Studium in England? - Erst mal informieren.

Gruppenbild der Exkursionsteilnehmer. (Bild: FH Köln)

Im Februar 2008 fuhren zehn Studenten und zwei Professoren für eine Woche nach England, um sich zwei Universitäten für ein mögliches Auslandsstudium genauer anzuschauen.

Nach mehreren Vortreffen und einigen klärenden Emails, fuhren wir schließlich am 10.02.08 um halb zehn abends mit dem Bus in Köln Deutz an der FH ab. Der Busfahrer stellt sich mit Rainer vor. Das Gepäck der zehn Teilnehmer war schnell verladen und es begann die lange Busfahrt nach London. Die Highlights der Busfahrt waren das Labyrinth der nächtlichen Passkontrolle, sowie die Fährfahrt.

Um 9 Uhr in London angekommen, schickte uns der Busfahrer, da er seine Fahrtzeit ausgeschöpft hatte, auf eigene Faust mit der Tube zur LSBU (London South Bank University). Dort angekommen suchten wir erst einmal eine halbe Stunde unsere begleitenden Professoren, die mit dem Flugzeug vorgeflogen waren. Nach einem klärenden Telefonat schafften wir es uns zu treffen und versuchten die LSBU zu betreten, was jedoch das Sicherheitspersonal zu verhindern wusste. Erst durch die Hilfe eines Professors der LSBU, der das Sicherheitspersonal von unserer Harmlosigkeit überzeugen konnte, gelangten wir in das Gebäude, wo wir zugleich in einen überaus warmen Raum gesteckt wurden und uns die einzelnen Studiengänge von einem Beauftragten für Auslandsstudierende näher gebracht wurden.

Nach einem „reichhaltigen“ englischen Essen, welches uns von der LSBU gesponsert wurde, besichtigten wir das Gelände der LSBU, welches aus mehreren Gebäude eines Viertels besteht. Diesen und den nächsten Tag sollten wir an der LSBU verbringen.

Aus unseren Erfahrungen und Gesprächen mit dortigen (z. T. deutschen) Studenten können wir Folgendes berichten:

Die LSBU ist eine mitten in London gelegene Universität, die auf Sicherheit großen Wert legt. Die Räume, wenn man sie denn findet, sind sehr gut ausgestattet und etwas kleiner als in Deutschland, da dort die Lerngruppen kleiner sind. Das Englisch in den Vorlesungen und auch im Alltagsleben ist eigentlich gar nicht so schwer zu verstehen, es sei denn man versucht mit einem gebürtigen Londoner zu kommunizieren, von denen es in London und besonders an der LSBU nicht viele gibt. Es besteht dort die Möglichkeit einen Dual-Degree (Bachelor) in Kooperation mit der FH Köln abzulegen. Ein Dual-Degree für den Masterstudiengang „Kommunikationssysteme und Netze“ ist in Arbeit.

Die Londoner Hotels sind, ähnlich wie das englische Essen, sehr gewöhnungsbedürftig. So waren wir froh, als wir am dritten Tag das Gepäck in den Bus laden konnten, unser erstes Hotel verlassen und einen freien Tag in London mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten verbringen konnten, die mit Sicherheit einen großen Reiz haben.

Abends brachen wir dann nach Stafford auf und waren froh, dort ein großes und sauberes Hotelzimmer vorzufinden. Frisch und ausgeruht wurden wir am nächsten morgen an der Staffordshire University empfangen und wiedermals in einen warmen Vortragsraum gesteckt. Ein vermeintlicher „BWL’ler“, der anscheinend nur dafür bezahlt wurde Studenten zu rekrutieren, präsentierte uns mit viel Witz und atemberaubender Geschwindigkeit die Staffordshire University in einer Präsentation.

Nachdem wir am Nachmittag herumgeführt wurden und die Labore und deren wirklich tolle Ausstattung bewundern durften, hatten wir am nächsten Tag ausgiebig Zeit Vorlesungen zu besuchen und die Universität sowie Stafford in Augenschein zu nehmen.
Unser zusammenfassender Eindruck war, dass Stafford eine ruhige und etwas abseits liegende Campusuniversität ist. Das Studentenwohnheim mit Räumen auf Londoner Hotelzimmergröße, aber dafür sauber, und einem mächtigen Innenhof, liegt direkt auf dem Campus. Hier finden sich auch die Bibliothek und ein Fitnessstudio. Stafford selbst ist eine kleine Stadt mit Krankenhaus und Supermarkt. Hier ist es ebenfalls möglich einen Dual-Degree (Bachelor) zu erlangen. Ein Dual-Degree im Master ist noch Zukunftsmusik.

Nach einer nächtlichen Busfahrt, mit Gepäckdurchsuchung an der Grenze betraten wir um 10 Uhr morgens wieder kölschen Boden.

Abschließend lässt sich sagen, dass eine solche Reise viele Ängste vor einem Auslandsstudium nimmt und jedem Studenten, der über ein Solches nachdenkt, zu empfehlen ist. Dabei können dann eigene Eindrücke gewonnen werden, die viel wichtiger sind, als ein solcher Bericht im Internet oder ein Vortrag. Geplant ist, dass jedes Jahr die Chance geboten wird, an einer solchen Reise teilzunehmen und das sogar zu einem unschlagbaren Preis, da die Fakultät IME einen maßgeblichen Anteil beigesteuert hatte. (Vielen Dank noch mal an dieser Stelle!)

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