CASCASIA
Angesichts der massiven Hochwasserereignisse und Erdbeben des Jahres 2024 im zentralasiatischen Raum besteht ein dringender Bedarf an der Optimierung von Frühwarnketten und der Katastrophenvorsorge. Das Vorhaben adressiert diese Herausforderungen durch einen integrierten Forschungsansatz zum Wissenstransfer im Bereich Klima- und Umweltrisiken.
Im Fokus steht die Stärkung der regionalen Resilienz in Kasachstan, Kirgisistan und Usbekistan durch den Aufbau lokaler Forschungskapazitäten und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das Projekt untersucht systematisch Impact-Wirkketten und Kaskadeneffekte von Naturgefahren, um ein tieferes Verständnis für Planungs- und Krisenreaktionskulturen in unterschiedlichen sozial-ökologischen Kontexten zu entwickeln.
Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen zentralasiatischen und deutschen Institutionen werden innovative Methoden im Multigefahrenmanagement und der Klimawandelanpassung verstetigt.
Damit leistet das Vorhaben einen wesentlichen Beitrag zur Z5+1-Strategie der Bundesregierung sowie zu internationalen Rahmenwerken wie dem Sendai-Framework für Katastrophenvorsorge und den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDG 9, 11 und 17). Über die Entwicklung curricularer Schulungsmodule und den Aufbau langfristiger Forschungspartnerschaften wird eine nachhaltige Verankerung der Ergebnisse in der akademischen Ausbildung und der Praxis des Bevölkerungsschutzes sichergestellt.
Auf einen Blick
| Kategorie | Beschreibung |
|---|---|
| Forschungsprojekt | Frühwarn- und Impaktketten als integrierte Prozesskette von der Gefahrenquelle bis zu betroffenen Personen (CASCASIA) |
| Leitung | Prof. Alexander Fekete |
| Projektpartner |
Central-Asian Institute for Applied Geosciences (CAIAG), Kirgisistan, National Academy of Sciences of the Republic of Kazakhstan |
| Fördermittelgeber |
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) |
| Laufzeit | 01.08.2026 bis 31.07.2029 |
Ziele:
Förderung der Integration sowie der inter- und transdisziplinären Zusammenarbeit, ebenso wie der institutionellen Zusammenarbeit zwischen Organisationen und mit deutschen Institutionen, unter anderem durch Workshops.
Wissenstransfer zwischen den ausgewählten zentralasiatischen Ländern und Deutschland durch die Übersetzung von Dokumenten und Datensätzen aus dem Russischen und den lokalen Sprachen ins Englische und Deutsche
Analyse der gesamten Prozesskette, von der Entstehung von Naturgefahren bis hin zur Reaktion der Bevölkerung, anhand eines praktischen Beispiels vor Ort.
Entwicklung eines besseren Verständnisses der Planungs- und Krisenreaktionskultur.