Pascal Steinheuer - California State University Long Beach
Long Beach, Kalifornien, USA - 2025
Organisation
Nachfolgend gehe ich auf meine Erfahrungen an der California State University Long Beach ein, bei der ich während meines Masterstudiums ein Auslandssemester von Januar 2025 bis Mai 2025 absolviert habe. Ich habe mich etwa ein halbes Jahr vor meinem Auslandsemester bei Prof. Rainer Bartz gemeldet, um einen Überblick über die Möglichkeiten im Rahmen des Studiums in die USA zu gehen zu bekommen. An dieser Stelle möchte ich mich auch im Nachhinein noch einmal für die organisatorische Unterstützung vor dem Semester und der guten Betreuung während des Semesters bedanken, da viele Fragen vorweg geklärt werden konnten und sich somit auch der gesamte Bewerbungsprozess vereinfachte.
Finanzierung
Relativ schnell habe ich realisiert, dass ein Studiensemester in den USA mit einer sehr hohen finanziellen Belastung einhergeht, weshalb ich mich um Stipendien bemüht habe: einerseits das DAAD HAW.International und andererseits das DAAD Promos Stipendium. Leider habe ich in beiden Fällen eine Absage bekommen, mich aber dennoch für den Aufenthalt entschieden, um meine Englischkenntnisse zu verbessern. Hier ist es also ratsam sich über weitere Finanzierungsmöglichkeiten zu erkundigen und sich nicht auf ein paar wenige zu verlassen.
Zu den anfallenden Kosten zählen Wohnheim, Studiengebühren, Auslandskrankenversicherung, Visum, Flug, Fahrten nach Frankfurt, etc und belaufen sich auf knapp 15.000 €, die ich bereits vor meiner Ausreise zu bezahlen hatte. Eine detaillierte Aufschlüsselung der Kosten zeigt die nachfolgende Tabelle, wobei anzumerken ist, dass natürlich weitere Kosten durch den Alltag vor Ort und die Freizeitaktivitäten entstanden sind, auf die nachfolgend jedoch nicht weiter eingegangen wird.
| Nr | Bezeichnung | Betrag |
|---|---|---|
| 1 | CSULB Gebühren | 183,40 € |
| 2 | Bewerbungsfoto Visum USA | 15,00 € |
| Pass Versand / UPS Premium | 27,83 € | |
| VISA Appointment | 175,75 € | |
| Bahn Fahrt nach Frankfurt | 29,99 € | |
| 3 | Unterkünft Gebühren | 253,64 € |
| Bearbeitungsgebühren | 6,72 € | |
| Housing / Meal Plan Fee | 170,70 € | |
| Housing / Meal Plan | 6.441,62 € | |
| 4 | Health Insurance | 712,21 € |
| 5 | Tuition Fee | 6.013,17 € |
| 6 | Flug | 851,57 € |
| DB Ticket nach Frankfurt | 24,99 € | |
| 14.906,59 € |
Wohnungserfahrung
Die CSULB hat drei eigene Wohnheime, wobei sich zwei von ihnen direkt auf dem Campus befinden ("Hillside" und "Parkside") und ein weiteres etwas außerhalb, was unter der Bezeichnung "Beachside" geführt wird, in dem auch ich untergekommen war.
Nach der Bewerbung für einen Platz im Wohnheim bekommt man ein Zimmer zugewiesen. Man kann sich aber auch noch vor Ort an an das HousingOffice wenden, wenn man während des Semesters einen Zimmerwechsel möchte. Ggf. ist auch ein Wechsel von einem Drei-Bett- zu einem Zwei-Bett- oder einem Ein-Bett-Zimmer möglich, wobei dann mit weiteren Gebühren zu rechnen ist. Hierzu sollte man sich überlegen, was einem wichtig ist.
Wenn man in den Wohnheimen direkt auf dem Campus unterkommt, kann man einfacher Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten auf dem Campus wahrnehmen, da man nicht auf den Campus-eigenen Shuttle Service oder den Bus zwingend angewiesen ist. Mir war es jedoch wichtig auch abseits des Campus Erfahrungen zu sammeln, weshalb ich mich von der Lage her im "Beachside" Wohnheim wohlgefühlt habe. Das Campus Shuttle fährt in regelmäßigen Abständen, so dass man vom Beachside in 15-20 Minuten am Campus ist, um zu den Veranstaltungen, der Campus Mensa oder den Wohnheimen zu kommen. Sollte mal kein Shuttle vor Ort sein, kann man auch die öffentliche Bus Linie 121 nehmen, die direkt am Beachside hält.
Ich habe zunächst in einem Drei-Bett-Zimmer gewohnt, gemeinsam mit zwei amerikanischen Mitbewohnern, die deutlich jünger waren als ich, und für die es wohl das erste Mal war, von zu Hause auszuziehen. Daneben gibt es wie bereits erwähnt auch Zwei-Bett- und Ein-Bett-Zimmer, die unterschiedlich bepreist sind, weshalb das für mich nicht in Frage kam. Hier muss man abwägen, wie viel einem die Privatsphäre wert ist, oder worauf der Fokus im Auslandssemester bei einem liegt.
Im Zimmer gab es für jeden ein Bett, einen Schreibtisch und entweder einen Kleiderschrank oder geräumige Schubladen (unterm Bett oder der Treppe zum Hochbett). Dazu gibt es ein gemeinsames Bad mit dem Nachbarzimmer, also ein Durchgangsbad mit zwei Türen. Im Raum selber gibt es ein Waschbecken, einen Kühlschrank sowie eine Mikrowelle.
Auf dem Beachside Gelände gibt zwischen den Gebäuden des Wohnheims auch einen Pool, einige Gemeinschaftsräume, sowie einen Wäscheraum mit Waschmaschinen und Trockner. Außerdem gibt es auch dort eine Mensa, in der unter der Woche dreimal und am Wochenende zweimal am Tag Mahlzeiten angeboten werden, wobei man in Abhängigkeit vom gewählten Meal-Plan entsprechend haushalten muss, wie oft man dort essen geht.
Im Unterschied zur Mensa der TH Köln kann man sich so oft man möchte einen Nachschlag holen. Ich hatte den Meal-Plan 210, also hatte ich zweimal pro Tag die Möglichkeit dort essen zu gehen, ohne über das Semester hinweig weitere Ausgaben in der Mensa zu verursachen. Ich fand es einen guten Meal-Plan, da ich somit auch anderweitig essen gehen konnte und nicht drei mal am Tag in der Mensa war, aber das ist natürlich Auslegungssache.
Auf dem Campus gibt es einige Food-Trucks und Fastfood-Ketten, die unabhängig sind und zusätzliche Kosten verursachen. Die Mensa ist sowohl in der Woche vor dem regulären Vorlesungsbeginn als auch in der Springbreak geschlossen, weshalb man in dieser Zeit schauen muss, was man isst oder was man sich zubereitet. Es gibt keine Möglichkeit zum Kochen. In geringer Entfernung vom Beachside Gelände gibt es ein paar Fastfood Restaurants, ein 7-Eleven und ein paar Supermärkte zu denen man gehen kann.
Der erste Einkauf, kann einen schon etwas schocken, da einfach alles sehr teuer ist und 50 Euro schnell weg sind, obwohl man nicht viel gekauft hat.
Meine Hoffnung war, dass ich durch das Drei-Bett-Zimmer gut und schnell mit Amerikanern in Kontakt trete, aber leider entwickelte sich die Situation anders als erwartet, da die persönliche Chemie zwischen uns nicht stimmte. Trotz dieser Schwierigkeiten habe ich versucht, mich anzupassen und mit der Situation konstruktiv umzugehen. Herausforderungen ergaben sich vor allem durch sehr unterschiedliche Hygienevorstellungen, generelle Unordnung im Zimmer sowie teilweise respektloses Verhalten.
Obwohl ich mich nur noch zum Schlafen dort aufhielt, habe ich mich nach etwa zwei Monaten bewusst für einen Zimmerwechsel entschieden. Diese Entscheidung erwies sich als folgerichtig, da sich meine Wohn- und Lebenssituation deutlich verbessert hat.
Studienerfahrung
Bei meinem Studiensemester an der CSULB ging es mir nicht darum meine fachlichen Kompetenzen zu erweitern, da ich zum Zeitpunkt des Aufenthalts bereits alle Kurse meines Masterstudiengangs Erneuerbare Energien abgeschlossen hatte. Dadurch konnte ich meine Kursauswahl sehr frei gestalten. Eine Anrechnung der Kurse seitens der TH Köln stand folglich nicht im Fokus, was mir die Möglichkeit eröffnete, auch über den fachlichen Tellerrand hinauszuschauen.
Sollte eine Anerkennung von Kursen relevant sein und angestrebt werden, empfiehlt es sich dringend, bereits im Vorfeld abzuklären, welche Kurse hierfür infrage kommen. Der Kurskatalog der CSULB ist insgesamt sehr umfangreich, weshalb man sich dafür ausreichend Zeit nehmen sollte, um schon im Bewerbungsprozess passende Kurse für die Kurswunschliste auszuwählen. Das Study Abroad @ The Beach Team versucht dann bereits vor Semesterbeginn, die auf der Wunschliste angegebenen Kursauswahl für einen zu berücksichtigen.
Unabhängig davon ist es sehr empfehlenswert, sich vor Ort ein eigenes Bild von den ausgewählten Kursen zu machen, um den Studienplan gegebenenfalls noch einmal anzupassen. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die An- und Abmeldung von Kursen ausschließlich innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters erfolgt und nur so viele Kurse eingetragen werden, wie zur Erfüllung der Anforderungen des Studentenvisums notwendig sind. Die Belegung zusätzlicher Kurse kann ansonsten unter Umständen mit weiteren Gebühren verbunden sein.
Bei manchen Kursen braucht man für die Anmeldung zudem eine Bestätigung des Dozenten. Hierzu einfach dem jeweiligen Dozenten schreiben, oder zur ersten Vorlesung erscheinen und fragen, ob es noch Plätze gibt. Kurz: man sollte sich also auch nicht zu sehr von der Kurswunschliste stressen lassen, da zu Beginn des Semesters noch Änderungen möglich sind.
In meinem Fall ergab sich gegen Ende des Anmeldezeitraums noch ein Kurswechsel, wodurch ich statt vier plötzlich fünf Kurse belegt hatte. Da eine fristgerechte Abmeldung des zuvor belegten Kurses nicht mehr ohne Weiteres möglich war, sind zusätzliche Gebühren in Höhe von etwa 1.000 US-Dollar angefallen. Dank meines guten Kontakts zum Study Abroad @ The Beach Office musste ich diese letztlich jedoch nicht bezahlen.
Auf dem Transcript of Records, das ich nach Abschluss des Semesters erhalten habe, ist aufgrund der verspäteten Abmeldung des Kurses, dieser als "Withdrawn" (zurückgezogen) aufgeführt. Wenn man das nicht möchte und auch weitere Gebühren vermeiden möchte, sollte man darauf achten, alles innerhalb des Zeitraums zu regeln. Es empfiehlt sich bei Problemen frühzeitig und ggf. auch regelmäßig den Kontakt zum Study Abroad @ The Beach Office zu pflegen, da die Mitarbeitenden äußerst hilfsbereit sind und einem engagiert weiterhelfen.
Insgesamt war meine Kursauswahl also sehr abwechslungsreich und bot mir genügend Möglichkeiten den Campus und das Leben in Long Beach ausreichend kennenzulernen. Ich habe gemäß meiner Interessen folgende Kurse belegt:
- Fitness for Living (KIN 157)
- Buddhism (RST 342)
- Photography (ART 241)
- English Grammar (ENGL 320)
Der Fitness for Living Kurs fand in verschiedenen Trainingsräumen und auf dem Spielfeld auf dem Campus statt, wodurch man auch auf dem Campus etwas herumkam. Neben dem sportlichen Aktivitäten, die zweimal pro Woche stattfanden, gab es jede Woche ein Kapitel zu lesen, das sich theoretisch mit den Prinzipien der menschlichen Anatomie, der Physiologie, der motorischen Kontrolle, der Erstellung eines Trainingsplans oder der Ernährung befassten. Generell ging es darum, Fitness in das eigene Leben fest zu integrieren, um die eigene Gesundheit zu fördern und eine gute körperliche Fitness zu entwickeln. Die Theorie dazu wurde in wöchentlichen Tests online abgefragt. Dazu gab es auch sportliche Bewertungen von z.B. Liegestützen, Kniebeugen und Planks, um den Fortschritt im Kurs festzustellen.
Auch der Fotografie Kurs trug dazu bei, dass man viel vom großen Uni Campus, Long Beach und Los Angeles gesehen hat. Im Kurs ging es um die Grundlagen der digitalen Fotografie, der Kameratechnik und der Entwicklung eines fotografischen Blicks, sowie die Auseinandersetzung mit zentralen ästhetischen und kritischen Fragestellungen der Fotografie. Um am Kurs teilzunehmen benötigte man eigenes Kameraequipment und natürlich Freude am Fotografieren.
Es gab regelmäßig Abgaben und Bildbearbeitungsaufgaben. Als Kursabschlussprojekt sollte man ein kleines digitales Buch (PDF) mit Bildern und etwas Text in Adobe Lightroom gestalten.
Zum Bearbeiten der Fotos standen in der Hochschule iMacs zur Verfügung. Darüber hinaus konnte man das Fotographie-Studio benutzen und gegen Gebühr Fotos hochwertig ausdrucken. Insgesamt hat mir der Kurs sehr gut gefallen, da ich bereits seit vielen Jahren fotografiere und einiges aus dem Kurs mitnehmen konnte.
Im Kurs über Buddhismus musste man viel lesen, was mein Englisch gefordert und gefördert hat. Es gab eine Einführung in die Anfänge des Buddhismus, die Unterschiede der buddhistischen Ausrichtungen (Theravada, Mahayana und Vajrayana) und die Ausbreitung des Buddhismus nach China, Korea, Japan, Südostasien und Tibet mit besonderem Schwerpunkt auf der Arbeit mit übersetzten Originaltexten. Bewertet wurden die Studienleistungen im Verlauf des Semesters durch zwei Prüfungen, Textreflexionen und eine Abschlussprüfung, die mündlich, schriftlich als Ausarbeitung oder als Projektarbeit abgelegt werden konnte.
Zu guter Letzt hatte ich einen Grammatikkurs, um mein Verständnis zur englischen Sprache zu vertiefen und zu verbessern. Hier musste man ebenfalls viel Lesen, Multiple-Choice Tests ablegen und Gruppenübungen während der Vorlesung absolvieren. Generell ging es um die vertiefte Auseinandersetzung mit den Prinzipien der englischen Grammatik, mit Fokus auf fortgeschrittene Strukturen, korrekten Sprachgebrauch und sprachliche Feinheiten.
Generell haben mir alle Kurse gut gefallen, da es sehr abwechslungsreich war und ich das amerikanische Bildungssystem kennenlernen durfte. Für mich wirkt das amerikanische Hochschulsystem sehr viel verschulter als ich es von Deutschland her gewohnt bin. Es gab wöchentliche Tests, sodass man konstant am Ball bleiben muss. Der Vorteil war natürlich, dass man schon während des Semesters deutlich mehr leistet und die Bewertung nicht allein von einer Abschlussprüfung am Semesterende abhängt.
Campuserfahrung und Freizeit
Im Vergleich zur TH-Köln hat die CSULB einen sehr großer Campus und dementsprechend ziemlich viel zu bieten. Relativ zentral liegt das University Student Union (USU) Gebäude, was neben einigen Essensmöglichkeiten, einem Café, vielen Sitzgelegenheiten unter anderem auch eine Campus eigene Bowlingbahn, Billard und vieles mehr zu bieten hat. Leider wurde das Gebäude zum Ende meines Spring Semesters geschlossen, um es zu erneuern und umzugestalten. Ich habe mich während des Semesters dort viel aufgehalten, um Uni-Aufgaben zu erledigen und mich auf Prüfungen vorzubereiten.
Ein weiteres Highlight war für mich das Student Recreation Wellness Center (SRWC) mit eigenem Fitnessstudio, das neben den vielen Fitnessgeräten und dem Swimming-Pool auch die Möglichkeit bot, mit anderen Studenten in Kontakt zu treten. Zu Anfangs war ich sehr häufig dort, bin später jedoch in ein reguläres Fitnessstudio in der Nähe vom Beachside Wohnheim gegangen, um auch Bekanntschaften außerhalb des Uni-Alltags zu knüpfen.
Im SRWC gibt es auch einen Kletterbereich und die Möglichkeit bei Freizeittouren gegen Gebühr mitzufahren. Was ich zu dem Zeitpunkt leider nicht wusste ist, dass man lediglich bei einer Tour teilnehmen kann und nicht bei mehreren Aktivitäten. Deshalb sollte man sich im Vorfeld gut überlegen, wo man sich anmeldet und auch schnell sein, da die Plätze begrenzt sind. Bei mir war es eine Tageswanderung in einem kleinen Canyon zu einem Wasserfall.
Ende März gibt es eine Woche frei, die Spring Break, die man gut nutzen kann, um sich entferntere Städte anzuschauen. Ich habe die Zeit genutzt, um nach Las Vegas mit dem Bus zu fahren: Flixbus oder Greyhound fahren von Long Beach zum Beispiel dort hin.
Generell habe ich ansonsten auch an den Wochenenden versucht viel von der Umgebung zu sehen und habe den ÖPNV häufig benutzt, auch wenn es nicht so gut funktioniert, wie mit dem Auto. Praktischer ist es also, wenn man einen Bekanntenkreis aufbaut, in dem Studenten eigene Autos besitzen und man es somit bequemer hat, eine gute Freizeitausgestaltung zu ermöglichen.
Zwei bis drei Mal bin ich dennoch auch mit der Straßenbahn von Long Beach nach Los Angeles gefahren, um mir Downtown, Hollywood oder Beverly Hills anzuschauen. Es ist schon gewöhnungsbedürft mit dem ÖPNV unterwegs zu sein und nicht mit dem ÖPNV hier in Deutschland vergleichbar, aber dennoch machbar.
Es gibt an der Uni zahlreiche Clubs denen man beitreten kann, die einem auch dabei helfen, etwas herumzukommen und mit amerikanischen Studenten in Kontakt zu treten. Über die CSULB Sailing Association bin ich nach dem Semester zum Beispiel in San Diego zelten gewesen und habe meine ersten Segelerfahrungen gesammelt, was ich sehr empfehlen kann. Daran anschließend bin ich über den Bird Watching Club im Joshua Tree National Park gewesen und war auch dort zelten. Gut war es auch, dass sich beide Touren unmittelbar an das Semester angeschlossen haben und ich noch einige Tage günstig übernachten konnte. Man muss das Wohnheim unmittelbar bei Semesterende verlassen.
Das Studentenvisum erlaubt es einem 60 Tage länger zu bleiben, was ich dann auch ausgereizt habe, um mir mehr von den USA anzuschauen. Hierzu eine Auswahl von Städten und Nationalparks, die ich besucht habe:
Städte:
- Las Vegas
- San Francisco
- San Diego
- Los Angeles
- Portland
- Seattle
- Salt Lake City
- Buffalo
- Chicago
- Washington D.C.
- New York
Nationalparks:
- Grand Canyon
- Antelope Canyon
- Joshua Tree National Park
- Sequoia National Park
- Kings Canyon National Park
- Yosemite National Park
- Redwood National Park
- Olympic National Park
- Yellowstone National Park
- Niagara Falls State Park
Fazit
Meine Zeit in den USA habe ich sehr intensiv wahrgenommen. Durch die Ausflüge und die Reisen habe ich einen Eindruck über die Vereinigten Staaten von Amerika gewinnen können. Finanziell gesehen war meine Zeit dort wohl mit Abstand die teuerste in meinem bisherigen Leben, aber ich möchte dennoch die Zeit und die Eindrücke die ich gewonnen habe nicht missen.
Meine Grundmotivation in die USA zu gehen bestand darin, mein Englisch auf ein neues Level zu bringen, da ich mich nie so richtig wohl damit gefühlt habe. Die 6 Monate haben mir in jedem Fall gut getan, meine Englischkenntnisse deutlich verbessern können und auf ein neues Level gebracht. Natürlich sind die hohen Kosten abschreckend, vor allem, wenn man die Ausgaben mit den Lebenshaltungs- und Studienkosten in Deutschland vergleicht, aber ich habe viel mitgenommen und bin dankbar dort ein Semester lang gelebt zu haben.
Ich denke, dass mir die Zeit keiner mehr nehmen kann und mir sprachlich an Sicherheit gegeben hat. Natürlich besteht jetzt die Kunst weiterhin im Ball zu bleiben, so dass der Zugewinn an sprachlichen Kenntnissen auch beibehalten und weiterhin verbessert werden kann. Aber dem gegenüber stehe ich optimistisch gegenüber.
Februar 2026