Simon Sleeking - London South Bank University

Blick auf das Studentenwohnheim McLaren House (Bild: Simon Sleeking)

London, Großbritannien - 2010/11
Double Degree

Vorbereitung (Planung, Organisation und Bewerbung bei der Gasthochschule)

Bereits zu Beginn meines Studiums der Elektrotechnik an der Fachhochschule Köln informierte ich mich über Möglichkeiten eines Auslandsaufenthalts. Besonders attraktiv war für mich die Kooperation meiner Hochschule mit der London South Bank University, die es Studierenden meines Studienganges ermöglicht, das letzte Jahr des Bachelors an der Partnerhochschule zu verbringen und somit einen doppelten Abschluss zu erlangen.
Auf dieses Programm, welches zusätzliche Veranstaltungen ab dem dritten Semester voraussetzt, bewarb ich mich. Im vierten Semester reichte ich an der Gasthochschule ein entsprechendes Bewerbungsformular ein.

Unterkunft

Ein Wohnheimplatz wird von der London South Bank University garantiert, solange die Bewerbung rechtzeitig eingeht. Während meines Auslandsaufenthalts wohnte ich im McLaren House, einem Studentenwohnheim meiner Gasthochschule. Es befindet sich im Stadtteil Southwark im Zentrum von London und ist nur wenige Gehminuten von den Universitätsgebäuden entfernt. Hier hatte ich ein möbliertes Zimmer mit 12m², das auch über Toilette und Dusche verfügte. Die Küche teilte ich mit meinen sieben Mitbewohnern. Der Preis für die Unterkunft betrug wöchentlich £118.

Studium an der Gasthochschule

Während meiner gesamten Studienzeit in London hatte ich zwei Tage die Woche Veranstaltungen. Pro Semester absolvierte ich drei Fächer, in denen ich jeweils eine Prüfung ablegte. Auch Praktikumsberichte und Logbooks wurden bei der Notengebung berücksichtigt.

Meine Bachelorarbeit erstreckte sich über zwei Semester und wurde dementsprechend Final Year Projekt genannt. Mit den Inhalten des Studiums kam ich gut zurecht. Auch mit meinen Leistungen war ich zufrieden. Die Räumlichkeiten und die Ausstattung der Universitätsräume sind gut. Nach meiner Einschätzung sind die akademischen Ansprüche an der London South Bank University jedoch niedriger, als an der FH Köln.

Alltag und Freizeit

In meiner Freizeit besichtigte ich die zahllosen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Mit meinen Kommilitonen ging ich gern abends in die für England typischen Pubs und nahm auch an einigen Studentenpartys teil. Meine internationalen Mitbewohner lernte ich bei geselligen Abenden in der Wohnküche besser kennen. Besonders gut hat mir auch mein Ausflug nach Oxford gefallen. Dort schaute ich mir unter anderem die Universität an und ruderte einmal auf den Kanälen.

Fazit (beste und schlechteste Erfahrung)

Die Lebenserhaltungskosten in London sind sehr hoch. Besonders für Unterkunft und Studiengebühren musste ich erheblich mehr Geld aufwenden als zuvor in Deutschland. Das fehlende Interesse meines Final-Year-Projekt-Betreuers an meiner Arbeit war die schlechteste Erfahrung meines Auslandsaufenthaltes.

Das Jahr in London hat meinen Horizont sowohl in akademischer als auch in kultureller Hinsicht erweitert. Es hat meine Unabhängigkeit und Selbstständigkeit gefördert und auch zu einer wesentlichen Verbesserung meiner Englischkenntnisse geführt.

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