Hierbei soll dies vor allem auf die Co-Creation mit Kunden eingegrenzt werden. Das Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, in welcher Form der Kunde als Entwicklungspartner für Versicherungsunternehmen agieren kann.
Viele Versicherungsunternehmen streben einen Ausrichtungswechsel von einer Produktzentrierung zu einer Kundenzentrierung an. Produkte und Services sollen aus Kundensicht gedacht werden. Zwangsläufig kommt hierbei die Frage auf, ob die Vertretung der Kundensicht ausreicht, oder ob noch einen Schritt weitergedacht werden muss. Sollten Kunden aktiv in die Innovationsprozesse von Versicherungsunternehmen einbezogen werden?
Ziel ist es, diese Fragen zu beantworten und vor allem eine Ausgestaltung eines Innovationsprozess in Rahmen von Open Innovation zwischen Kunden und Versicherungsunternehmen zu entwickeln. Dabei soll der zentrale Faktor, ob Kunden überhaupt Interesse haben in einen derartig kollaborativen Prozess mit Versicherungsunternehmen zu treten, intensiv untersucht werden.
Mithilfe von sekundärer Recherche sowohl innerhalb der Versicherungsbranche als auch in fremden Branchen sollen relevante Erkenntnisse bezüglich der Ausgestaltung eines Co-Creation-Prozesses mit Kunden erarbeitet werden. Im Rahmen von qualitativen Interviews werden diese Erkenntnisse durch tatsächliche Kundenstimmen ergänzt. Primärstand hier die Untersuchung der Bereitschaft von Kunden an einem derartigen Prozess teilzunehmen im Fokus.
Die Untersuchungen ergaben, dass Kunden, entgegen der Erwartungen, Interesse an einem Co-Creation-Prozess mit Versicherungsunternehmen haben und zudem der Überzeugung sind, dass ein solcher Prozess ihre Bindung stärken könnte. Dies bietet für Versicherungsunternehmen, die bereits Co-Creation-Prozesse mit anderen externen Partnern gestalten, interessante Möglichkeiten zur Öffnung der Innovationsprozesse gegenüber von Kunden.
2022
Die Bedeutung von Nachhaltigkeit (ESG) für die Strategie der Funktionsbereiche "Finanzen" und "IT" von Versicherungsunternehmen
Unsere heutige Gesellschaft befasst sich intensiv mit dem Klimawandel, da die damit einhergehenden Folgen die gesamte Menschheit betreffen. Mit zunehmender Dringlichkeit werden Maßnahmen nötig, um die CO2-Emissionen zu verringern bzw. den weiteren Temperaturanstieg zu stoppen.
Die Bachelorarbeit befasst sich daher mit der Bedeutung von Nachhaltigkeit (ESG) für die Strategie der Funktionsbereiche „IT“ und „Finanzen“ von Versicherungsunternehmen. Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die Bedeutung von Nachhaltigkeit herauszustellen und damit zusammenhängend konkrete Handlungsempfehlungen für die Strategie der beiden Funktionsbereiche zu erarbeiten.
Nachhaltigkeit ist für Versicherungsunternehmen von elementarer Bedeutung, denn sie sind durch ihr Versicherungsgeschäft direkt vom Klimawandel betroffen. Auch der neue gesetzliche Rahmen, u.a. die neue Nachhaltigkeitsberichtspflicht und IDD, führt dazu, dass sich Versicherungsunternehmen zwangsläufig mit Nachhaltigkeit beschäftigen müssen. Nachhaltigkeit ist somit ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie und gilt demzufolge auch in den Funktionalstrategien umzusetzen. Die Arbeit fokussiert sich auf die Finanz- und IT-Bereiche von Versicherungsunternehmen, da sie eine besonders wichtige Rolle für Versicherer spielen. Ohne sie wären die Prozesse und die langfristige Absicherung von Risiken nicht möglich. Aber auch beim Thema Nachhaltigkeit haben sie eine herausgehobene Rolle durch die Möglichkeit von nachhaltigen Kapitalanlagen, einer energieeffizienten Green-IT und der nachhaltigen Nutzung von Technologie bzw. Hardware im Sinne der Kreislaufwirtschaft.
Der erste Teil der Bachelorarbeit beruht auf einer literaturgestützten Recherche. Nachfolgend wird mithilfe einer PESTEL-Analyse und einer Analyse des Versicherungsmarktes in Bezug auf Nachhaltigkeit das aktuelle Umfeld von Versicherungsunternehmen beschrieben. Die daraus resultierenden Erkenntnisse werden auf die Strategie der beiden Funktionsbereiche angewendet. Zudem werden Greenwashing und Probleme durch Konflikte innerhalb des ESG-Ansatzes in der Arbeit aufgegriffen.
Vor 2021
Assistance-Leistungen in der Cyberversicherung – Ein Vergleich präventiver und reaktiver Maßnahmen
Durch die digitale Entwicklung nimmt das Cyberrisiko, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), zu. Ein Grund hierfür liegt in der niedrigeren Absicherung, bedingt durch fehlendes Budget und entsprechende IT-Abteilungen. Im Rahmen des Risikotransfers durch eine Cyberversicherung legen die KMU einen besonderen Wert auf Assistance-Leistungen. Begründet wird dies durch die erforderliche Unterstützung bei einem Cyberschaden. Die vielseitigen Möglichkeiten von präventiven und reaktiven Assistance-Leistungen stellen für Cyberversicherer ein Problem dar, weil sie aufgrund von mehreren Faktoren meist nicht das gesamte Portfolio anbieten können. Aus diesem Grund untersucht diese Arbeit die unterschiedliche Bedeutung der Assistance-Leistungen in der Cyberversicherung für den Versicherer anhand eines Vergleichs. Aufgrund des Vergleichsaspekts wird als Forschungsmethode die Literaturanalyse verwendet. Die Datenbasis bilden die Assistance-Leistungen von deutschen, österreichischen sowie schweizerischen Cyberversicherern. Im Rahmen der Arbeit werden die ermittelten Assistance-Leistungen in präventive sowie reaktive Maßnahmen eingeteilt und anhand von Kriterien miteinander verglichen. Darüber hinaus werden die Haftungsaspekte für den Versicherer aufgrund fehlerhafter Assistance-Leistungen analysiert. Im Ergebnis nehmen die reaktiven Assistance-Leistungen für den Cyberversicherer eine größere Bedeutung ein, da sie einen größeren Nutzen darstellen könnten. Innerhalb dieser Kategorie hat die Servicehotline als Assistance-Leistung den größten Nutzen für den Cyberversicherer. Darüber hinaus konnte festgestellt werden, dass die präventiven Assistance-Leistungen gut dafür geeignet sind, um sich vom Wettbewerb zu differenzieren. Es wurden keine Unterschiede hinsichtlich der Haftung bei fehlerhaften Assistance-Leistungen zwischen reaktiven und präventiven Maßnahmen festgestellt.
Die Bedeutung der Leistungsregulierung für die Kundenzufriedenheit in Versicherungsunternehmen
Kundenzufriedenheit ist für Dienstleistungsunternehmen wie Versicherungsgesellschaften ein unverzichtbares Element einer langfristigen Geschäftsbeziehung. Ein gesättigter Versicherungsmarkt stellt Herausforderungen für die Neukundenakquisition dar, wodurch das Halten bestehender Kunden an Bedeutung gewinnt. Die Messung von Kundenzufriedenheit und die daraus resultierenden Handlungen von Unternehmen stellen daher eine hohe Bedeutung für das unternehmerische Bestehen dar. Mit dieser Arbeit werden zwei Fragen intensiv thematisiert und Vorschläge zur Beantwortung und Lösung entworfen:
- Was können Versicherungsunternehmen tun, um Kunden zufrieden zu stellen?
- Welche Rolle spielt dabei die Leistungsregulierung im Hinblick auf die Zufriedenheit der Kunden?
Versicherungsunternehmen stehen im Vergleich mit anderen Unternehmen schon durch ein unsichtbares und für den Kunden kaum wahrnehmbares Produkt vor Herausforderungen. Um diese Herausforderungen genauer darzustellen und darauf aufbauend Lösungsansätze für verbesserte Kundenzufriedenheit zu erstellen, wird neben der Analyse und Behandlung bestehender Literatur zu diesen Themen auf drei selbst durchgeführte Befragungen Bezug genommen. Es wurden neben Experten der Schadenregulierung und des Marketings eines Versicherungsunternehmens auch mittels einer Online-Befragung Versicherungsnehmer verschiedener Versicherungsunternehmen zu dem Thema Kundenzufriedenheit befragt. Es stellt sich heraus, dass die Leistungsregulierung mitunter die wichtigste Funktion zur Sicherstellung von Kundenzufriedenheit für ein Versicherungsunternehmen darstellt. Sie birgt jedoch bei mangelhafter Durchführung das Risiko von Unzufriedenheit. Um Kunden zufrieden zu stellen, ist es daher wichtig, ihnen die Bedeutung einer Versicherung und ihres abgeschlossenen Versicherungsproduktes aufzuzeigen und darzustellen, dass der Versicherer als Vertragspartner auf ihrer Seite steht. Die Erfahrungen und Leistungen, die Versicherungsnehmer mit digitalen Anbietern sammeln und erleben, müssen dazu in das Erlebnis mit einem Versicherungsprodukt integriert werden. Kundenzufriedenheit zu erzeugen oder zu erhöhen ist kein einfacher Prozess; er benötigt Sorgfalt und Voraussicht. Sofern Versicherungsunternehmen dies berücksichtigen, können auf lange Sicht bestehende Kunden weiter gebunden und neue Kunden akquiriert werden, wodurch sich das Unternehmenswachstum vergrößern lässt.
Nutzung von Community Management für den Versicherungsvertrieb
Unternehmen versuchen durch die globale Vernetzung unserer Gesellschaft dem Wandel des Kommunikationsverhaltens zu begegnen. Communities, verkörpert durch soziale Netzwerke, bilden das Fundament, um dieser veränderten Kommunikationsstruktur gerecht zu werden. Demnach wird dem Community Management innerhalb des Versicherungsvertriebs eine hohe Bedeutung zugesprochen. Communities bieten die Chance den Kontakt zu potenziellen Kunden aufzubauen und sie an das Unternehmen zu binden. Damit ein Mehrwert für das Unternehmen entstehen kann, ist ein Team erforderlich, welches durch ansprechende Beiträge den Dialog zur Community findet. Das Ziel dieser Forschung ist es zu bestimmen, wie das Community Management im Versicherungsvertrieb genutzt werden kann. Dazu wird die Frage beantwortet, wie es der Versicherungsvertrieb schafft, mit Hilfe des Community Managements Neukunden zu gewinnen und zu binden. Darüber hinaus soll in dieser Arbeit beleuchtet werden, wie Versicherungsunternehmen das Community Management anwenden und wie sie dabei von anderen Branchen profitieren können. Außerdem wird der Frage nachgegangen, ob das Influencer-Marketing ein Weg sein kann, um Kunden anzusprechen. Um diese Forschungsfragen zu beantworten, wurde eine Literaturrecherche auf Basis von Sekundärquellen durchgeführt. Neben der Literaturrecherche wurden empirisch Daten in Form von qualitativen Experteninterviews erhoben. Des Weiteren erfolgte die Beobachtung des Community Managements von sechs Versicherungsunternehmen. Abschließend fand die Best Practice Methode Anwendung. Das Community Management ermöglicht dem Versicherungsvertrieb Neukunden zu gewinnen und sie zu binden, indem die sozialen Netzwerke nicht als Vertriebsplattform betrachtet werden. Es gilt sich als einen authentischen und kompetenten Ansprechpartner zu etablieren sowie den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Dies gelingt dem Unternehmen durch ein Community Management, welches mit seinen Beiträgen indirekte Denkanstöße über die eigene Absicherung in Verbindung mit dem Thema Gesundheit sowie regionale Ereignisse vermittelt. Jedoch eignet sich das Community Management vornehmlich zur Kundenbindung, anstatt zur Gewinnung von Neukunden.In der gegenwärtigen Versicherungsbranche stützt sich das Community Management auf Impulse zur Absicherung oder auf Themen wie Gesundheit und Personalrecruiting, ohne dass direkte Produktwerbung platziert wird. Dabei können Versicherungsunternehmen aus anderen Branchen hinsichtlich eines außerordentlich aktiven Community Managements in Verbindung mit unterhaltsamen Inhalten profitieren. Das Influencer-Marketing bietet dem Versicherungsvertrieb einen Weg, um Kunden anzusprechen. Eine solche Maßnahme kann begleitend eingesetzt werden, um die Reichweite und den Vertrauensvorschuss der Influencer für sich zu nutzen. Somit kristallisiert sich das Community Management als ein elementarer Baustein im Versicherungsvertrieb. Um die Nutzer zu erreichen, gilt es, das Community Management ernst zu nehmen und auszubauen. Ein professionelles Management ist hierfür unabdingbar.
Bildungserfolg im europäischen Vergleich
Ziel dieser Arbeit war es, die Qualität der Schulsysteme ausgewählter europäischer Länder zu vergleichen. Zunächst wurde analysiert, welche Faktoren Einfluss auf den Bildungserfolg haben. Dazu wurden unterschiedliche Eingangsparameter, wie z.B. die Höhe der Bildungsausgaben oder die Klassengröße, mit dem Bildungserfolg, gemessen durch die PISA-Ergebnisse, verglichen. Im zweiten Schritt wurde der Einfluss des Bildungserfolgs auf die Volkswirtschaft untersucht. Dazu wurden die PISA-Ergebnisse und die Bildungsergebnisse, repräsentiert durch z.B. das BIP pro Kopf oder den Akademikeranteil, gegenübergestellt. Diese beiden Gegenüberstellungen erfolgten durch eine lineare Regressionsanalyse. Analysiert wurden die Jahre 2009, 2012 und 2015. Die Werte entstammen größtenteils den jährlichen Berichten der OECD. Zwischen den ausgewählten Eingangsparametern und den PISA-Ergebnissen konnten keine signifikanten Zusammenhänge festgestellt werden. Sowohl bei Betrachtung der absoluten Werte als auch bei Betrachtung der Ränge, konnten keine signifikanten Korrelationen bestimmt werden. Bei der Gegenüberstellung des Bildungserfolgs und der Bildungsergebnisse konnten signifikante Zusammenhänge zwischen den PISA-Ergebnissen und dem Akademikeranteil festgestellt werden. Die Länder, die hohe PISA-Punktzahlen erreichten, zeigten einen höheren Akademikeranteil. Auch zwischen den PISA-Ergebnissen und dem relativen Einkommen derer, die nur einen Abschluss unterhalb des Sekundarbereichs 2 erworben haben, besteht eine Korrelation. Schüler mit guten PISA-Ergebnissen können Einkommensverluste durch fehlende Bildungsabschlüsse besser auffangen. Insgesamt konnte nicht festgestellt werden, durch welche Faktoren die PISA-Ergebnisse beeinflusst werden. Einen Einfluss des Bildungserfolgs auf den weiteren Bildungsweg der Schüler konnte jedoch festgestellt werden.
Die GDV Nachwuchsinitiative „werde #Insurancer“ zur Gewinnung von Versicherungsvermittlern auf dem Prüfstand
Seit Jahren sind die Zahlen der Versicherungsvermittler rückläufig, daraus resultiert ein Nachwuchsproblem beim Versicherungsvertrieb. Im Juni 2020 lag die Zahl der Registrierungen von Versicherungsvermittlern auf dem niedrigsten Wert seit Einführung der Registerpflicht 2007. Um diesem Schwund und dem schlechten Image der Branche entgegenzuwirken, hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft die Nachwuchsinitiative „Werde #Insurancer“ ins Leben gerufen. Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Initiative eine geeignete Maßnahme zur Rekrutierung von Mitgliedern der Generationen Y und Z ist. Da die Frage nach der Motivation zur Entscheidung von jungen Erwachsenen für einen Beruf in der Versicherungsbranche noch nicht ausreichend erforscht ist, soll diese Lücke bezogen auf die Initiative des GDV durch die vorliegende Arbeit geschlossen werden. Es wurde eine explorative Befragung durchgeführt, welche die Einflüsse auf die Berufswahl der Generationen Y und Z im Hinblick auf die Versicherungsbranche untersuchen. Weiterhin wurden die Präferenzen der Bewerbung in Sozialen Medien durch Influencer und der Bewerbung von Berufen durch Versicherungsunternehmen erforscht. Schließlich wurde ein Interesse der Befragten daran, Teil der Initiative „Werde #Insurancer“ und damit selbst Insurancer zu werden, erfragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Interviewten die Versicherungsbranche als Arbeitgeber nicht attraktiv finden und als Berufswahl für sich ausschließen. Die Befragten sind nur vereinzelt daran interessiert, den Beruf des Insurancers zu ergreifen. Im Ergebnis kann die Befragung nicht bestätigen, dass die Initiative des GDV eine geeignete Maßnahme zur Rekrutierung der Generationen Y und Z ist, um dem Vermittlerschwund entgegenzuwirken. Es sind somit andere Mittel zu finden, die das Image der Versicherungsbranche und der Versicherungsvermittler verbessern und den Trend des anhaltenden Vermittlerschwundes bremsen und ggf. umkehren können.
Unternehmemsbewertung von Versicherungsmaklerunternehmen für Mergers & Acquisitions-Transaktionen – Kaufpreisermittlung und Marktentwicklungen
Die Zahl der M&A-Transaktionen in Verbindung mit Versicherungsmaklerunternehmen war 2019 in den USA und Kanada auf einem Allzeithoch. Die Gründe dafür liegen insbesondere in den Investitionen von Private Equity Gesellschaften in Versicherungsmakler sowie in den gesättigten Märkten der Versicherungsbranche, die auch strategische Käufer bzw. Versicherungsmakler zu Zukäufen motivieren. Der Markt hat sich in der Konsequenz zu einem Verkäufermarkt entwickelt; die Kaufpreise steigen stetig. Diese Entwicklung beeinflusst letztlich auch die M&A-Aktivitäten deutscher und europäischer Makler. Vor dem Hintergrund der Marktsituation ist im Vorfeld einer M&A-Transaktion eine Unternehmensbewertung durchzuführen, um aufgerufene Preise einordnen und für Verhandlungen einen Preisrahmen definieren zu können. Im Rahmen der Arbeit wurde zunächst untersucht, wie grundsätzlich eine Wertermittlung von Versicherungsmaklerunternehmen erfolgt, bevor die Entwicklungen des M&A-Marktes für Versicherungsmakler und deren Einflüsse auf die Bewertungen analysiert wurden. Dafür wurden verschiedene Bewertungsmethoden diskutiert und eines dieser Verfahren, das Multiplikatorverfahren, angewandt, um den Unternehmenswert eines großen deutschen Versicherungsmaklers zu ermitteln. Insbesondere für die Analyse der Marktentwicklungen wurde darüber hinaus ein Experteninterview geführt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in der Bewertungspraxis vorwiegend das Multiplikatorverfahren verwendet wird, da es vergleichsweise schnell und einfach anzuwenden ist und keiner Zukunftsinformationen des Zielunternehmens bedarf. Hinsichtlich der Marktentwicklungen kann festgehalten werden, dass die Kaufpreise größtenteils durch die Aktivitäten von Private Equity Gesellschaften in Verbindung mit einem niedrigen Zinsniveau gestiegen sind. Innerhalb der Finanzdienstleisterbranche gelten Versicherungsmakler dabei als die interessantesten Übernahmeobjekte. Dies ist überwiegend auf die Vorteile des Geschäftsmodells zurückzuführen. Durch das begrenzte Angebot in den USA suchen jene Private Equity Gesellschaften seit Kurzem ebenfalls den Einstieg in verschiedene europäische Märkte. Es ist daher zukünftig von zunehmender Konkurrenz für strategische Käufer in Deutschland und dem europäischen Ausland auszugehen. Auch, wenn sich infolge der Corona-Pandemie kurzfristig eine Stagnation der M&A-Transaktionen abgezeichnet hat, ist mittel- bis langfristig kein Rückgang der M&A-Aktivitäten abzusehen. Die Faktoren, die Versicherungsmakler attraktiv für Investoren machen, bestehen fort, sodass die Nachfrage und damit die Preise für die verbleibenden Zielunternehmen weiter hoch bleiben dürften. Letztlich sind jedoch auch im Kontext der Arbeit die weiteren Entwicklungen der Pandemie abzuwarten.
Der Zusammenhang von Emotionsarbeit und Burnout in der beruflichen Erziehung – Bedeutung der Auslegung von Regeln
Erzieher/innen haben eine überdurchschnittlich hohe Burnout-Wahrscheinlichkeit, da sie täglich Emotionsarbeit leisten, das heißt sie steuern ihre Emotionen, da ihnen Darstellungsregeln vorschreiben, welche sie gegenüber Kindern zeigen oder unterdrücken müssen. Die Burnout-Wahrscheinlichkeit führt zu steigendem Personalmangel, da das Image des Berufs Schaden nimmt und es zu Arbeitsunfähigkeiten kommt. Dadurch sinkt die Betreuungsqualität in den Kindertagesstätten. Da Darstellungsregeln die Emotionsarbeit erst erforderlich machen, soll durch die Beantwortung der Frage „Können Regeln, im Rahmen der Emotionsarbeit, helfen die Burnout-Wahrscheinlichkeit in der beruflichen Erziehung zu reduzieren?“ das Burnout-Risiko gesenkt werden. Die Bewertung gesundheitlicher Auswirkungen wird anhand der drei Bereiche: Methode der Emotionsarbeit, emotionale Dissonanz und Darstellungsregeln vorgenommen. Dabei sind Erkrankungsdifferenzen in den verschiedenen Berufen feststellbar. Mittels einer Literaturauswertung wird untersucht, wie die drei Bereiche sich auf das Burnout-Risiko auswirken und weshalb Darstellungsregeln als Auslöser der Emotionsarbeit eine herausragende Rolle einnehmen. Abschließend wird anhand eines Vergleichs der pädagogischen Berufe „Erzieher/in“ und „Hochschullehrer/in“ aufgezeigt, dass die aktuell zur Bewertung der gesundheitlichen Auswirkungen von Emotionsarbeit betrachteten drei Bereiche, um einen ergänzt werden müssen. Dadurch wird eine differenziertere Bewertung möglich und das Burnout-Risiko kann gesenkt werden.
Zielgruppengerechter Einsatz leistungsorientierter Vergütungssysteme zur Mitarbeitermotivation
Im Hinblick auf eine erfolgreiche Unternehmensführung stellen die Mitarbeiter den wichtigsten Produktionsfaktor dar. Sie führen die tägliche Arbeit aus und erwecken dadurch die theoretischen Ideen und Konstrukte zum Leben. Es ist also evident, dass motivierte und engagierte Mitarbeiter maßgeblich zum Erfolg eines Unternehmens beitragen. Doch wie kann der Arbeitgeber Mitarbeitermotivation erzeugen? Eine potenzielle Möglichkeit stellen leistungsorientierte Vergütungssysteme dar. Daher wurde dieser Arbeit insbesondere zum Ziel gesetzt, die Frage zu untersuchen, ob leistungsorientierte Vergütungssysteme tatsächlich geeignet sind, um beim Arbeitnehmer Motivation zu erzeugen. Des Weiteren ist die Individualität der einzelnen Mitarbeiter ein Schwerpunkt dieser Arbeit. In diesem Zusammenhang wurde außerdem erörtert, ob die verschiedenen, in der Arbeitswelt existierenden Generationen durch unterschiedliche Anreize motiviert werden müssen. Die Erarbeitung der beiden Forschungsfragen setzt sich dabei aus einer Literaturanalyse sowie einer Online-Befragung (Umfrage) zusammen. Im Ergebnis konnte festgehalten werden, dass leistungsorientierte Vergütungssysteme, sofern die Anreize passend gewählt werden, geeignet sind, um Motivation zu erzeugen. Allerdings wird dem komplizierten Zusammenspiel von intrinsischer und extrinsischer Motivation in diesem Zusammenhang eine große Bedeutung zugeschrieben. Des Weiteren kann dem Generationeneffekt nur ein geringer Einfluss zugeschrieben werden. Um dennoch einen zielgruppengerechten Einsatz leistungsorientierter Vergütungssysteme erfüllen zu können, stellt das CafeteriaSystem einen geeigneten Ansatz dar.
Digitale Ökosysteme – Aktueller Entwicklungsstand des deutschen Versicherungsmarktes: Bestandsaufnahme und Best Practice Vergleich
Durch die Digitalisierung werden traditionelle Geschäftsmodelle neu gestaltet. Der Trend der Unternehmen geht immer mehr zu Kooperationen und Vernetzungen mit branchengleichen, aber auch branchenfremden Unternehmen, um so die Produkt- und Servicebreite ihrer Angebote auszubauen. Bisher gibt es in der Literatur weder nähere Untersuchungen über den aktuellen Entwicklungsstand dieser Systeme in Deutschland noch Informationen über die Relevanz und die Funktionsweise im internationalen Vergleich. Ziel dieser Forschungsarbeit ist, Handlungsempfehlungen für die deutsche Versicherungswirtschaft zu formulieren, um das Potenzial von digitalen Ökosystemen effizienter nutzen zu können. Aktuell sind die Ansätze der Systeme in Deutschland in den meisten Fällen noch wenig bis gar nicht gewinnbringend und effizient. Es können insbesondere in China bereits einige Beispiele für funktionierende Ökosysteme beobachtet werden, welche genügend Anreize für die Erweiterung bzw. Überarbeitung der Ökosysteme in Deutschland geben. Deutsche Ökosysteme der drei Themenbereiche Smart Home, Mobility und Health werden anhand herausgearbeiteter Erfolgskriterien analysiert und mit dem Best Practice aus China verglichen. Die Forschung basiert neben der bestehenden Literatur auf sechs geführten Interviews mit verschiedenen Ökosystem-Spezialisten aus deutschen Versicherungsunternehmen, sowie aus dem chinesischen Unternehmen Ping An. Nach Durchführung der Analyse wird das deutsche Vorgehen mit jenem des Best Practice Beispiels aus China verglichen und folgende Handlungsempfehlungen an die deutsche Versicherungswirtschaft festgehalten, mit denen diese zukünftig das Potenzial digitaler Ökosysteme effizienter ausschöpfen kann:
- Es sollten wenige große Ökosysteme, statt viele kleine Ökosysteme aufgebaut werden.
- Alle Angebote eines digitalen Ökosystems sollten über nur eine App genutzt werden können.
- Es sollte mehr Wert auf Diversität der Kooperationspartner gelegt werden.
- Die Datensammlung und -verarbeitung sollte aufbereitet und erweitert werden.
Eigenentwicklung vs. Kooperation – Vergleich der Strategien von vier Versicherern auf dem Weg zu mehr Innovationen
Aktuell gibt es einen großen digitalen Wandel. Digitalisierung gibt eine neue Denkrichtung vor. Sämtliche Lebensbereiche des Menschen sind von diesem Wandel betroffen. Aber auch in der Wirtschaft ruft die Digitalisierung zahlreiche, oft rasante Entwicklungen hervor. Möchten Versicherer neue Ideen ausarbeiten, müssen sie gut überlegen, wie sie diese Thematik angehen. Einen neuen Schritt in Richtung digitalen Innovationen zu gehen ist unumgänglich. Die Arbeit zeigt, welche Richtung Versicherer auf dem Weg zu mehr Innovationen einschlagen. Wie sind die Versicherer im Bereich der Digitalisierung aufgestellt? Wie treffen sie die Make-or-Buy-Entscheidung? Diese Arbeit erforscht von welchen Kriterien die Entscheidung abhängt. Außerdem werden die genutzten Kooperationsformen aufgezeigt. Um die Forschungsfragen zu beantworten, startet die Arbeit mit einer theoretischen Einarbeitung in die Thematik. Nach der theoretischen Einarbeitung in die Thematik, folgt die praktische Anwendung. Die bisher erarbeiteten Erkenntnisse werden genutzt, um Fallstudien mit vier Versicherern durchzuführen. Hierbei handelt es sich um eine qualitative Analyse. Damit ein Querschnitt der Versicherungswirtschaft abgebildet wird, handelt es sich um verschiedene Arten von Versicherern. Die Chancen durch die Digitalisierung unterscheiden sich nach Unternehmensform, Größe und der jeweiligen Organisationsstruktur. Auch die Schwerpunkte der Digitalisierungsansätze unterscheiden sich. Die Arbeit kann keine allgemeingültige Strategie für die Entscheidung Eigenfertigung oder Kooperation aufzeigen. Die Versicherer agieren vielmehr in Abhängigkeit ihrer Spezifika und zudem jeweils situationsabhängig. Auf die individuelle Entscheidung wirken verschiedene Kriterien ein. Es wird deutlich, dass die individuellen Eigenschaften der Unternehmen und ihre Größe einige Unterschiede bezüglich der Kriterien für die Entscheidung Eigenfertigung oder Kooperation bewirken. Auch die Kooperationsformen können davon abhängig variieren.
Allfinanz 2.0: Digitale Bancassurance als strategische Neuausrichtung für Banken und Versicherer – Analyse der erfolgskritischen Faktoren
Die klassische Bancassurance sieht den Verkauf von Versicherungsprodukten über den Bankschalter der Filialen durch Bankmitarbeiter vor. Die digitale Bancassurance erweitert diesen Ansatz und verwendet Bankportale zum Vertrieb von Versicherungsprodukten. Der digitale Vertriebsweg der Bank ist durch die hohe Interaktionsfrequenz des Onlinebanking für Versicherer höchst interessant. Aus wirtschaftlichen und strategischen Gründen kooperieren Banken und Versicherer.
Das Ziel dieser Forschung ist es zu bestimmen, welche Faktoren einen bedeutenden Einfluss auf den Erfolg einer Kooperation haben, dessen Ziel der Aufbau eines digital Bancassurance Geschäftsmodells ist. Dabei werden verschiedene Kooperationen auf dem deutschen Markt betrachtet und mit Hilfe von Experteninterviews die erfolgskritischen Faktoren analysiert. Dabei soll der Einfluss der neuen Chancen und Möglichkeiten, die durch Deregulierungen und Digitalisierung in der Finanz- und Versicherungsbranche gegeben sind, erforscht werden. Die gestellte Forschungsfrage, nach erfolgskritischen Faktoren der digitalen Bancassurance, geht auch auf den Kunden ein und auf die Frage: Worauf kommt es in der Umsetzung der digitalen Bancassurance an, um das Angebot möglichste einfach für den Kunden zu gestalten. Gerade Einfachheit und Transparenz in den Angeboten der digitalen Bancassurance verbunden mit einem kurzen Abschlussprozess sind relevante Faktoren. Auf dieser Grundlage ist es empfehlenswert, bei der digitalen Bancassurance auf die Bedürfnisse des Kunden zu achten.
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Betrugserkennung im Schadenprozess der Versicherer
Der Einsatz von Verfahren wie Netzwerkerkennung, Bildforensik, Spracherkennung oder Text Mining in der Betrugsabwehr können helfen mehr Betrugsversuche abzuwehren. Das Potenzial ist groß, knapp 10% aller Versicherungsfälle sind fingiert, somit werden rund 5 Mrd. Euro im deutschen Versicherungsmarkt an Betrüger ausgezahlt. Die PHV ist ein Segment, bei dem der Einsatz von KI in der Betrugsabwehr noch kaum genutzt wird. Verbraucherumfragen weisen darauf hin, dass die PHV das Produkt mit dem höchsten Betrugsanteil ist. Diese Arbeit analysiert und diskutiert daher, welche Einsatzmöglichkeiten KI zur Betrugsabwehr in der PHV bietet. Ziel ist es, KI und deren Funktionsweise zu erläutern, sowie Methoden zu analysieren die in anderen Versicherungssparten zur Betrugsabwehr eingesetzt werden. Anschließend werden die Einsatzmöglichkeiten dieser Anwendungen in der PHV überprüft. Zur Beantwortung der Leitfrage wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, denn die Fragestellung ist in der Literatur noch nicht ausreichend beantwortet. Aufgrund der wenigen Erkenntnisse im Gebiet der Betrugsabwehr mithilfe von KI in der PHV, wird eine explorative Untersuchung durchgeführt. Es werden neben wissenschaftlicher Grundlagenliteratur auch Daten eines Versicherungsunternehmens verwendet, um zu einem aussagekräftigen Ergebnis zu kommen. Es ist nicht erstrebenswert, KI alleine über die Ablehnung der Schadenzahlungen entscheiden zu lassen, stattdessen sollte immer auf unterstützende Systeme gesetzt werden. KI ist hervorragend dafür geeignet, eine große Stückzahl an Schadenmeldungen auf Betrug zu prüfen, denn die Verarbeitung von großen Datenmengen sind die Stärke dieser Technologie. Einsatzmöglichkeiten von KI in der Betrugsabwehr der Versicherer beginnen bei der Schadenmeldung. Zu Beginn sollten die unstrukturierten Daten der Schadenmeldung verarbeitet werden, hierzu eignet sich Information Extraction. Maschinelle Verarbeitung natürlicher Sprache ist daher bei der technologiegestützten Aufdeckung von Versicherungsbetrug unumgänglich. Der Lügendetektor bei Schadenmeldung ist ein Ansatzpunkt, der aufgrund schlechter Ergebnisse und unzureichendem Fortschritt verworfen wurde. Information Extraction bildet die Grundlage für die Netzwerkerkennung. Mithilfe von Data Mining und Text Mining sollte Netzwerkerkennung als automatische Vorprüfung genutzt werden. Parallel dazu sollten auch die Schadenbilder auf Manipulation und Falschangaben geprüft werden, mit Bildforensik ist dies möglich. Bei identifizierten Betrugsindizien folgt die Tiefenprüfung durch einen Betrugsspezialisten. Hier ist der Einsatz von KI (Text Mining mittels Information Retrieval) eine sinnvolle Variante, den Betrugsspezialisten bei der rechercheintensiven Arbeit zu entlasten. Das Ergebnis der Prüfung wird dem Algorithmus der Netzwerkerkennung zur Verfügung gestellt, um daraus zu lernen. Durch die Beantwortung der Forschungsfrage wird dargestellt, dass die nicht realisierte Potenziale durch Betrug in der PHV mit mannigfaltigen Methoden der KI systematisch angegangen werden können.
Potentiale durch den Einsatz von Predictive Analytics im Underwriting eines Versicherungsunternehmens
Die Versicherungsbranche befindet sich in einem digitalen Wandel, getrieben von Kostendruck und dem Ziel wettbewerbsfähig zu bleiben. Somit ist es als Versicherer notwendig nutzenstiftende Technologien zu implementieren. Dabei rücken insbesondere die Nutzung und Analyse von Daten in den Vordergrund. Viele bedeutende Technologien, die sich mit der Analyse von Daten beschäftigen, fallen unter den Sammelbegriff Big Data. Ein Teilbereich bzw. eine Technologie von Big Data ist Predictive Analytics. Mit Predictive Analytics werden Modelle erschaffen und genutzt, um Vorhersagen für die Zukunft auf Basis von historischen und bestehenden Daten zu treffen. In einem Versicherungsunternehmen stehen insbesondere im Underwritingbereich Einsatzmöglichkeiten zur Verfügung. Ziel dieser Arbeit ist es diese Einsatzmöglichkeiten genauer zu untersuchen und mögliche Potentiale für ein Versicherungsunternehmen zu identifizieren.
Zur Beantwortung der Forschungsfrage wird ein Praxisbeispiel untersucht und es werden Methoden der qualitativen Forschung genutzt, die sich aus der Literaturrecherche und der Durchführung strukturierter Experteninterviews zusammensetzen. Die Literaturrecherche dient insbesondere als fundierte Grundlage für die theoretischen Inhalte dieser Arbeit, während die strukturierten Experteninterviews die Basis für den Praxisteil der Ausarbeitung bilden.
Als Ergebnis dieser Arbeit wurden einige Potentiale identifiziert. Dies ist die automatisierte Analyse von Schäden, um daraus höheres Risiko für bestimmte Gefahrenarten abzuleiten. Dies hilft auf der einen Seite dem Underwriting sich auf seine Kernarbeit zu fokussieren und auf der anderen Seite durch die Einsparung von Ressourcen für die Analyse, den Zeitaufwand zu minimieren und Kosten zu senken. Zudem kann bei potentiellen Neukunden besseres Underwriting betrieben werden, so dass mögliche Gefahrerhöhungen durch Zuschläge kompensiert werden. Dies hilft nicht nur dem Versicherungsunternehmen hinsichtlich geringerer Aufwendungen, sondern schützt auch das Kollektiv an aktuellen Versicherungsnehmern und verhindert somit eine Anti-Selektion. Darüber hinaus kann die Kundenzufriedenheit weiter gesteigert werden, indem aktuelle Kunden Informationen über erhöhte Gefahrenpotentiale informiert werden, wodurch diese direkt reagieren können, um einen Schaden zu vermeiden. Aus den identifizierten Potentialen wird ersichtlich, dass Predictive Analytics für Versicherungsunternehmen bei sinnvoller Implementierung eine wichtige Rolle spielen kann und somit zu einem nachhaltigen und langfristigen Erfolg beiträgt.
Erfolgsfaktoren für hybrides Projektmanagement im Versicherungsunternehmen
Hybrides Projektmanagement kann von Versicherungsunternehmen genutzt werden, um sich mithilfe von kundenorientierten Produkten und Prozessen vom Markt abzuheben. Ein besonderer Fokus auf die Umsetzung von Erfolgsfaktoren kann Projektergebnisse stark verbessern und den Nutzen von hybriden Projekten maximieren. Bereits erforschte Erfolgsfaktoren für hybrides Projektmanagement berücksichtigen nicht die speziellen Anforderungen und Rahmenbedingungen des Versicherungswesens. Diese Arbeit greift den aktuellen Stand der Forschung auf und erforscht, ob und mit welchen Modifikationen, die Erkenntnisse auf Versicherungsunternehmen übertragen werden können. Mithilfe der Literaturarbeit und qualitativer Forschung werden für Versicherungsunternehmen relevante Erfolgsfaktoren ermittelt und konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet.
Handlungsempfehlungen zur Schaffung von Kundenzufriedenheit in aktuellen Leadmanagementprozessen deutscher Versicherer
Kundenzufriedenheit mit den eigenen Prozessen zu erzeugen und damit positive Effekte, wie Kundenbindung, Cross-Selling oder Weiterempfehlungen hervorzurufen, ist heutzutage ein wichtiges Ziel von Versicherungsunternehmen. Um Kundenzufriedenheit jedoch schaffen zu können, müssen Versicherer zunächst einmal wissen, was Kunden von bestimmten Prozessen erwarten. Ein Prozess, welcher hinsichtlich der Entwicklung, dass Kunden zunehmend selber ein Unternehmen kontaktieren möchten, anstatt ungefragt kontaktiert zu werden, an Bedeutung gewinnt, ist der Leadmanagementprozess. Hierbei geht es primär um das Entgegennehmen, Weiterleiten und Bearbeiten von Kundenanfragen. Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit den Fragen, welche Erwartungen Kunden derzeit an Leadmanagementprozesse haben, inwiefern diese Erwartungen bereits durch die vorhandenen Prozesse erfüllt werden und welche Handlungsempfehlungen sich daraus für die Versicherer zur Schaffung von Kundenzufriedenheit in ihren Leadmanagementprozessen ableiten lassen. In der Literatur zu Kundenerwartungen an Versicherer sind aktuell keine Erwartungen zu finden, welche sich speziell auf das Leadmanagement beziehen. Und da es sich bei Leadmanagementprozessen um unternehmensinterne Prozesse handelt, werden diese nicht veröffentlicht, sodass eine derzeitige Erwartungserfüllung und praxisnahe Empfehlungen bisher noch nicht identifiziert wurden. Zur Beantwortung der Fragen werden somit zwei explorative Studien durchgeführt. Zum einen wird mittels Expertenbefragungen herausgefunden, wie die Leadmanagementprozesse von deutschen Versicherern in der Praxis ablaufen. Zum anderen handelt es sich um eine qualitative Befragung von Kunden nach ihren Erwartungen an die Leadmanagementprozesse. Durch eine Gegenüberstellung der Prozesse und der Erwartungen können im Anschluss daran die derzeitige Erwartungserfüllung bestimmt und praxisnahe Handlungsempfehlungen für die Versicherer formuliert werden. Die Kundenerwartungen werden stark durch die Kommunikation geprägt, welche vom Versicherer selber ausgeht. Darüber hinaus erwarten Kunden unter anderem einen einfachen Prozess, in dem ihre Anfrage schnell und möglichst personalisiert von einem kompetenten und ihnen vertrauten Mitarbeiter bearbeitet wird. Hierbei gibt es Erwartungen, welche von allen, von manchen oder teilweise sogar von keinem der befragten Versicherer aktuell erfüllt werden. Dementsprechend sind die in dieser Arbeit ausgesprochenen Handlungsempfehlungen vor allem für die Versicherer relevant, welche manche Erwartungen noch nicht erfüllen. Insgesamt kann Versicherern jedoch empfohlen werden, den gesamten Prozess für die Kunden so einfach wie möglich zu gestalten und lediglich eindeutige Formulierungen zu nutzen, um keine falschen Erwartungen oder Missverständnisse zu erzeugen. Darüber hinaus sollten Formulare und Kommunikationen schlicht gehalten und auch für Laien verständlich formuliert sein. Gerade bei der Antwort auf eine Anfrage sollte darüber hinaus darauf geachtet werden, dass sie kundenindividuell verfasst und personalisiert wird. Außerdem sollten sie mittels Automatisierungen und vorgeschriebenen Bearbeitungszeiten eine schnelle Leadbearbeitung garantieren und die Kundenanfragen ausschließlich an kompetente Bearbeiter geben, welche bestenfalls bereits ein Vertrauensverhältnis zum jeweiligen Kunden aufgebaut haben. Die in dieser Arbeit ausgesprochenen Handlungsempfehlungen sind als erste Grundlage zur Schaffung von Kundenzufriedenheit in Leadmanagementprozessen anzusehen. Aufgrund der kleinen Stichprobe in der Befragung zur Ermittlung der Kundenerwartungen, können keine Aussagen darüber getroffen werden, welche Erwartungen am wichtigsten sind oder von den meisten Kunden gestellt werden. Hierzu müsste weitergehende deskriptive Forschung betrieben werden, durch die sich auch die auszusprechenden Empfehlungen ändern könnten.
Förderung des Vertrauens in Künstliche Intelligenz im Versicherungsvertrieb
Die jüngsten Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz (KI), beschleunigt durch rasant gestiegene Analysemöglichkeiten von zunehmenden Datenmengen und -arten, günstige Rechenkapazitäten und methodische Weiterentwicklungen in den Bereichen Machine und Deep Learning, haben zu einem besonderen Bedeutungszuwachs ihres Einsatzes in der Unternehmenspraxis geführt. In der Assekuranz sind moderne KI-Anwendungen bislang noch nicht umfassend etabliert, dennoch werden ihnen bereits wertsteigernde Veränderungspotenziale entlang der gesamten Wertschöpfungskette und insbesondere für den Vertrieb zugeschrieben. Diesen durchaus ambitioniert formulierten Erwartungen stehen ethische und rechtliche Risiken und die daraus resultierenden Einsatzhürden gegenüber. Vertrauen als Mechanismus zur Reduktion der Risikowahrnehmung entwickelt sich zu einer zentralen Voraussetzung für die Akzeptanz und Nutzung von KI-Anwendungen aus Kundensicht. Der bis dato im Versicherungskontext begrenzte Forschungsstand wird als Anlass genommen, um in der vorliegenden Masterarbeit zu untersuchen, wie Vertrauen in KI-Systeme im Versicherungsvertrieb entsteht und wie es aus Anbietersicht gefördert werden kann. Damit wird ein Beitrag zur Identifizierung der für einen vertrauenswürdigen KI-Einsatz notwendigen Determinanten geleistet. Um diese Zielsetzung zu erreichen, basiert die Arbeit auf einem umfassenden Desk Research sowie auf den Erkenntnissen aus 18 qualitativen Interviews mit jungen, digital sozialisierten Akademikern. Die Ergebnisse zeigen, dass die Nachvollziehbarkeit algorithmischer Entscheidungen unter Berücksichtigung einer zielgruppenspezifischen Detailtiefe sowie neuer Formen der Interaktion für den Vertrauensaufbau besonders förderlich ist. Für die weitere Forschung hebt die Arbeit die Bedeutung einer Operationalisierung ethischer Prinzipien hervor, die zu einer werteorientierten Gestaltung der datengetriebenen Ergebnisfindung in der Versicherungsbranche beitragen kann.
Einfluss der COVID-19-Pandemie auf Sterbewahrscheinlichkeiten
In dieser Arbeit wurden die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Mortalität in verschiedenen Bevölkerungsgruppen analysiert. Insbesondere geht es um den Einfluss von nicht-pharmazeutischen Maßnahmen (z. B. Mund-Nasen-Bedeckungen, Abstandsregeln, etc.) in verschiedenen europäischen Ländern. Es wurden verschiedene öffentliche Datenbanken genutzt und ausgewertet.
Beeinflussung der Sterblichkeit in der Bevölkerung durch Pandemien
Das Ziel der Arbeit ist es, den Einfluss der Spanischen Grippe auf die Sterblichkeit zu untersuchen. Zu diesem Zweck wurde einerseits die umfangreiche versicherungswissenschaftliche Literatur ausgewertet. Andererseits wurde der Einfluss dieser Pandemie auf die Lebensversicherung der damaligen Zeit abgeschätzt.