Airbrush zur Rettung von Kulturerbe – Reinigungskonzepte für verschlammte Papiere und Fotografien
Schlamm verschmutzt häufig wertvolles Kulturgut wie Papier und Fotografien nach Hochwasserereignissen. Dieses Projekt entwickelt eine innovative Airbrush-Reinigung mit mikrokristalliner Cellulose, die Schlamm effektiv und materialschonend entfernt. Gefördert wird das Projekt von der Alfred Kärcher Förderstiftung.
Das Projekt entwickelt eine innovative Methode zur Reinigung schlammverschmutzter Kulturgüter wie Papier und Fotografien, die häufig durch Hochwasser oder andere Naturkatastrophen beschädigt werden. Im Zentrum steht die Weiterentwicklung des am CICS entwickelten „Weichen Feinstrahlens“. Mikrokristalline Cellulose soll in einem flüssigen Medium dispergiert werden. Durch Quellen verwandeln sich die Partikel in gummiartige Feststoffe, die tief in das Fasergefüge eindringen und auch hartnäckigen Schlamm materialschonend entfernen, ohne die empfindlichen Oberflächen zu schädigen.
Zur Bewertung der Reinigungswirkung kommen moderne Verfahren wie 3D-Profilometrie und spektroskopische Analysen zum Einsatz. Gleichzeitig wird die Materialverträglichkeit systematisch geprüft. Ziel ist die wissenschaftliche Standardisierung und Optimierung des Verfahrens sowie die Entwicklung praxisorientierter Arbeitsabläufe, die insbesondere auch kleineren Kultureinrichtungen zugutekommen.
Auf einen Blick
| Kategorie | Beschreibung |
|---|---|
| Forschungsprojekt | Airbrush zur Rettung von Kulturerbe – Reinigungskonzepte für verschlammte Papiere und Fotografien |
| Leitung | Marlen Börngen, M.A. |
| Fakultät | Fakultät für Kulturwissenschaften |
| Institut |
CICS - Cologne Institute of Conservation Sciences Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft |
| Beteiligte |
Bert Jacek, M.A. Prof. Dr. Andrea Pataki-Hundt |
| Fördermittelgeber | Alfred-Kärcher Stiftung Mehr |
| Laufzeit | Februar 2026 - April 2027 |