University of Auckland, Neuseeland

"Wir haben viele neue Leute und vor allem auch eine etwas andere Lebens- und Arbeitsweise kennengelernt." [Dyckhoff, Myriam und Giebat, Semjon]

Sommersemester 2017

Bauingenieurstudenten forschen an der University of Auckland

Semjon Giebat und Myriam Dyckhoff gingen im 8. Semester ihres Bachelorstudiengangs Bauingenieurwesen für ein Forschungspraktikum nach Neuseeland. Sie forschten dort im Rahmen ihrer Bachelorarbeiten an der University of Auckland und erkundeten auf diesem Weg das Land, die Leute und die Kultur Neuseelands. (Das Ganze wurde möglich durch Prof. Dr. Markus Nöldgen, der im Rahmen seines eigenen Auslandsaufenthaltes Kontakte knüpfte und dadurch die Zusammenarbeit der Universitäten vorantrieb)

Aus der Sicht der Austauschstudenten:

Vorbereitung

Für uns ging die ganze Sache recht kurzfristig los. Im September 2016 hörten wir über dieses Angebot und für uns beide war sehr schnell klar, dass wir dorthin fahren wollten. Also mussten wir uns im 7. Semester neben den laufenden Projekten um einige Sachen kümmern. Das Working-Holiday-Visum konnten wir über die Internetseite der Immigration Neuseeland beantragen. Dieses Visum für ein Jahr Aufenthalt kann jeder deutsche Bürger, der unter 25 Jahre alt ist, erhalten. Ein weiterer Punkt war die Krankenversicherung für das Ausland, da die meisten Versicherungen nur deutschlandweit gelten. Das Gute an Neuseeland ist, dass dort keine gefährlichen Tiere leben oder Krankheiten umgehen, gegen die man sich zusätzlich impfen lassen sollte.

Außerdem mussten wir uns natürlich um eine Unterkunft kümmern. Witzigerweise haben wir das über zwei sehr unterschiedliche Wege gemacht. Semjon hat sich für die ersten Nächte in Auckland ein Hostel gebucht und hat sich dann vor Ort um eine Wohnung gekümmert, was im Gegensatz zu Deutschland dort sehr einfach möglich ist. Ich wollte lieber von vornherein wissen, wo ich hinkomme und habe mir von Deutschland aus über eine Internetseite eine Gastfamilie gesucht, bei der ich das halbe Jahr bleiben konnte.

Kosten

Da wir dort als Praktikanten mit einem Forschungsthema und nicht als Studenten an der Uni waren, mussten wir keine Studiengebühren zahlen, was sehr gut war, denn den größten Teil der Kosten mussten wir selber tragen. Ein paar Zuschüsse gab es allerdings. Wir hatten uns beide auf ein PROMOS-Stipendium beworben und bekamen auch beide eine Reisekostenpauschale, mit der wir die Flugkosten abdecken konnten. Zusätzlich gab es noch einen Zuschuss von der Gesellschaft zur Förderung der Architektur, des Bauingenieurwesens und der Gebäudetechnik der TH Köln e. V.

Aufenthalt

In Auckland arbeiteten wir während unseres Aufenthaltes am Forschungscampus der University of Auckland. Dort arbeiteten wir selbstständig an unseren Projekten und konnten Kontakte zu Promovierenden aus aller Welt herstellen. Wir schrieben beide auch unsere Bachelorarbeiten dort auf Englisch, die mit unseren Projekten zusammenhingen. Die Arbeitsweise in Neuseeland ist etwas anders als in Deutschland. Wo in Deutschland in Pausen und selbst in der Freizeit viel über Arbeit und Projekte gesprochen wird, geht es in Neuseeland in erster Linie um Hobbies und andere Aktivitäten, die außerhalb der Arbeit ausgeführt werden. Das führt sehr schnell zu einem persönlichen Umgang unter allen Kollegen, was wir als sehr positiv aufgefasst haben. („Fishing is life, the rest is details“)

Neben der Uni haben wir die Zeit genutzt um das Land anzuschauen. Wir kauften uns nach einem Monat ein Auto um an den Wochenenden ein wenig herum zu kommen. Das war eine super Entscheidung, da wir so alle Freiheiten hatten. Der Autokauf in Neuseeland unterscheidet sich stark zu dem in Deutschland. Mit einem Gang zur Post und der Angabe unserer Adresse war die Sache schon geregelt. Meist planten wir die Wochenenden so, dass wir zu viert unterwegs waren. Das passte vom Platz her so gerade eben mit dem Auto und hat das Reisen sehr vergünstigt. Die Mitreisenden kannten wir entweder aus der Uni oder über Facebook-Gruppen, in denen ein reger Austausch zu Reisen und Verkauf von Autos, Fahrrädern und Camping-Equipment stattfand. Mit Zelt und Schlafsack bepackt, haben wir dann so manche Tour unternommen und die wunderschöne Landschaft Neuseelands erkundet. Unseren Urlaub, haben wir dann für eine größere Reise genutzt und uns die Südinsel Neuseelands angeschaut.

Ausblick

Im darauffolgenden Wintersemester sind 2 weitere Studenten der TH Köln in Auckland. Kristina Veken hat dort ihre Masterarbeit geschrieben und Frank Büker ist aktuell dabei, mit der University of Auckland gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten und darüber am Ende seines Aufenthaltes seine Bachelorarbeit zu schreiben.

Fazit

Wir beide sind auch im Nachhinein noch sehr glücklich, dass wir die Gelegenheit genutzt haben und das halbe Jahr in Neuseeland verbracht haben. Wir haben viele neue Leute und vor allem auch eine etwas andere Lebens- und Arbeitsweise kennengelernt. Im Großen und Ganzen war der Aufenthalt eine Bereicherung für uns beide und wir schauen gerne auf die Zeit zurück. Bei Fragen kann man sich gerne bei uns melden.

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