KIRa-Berg
Technisches Kernstück des Projektes KIRa-Berg ist die Installation zweier X-Band-Radargeräte, die das bestehende Radarsystem des Deutschen Wetterdienstes für das Bergische Land ergänzen sollen. Damit diese neuen Daten auch für den Bevölkerungsschutz angewendet werden können, ist das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr als Partner im Verbundprojekt.
Zunehmende Starkregen- und Hochwasserereignisse infolge des Klimawandels stellen kommunale Katastrophenschutzstrukturen vor große Herausforderungen. Das Bergische Land ist aufgrund seiner Topografie, dichten Gewässerlandschaft und hohen Niederschlagsmengen besonders überflutungsgefährdet.
Auf einen Blick
| Kategorie | Beschreibung |
|---|---|
| Forschungsprojekt | KI- und Radar-gestütztes integriertes Überflutungsmanagementsystem im Bergischen Land (KIRa-Berg) |
| Leitung | Oberbergischer Kreis |
| Projektpartner | Universität Bonn |
| Fördermittelgeber | EFRE, REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand |
| Laufzeit | 01.09.2026-28.02.2029 |
Das Verbundprojekt KIRa-Berg entwickelt ein integriertes Überflutungsmanagementsystem (ÜMS), das Fachbehörden, Leitstellen und Krisenstäbe befähigt, Überflutungsgefahren frühzeitig und präzise zu erkennen, fundierte Risikoabschätzungen vorzunehmen und wirksame Maßnahmen zu planen und koordiniert umzusetzen. Innovative Kernkomponenten: 1. X-Band-Radarsystem: hochaufgelöste X-Band-Radardaten (100 m / 60 s) werden erstmals in das amtliche Warnsystem des DWD integriert und schließen die Auflösungslücke herkömmlicher C-Band-Radare. 2. KI-Hybrid-Modell: sekundenschnelle Berechnung probabilistischer Szenarien für pluviale und fluviale Überflutungen und quantifizieren Unsicherheiten. 3. Echtzeit-Entscheidungsmodul: Interaktive "Was-wäre-wenn-Analysen“ zur Planung und Bewertung von Maßnahmen (z. B. mobile Schutzwände, Evakuierungsrouten, Retentionsflächen). 4. Nutzerzentrierte Systementwicklung: modulare, praxistaugliche Ausgestaltung des Systems unter Einbindung aller relevanter Akteurinnen- und Akteursgruppen. KIRa-Berg leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Überflutungsvorsorge, erhöht die Reaktionsfähigkeit bei Extremereignissen und stärkt die regionale Resilienz.