Georg Pfeiffer - Tennessee Tech University

Spankies Campus-nahe Live Musik (Bild: Georg Pfeiffer)

Cookeville, Tennessee, USA - 2017


Erfahrungsbericht USA 2017- Cookeville

Bereits vor 3 Jahren bekam ich die Möglichkeit, an einer Exkursion der TH Köln nach Amerika teilnehmen zu dürfen, welche von der Fakultät IME angeboten wurde. Innerhalb dieser Exkursion haben wir zwei Partnerhochschulen besucht. Bereits dort stand mein Entschluss fest, ein Auslandssemester zu absolvieren. Nach einem ausführlichen Gespräch mit Herrn Prof. Dr. Bartz fiel die Wahl der Hochschule auf die TTU, da der finanzielle Aspekt die wichtigste Rolle spielte. Aufgrund der großen Hilfe von Prof. Dr. Bartz, verlief das zusammen stellen der Einschreibungsunterlagen ohne Probleme, und ich erhielt bereits nach einer Woche eine Zusage. Die anschließenden Impfungen sowie das Interview bei der amerikanischen Botschaft in Frankfurt nahmen zwar etwas Zeit in Anspruch, verliefen aber ohne Komplikationen.

Am 21. August war es dann soweit und der große "Move in Day" an der Universität in Cookeville begann. Vor dem Studienbeginn hatte ich bereits meine Unterkunft in der Uni festgelegt. Ich entschied mich hier für das internationale Wohnheim (MS Cooper/Pinkerton) direkt auf dem Campus. Hierbei gab es nämlich die Möglichkeit, sich ein Zimmer mit einem Amerikaner zu teilen.
Die erste Woche war speziell für die internationalen Studenten zur ersten Orientierung vorgesehen. Es wurde mit uns ein erster Rundgang an der Universität gemacht und gemeinsam die Studierendenausweise erstellt. Durchgeführt wurde das ganzen vom International Office der TTU.
Zur Orientierungswoche gehörte außerdem das Vorweisen der Bestätigung für eine Auslandsversicherung für den Zeitraum von einem Semester. Hierbei kann ich die Langzeitauslandsversicherung vom ADAC empfehlen, preislich günstig und eine maximale Selbstbeteiligung von 50€. Notfalls bestand die Möglichkeit, eine Versicherung der Universität zu nehmen, was jedoch mit sehr hohen Kosten verbunden gewesen wäre.
Zudem wurden im „Health Center“ der TTU noch einmal die ärztlichen Untersuchungen überprüft, die ich bereits in Deutschland durchgeführt hatte. Darunter waren auch die nötigen Impfungen und die Immunitätsbestätigung gegen Windpocken.

Als es dann letzten Endes mit den Vorlesungen losging, wurde schnell deutlich, dass das Studieren in den USA anders ist als in Deutschland. Zu Beginn des Semesters erhält man in jedem Fach einen Kursplan, auf welchem aufgelistet ist, welche Lehrbücher benötigt werden und wie sich die Gesamtnote zusammensetzt. Im Gegensatz zu Deutschland werden hier vermehrt Hausaufgaben, kleinere Tests und Projekte angeboten. In der Mitte des Semesters werden Zwischenklausuren ("Midterms") und am Ende die "Finals" geschrieben. Das hörte sich im ersten Augenblick sehr viel an, hatte aber den Vorteil, dass die Finals nicht mehr ausschlaggebend sind zum Bestehen des Moduls.

Neben den Vorlesungen am Campus gibt es ein riesiges Fitnessstudio, welches in Sachen Freizeit einiges abdeckt. Zum einen bietet es zwei große Basketballplätze, Fitnessgeräte, mehrere Plätze für Volleyball/Tischtennis oder Squash und zusätzlich ein Schwimmbad mit Sauna. Man hatte nämlich trotz der Hausaufgaben bzw. des Lernens für die Fächer noch ausreichend Freizeit zu Verfügung, um den Ort bzw. Amerika an sich näher kennenlernen zu können. Die Universität befindet sich in der Kleinstadt "Cookeville", in welcher selbst nicht viel zu erleben ist. Allerdings befinden sich drum herum mehrere schöne Möglichkeiten, um Wandern zu gehen oder sich in naturbelassenen Seen abzukühlen. An den Wochenenden bestand immer die Möglichkeit, mit einem Auto mehr von den USA zu entdecken und neue Orte zu erkunden. So sind wir beispielsweise mit einigen Internationalen Studenten runter nach New Orleans und wieder hoch bis nach Chicago gefahren - ein unvergessliches Erlebnis!

Alles in allem war das Auslandssemester für mich eine wertvolle Erfahrung und eine tolle Zeit. Ich bin sehr froh, diesen Schritt gemacht zu haben. Sowohl auf der beruflichen, als auch auf der persönlichen Ebene kann ein Auslandsaufenthalt sehr nützlich sein. Neue Freunde kennenlernen, dem Alltag entfliehen und eine neue Kultur kennen und lieben lernen - das fasst meine Zeit in den USA am treffendsten zusammen.

August 2019


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