Promotionskolleg „Leben im transformierten Sozialstaat“ (Bild: TransSoz)

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„Leben im transformierten Sozialstaat“

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Promovendinnen und Promovenden des Kollegs im Kurzportrait

Yasmine Chehata

Nach ihrem Studium zur Diplom Sozialarbeiterin (2001) arbeitete Yasmine Chehata mehrere Jahre in der niedrigschwelligen Sozialen Arbeit mit männlichen Prostituierten. Seit ihrem Masterabschluss im Jahr 2008 (TH Köln) ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Praxisforschung und Lehre zu den Feldern der Jugendarbeit, Internationalen Jugendarbeit, politischen Bildung und Freiwilligendiensten im Forschungsschwerpunkt Non-formale Bildung (TH Köln) tätig.

Jugend gerät zunehmend in den Blick eines aktivierenden Sozialstaats, der die Bürger_innen dazu anhält, ihre Arbeits- und Bildungsfähigkeit (employability) zu steigern und ihre freie Zeit zu nutzen. Ausgehend von der Annahme, dass dies zunehmend zu einer Vereinnahmung der nonformalen Bildung führt, widmet sie sich in ihrem Dissertationsvorhaben der Frage nach dem Gegen-Verhalten bei Jugendlichen im Kontext der aktuellen employability Ausrichtung der Jugendarbeit. Unter dem Arbeitstitel: „Regierte Jugend? Jugend im Spannungsfeld von Regierbarmachung und Eigensinn in der Employability-Strategie der Kinder- und Jugendhilfe“ fragt das Forschungsvorhaben auf der Makroebene nach den Praktiken des Regierens von Jugend und dem daraus resultierenden (Be-) Handlungsbedarf aus Gouvernementalitätsperspektive in den Programmatiken der Kinder- und Jugendhilfe im Kontext der EU-Jugendstrategie. Die Mikroebene befasst sich mit der Perspektive der Jugendlichen (Subjektivierungsweisen) in den konkreten Angeboten der Jugendarbeit.

Kontakt: Yasmine Chehata

Ina Conen

Ina Conen, studierte Sozialpädagogik, arbeitete bildend und beratend mit Träger der Jugendhilfe und wechselte nach dem Abschluss ihres Ergänzungsstudiengangs Erziehungswissenschaft: „Planung und Beratung im Sozialwesen“ mit dem Schwerpunkt Organisationsentwicklung in die anwendungsbezogene Forschung, zuletzt im Bereich der Interkulturellen Bildung und Organisationsentwicklung im Forschungsschwerpunkt „Interkulturelle Kompetenz“ an der TH Köln.

Vor dem Hintergrund der Bedeutungszunahme von Eigenverantwortung im Rahmen der sozialpolitischen Absicherung sozialer Risiken, beschäftigt sich Ina Conen in ihrem Promotionsprojekt mit der Identifizierung und Analyse sowie den Implikationen von Vorsorgestrategien und Vorsorgeverhalten türkeistämmiger Migrant/innen hinsichtlich ihrer Alterssicherung. Mit einem qualitativen Forschungsdesigns konzipiert, werden türkeistämmige Migrant/innen in problemzentrierten Interviews zu ihrem Vorsorgehandeln befragt. Die Auswertung orientiert sich an den Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse.
Innerhalb des theoretischen Rahmens werden mit dem Konzept des `Transstaatlichen Raumes` und unter Rückgriff auf das `Soziale Kapital als netzwerkbasierte Ressource` (Thomas Faist) Bezüge zu der Migrationsforschung hergestellt.

Kontakt: Ina Conen (FH Düsseldorf)

Kerstin Discher

Kerstin Discher absolvierte ihr Bachelorstudium der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Kiel. Nach Forschungstätigkeiten am dortigen Institut für Interdisziplinäre Genderforschung und Diversity wechselte sie an die Universität Bielefeld, wo sie ihr Masterstudium der Erziehungswissenschaft im Frühling 2013 abschloss. In ihrer Dissertation über „Marginalisierte Körper im transformierten Sozialstaat“ (Arbeitstitel) beschäftigt sie sich mit der Rolle von Körpern sowie der Bedeutung von Körperlichkeit im Kontext aktivierender Arbeitsmarktpolitik. Ihr Interesse richtet sich hier auf die Frage, wann und wie die Körper erwerbsloser Personen im Zuge ihrer Arbeitsmarktintegration relevant gemacht werden und welche Auswirkungen die Employability-Strategie des Sozialstaates auf die Körperwahrnehmung der Subjekte hat. Unter intersektionaler Perspektive blickt sie in ihrer Untersuchung auf Mechanismen der Ein- und Ausschließung entlang von Differenzkategorien und fokussiert dabei den Körper als (mögliches) Mittel neuer Grenzziehungen.

Kontakt: Kerstin Discher

Anna Kristina Hartfiel

Anna Kristina Hartfiel studierte an der Universität Bielefeld und der Universität Stockholm Erziehungswissenschaft und Psychologie. Während des Studiums war sie in verschiedenen Einrichtungen der außerschulischen politischen Jugendarbeit (unter anderem IJGD, Stätte der Begegnung) tätig, wo sie sowohl nationale als auch internationale Jugendgruppen leitete. In ihrer Dissertation zum Thema „Die Rekonstruktion der Ideologie der Arbeit in Identitätskonstruktionen Jugendlicher“ analysiert sie, inwieweit und auf welche Weise Jugendliche in unterschiedlichen Lebenslagen die Leitlinien der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik - die auf unterschiedlichem Wege in Subjekte transportiert werden - in ihren Selbst- und Weltbeschreibungen rekonstruieren. Vor der Annahme, dass die Bewertung des Einflusses von Eigenverantwortung (als Element aktivierender Arbeitsmarktpolitik) auf die eigene Lebenslage immer mit Gerechtigkeitsvorstellungen verknüpft ist, soll sich die Analyse von Gruppen- und Einzelinterviews zusätzlich auf den Zusammenhang von Gerechtigkeitsvorstellungen und Identitätskonstruktionen konzentrieren.

Kontakt: Anna Kristina Hartfiel

Judith Knabe

Judith Knabe ist Diplom-Sozialarbeiterin und absolvierte ein Masterstudium an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. Sie arbeitete in unterschiedlichen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit (u.a. Wohnungslosenhilfe, Gemeinwesenarbeit, Erwerbslosenarbeit) bevor sie 2008 als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der TH Köln begann.

Neben den Schwerpunkten Gemeinwesenarbeit und Sozialraumorientierung lehrt sie in den Feldern Methoden und Theorien Sozialer Arbeit sowie Armut und Soziale Ungleichheit.
Ihr Promotionsthema "Wohnungspolitik als Sozialpolitik für nicht-marktfähige Gruppen - Ausschließungs- und Bewältigungsprozesse von Adresse_innen Sozialer Arbeit im urbanen Raum" (Arbeitstitel) beschäftigt sich u.a. mit den Auswirkungen von städtischen Segregationsprozessen im Bereich der sozialen Absicherung des Wohnens. Dabei liegt der Fokus der Untersuchung zum einen auf einer geplanten Netzwerkanalyse zur Frage der Beschaffung von Wohnraum, zum anderen auf der Frage nach Bewältigungsstrategien im Umgang mit mangelndem bzw. unzureichendem Wohnraum.

Kontakt: Judith Knabe

Katrin Menke

Katrin Menke studierte Sozialwissenschaften (B.A.) an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und arbeitete zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Landtag NRW. Nach erfolgreichem Abschluss des Masterstudiums in Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin im Jahr 2010 war sie bei SowiTra (Berlin) als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig und begleitete diverse Forschungsprojekte. Zuletzt leitete sie beim DGB Bundesvorstand das Projekt „Familienernährerinnen“. In ihrer Dissertation unter dem Arbeitstitel „Zwischen politischer ‚Wahlfreiheit‘ und betrieblichen Zwängen – Soziale Ungleichheit von Beschäftigten mit Fürsorgeverantwortung“ beschäftigt sie sich mit der Umsetzung des neuen familienpolitischen Leitbildes der „Wahlfreiheit“ für Familien auf betrieblicher Ebene. Ihr Interesse richtet sich dabei auf die Frage, ob es im Rahmen zunehmender individueller Handlungsspielräume für Beschäftigte zu Vereinbarkeitfragen im Betrieb zu einer Reproduktion von sozialer Ungleichheit zwischen Beschäftigten(gruppen) mit Fürsorgeverantwortung kommt und welche Ungleichheitsdimensionen in diesem Zusammenhang an Relevanz gewinnen bzw. obsolet werden.

Kontakt: Katrin Menke (Universität Duisburg-Essen)

Verena Rossow

Verena Rossow studierte Geographie, Soziologie und Kunstgeschichte auf Diplom an der Universität Bonn und an der University of Bristol und beendete im Sommer 2012 ihr Studium. In ihrer Dissertation über die „Moralische Ökonomie transnationaler Sorgearbeit in Deutschland“ (Arbeitstitel) beschäftigt sie sich mit der Ausgestaltung von Arbeitsverhältnissen im Haushalt, die im Zuge der sog. Pflege-Migration nach Deutschland entstehen. Ihr Interesse richtet sich dabei auf die Aushandlung der Arbeitsbedingungen zwischen den Angehörigen Pflegebedürftiger als ‚Arbeitgeber‘ und den Migrantinnen als ‚Arbeitnehmerinnen‘ sowie auf die in diese Arbeitsverhältnisse eingebetteten moralischen und ökonomischen Ordnungsprinzipien.

Kontakt: Verena Rossow (FH Düsseldorf)

 
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