Kontakt & Service

KJFE

Institut für Kindheit, Jugend, Familie und Erwachsene (KJFE)
Campus Südstadt
Ubierring 48, 50678 Köln

Kontakt/Leitung

Prof. Dr. Andreas Thimmel

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Kindheit, Jugend, Familie und Erwachsene (KJFE)

  • Campus Südstadt
    Ubierring 48
    50678 Köln
  • Telefon+49 221-8275-3344

Kicker vor Bretterwand (Bild: Dirk Osterkamp)

Profil des Instituts für Kindheit, Jugend, Familie und Erwachsene (KJFE)

Das Institut KFJE sieht sich den Bildungs- Erziehungs- und Lernaufgaben der Individuen verpflichtet. Diese haben für eine demokratische und plurale Gesellschaft eine konstitutive Funktion. Dies schließt „Hilfen in schwierigen Lebenssituationen“ mit ein.

Ausgangssituation

  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben spezifische und altergemäße Bildungs, - Lern- und Freizeitansprüche, mit denen sich professionell auseinanderzusetzen ist. Subjektorientierte Bildungs- und Freizeitarbeit in den Bereichen Familienbildung, Kinder- und Jugendarbeit, Erwachsenenbildung sieht ihren zentralen Fokus in den Interessen und Bedürfnissen ihrer AdressatInnen.
  • Die Dimensionen des Aufwachsens und der Lebensgestaltung in allen Altersphasen stellen spezifische Anforderungen an das Individuum dar, die als zentrale Entwicklungsaufgaben zu bewältigen sind. Eine Sozialpädagogik der Lebensalter hat hier ihre Orientierung.
  • Der beschleunigte technische, gesellschaftliche, politische und sozialpolitische Wandel vollzieht sich auf verschiedenen Ebenen (lokal, regional, national, europäisch und global) und ist mit grundlegenden Veränderungen verbunden, denen sich Individuen und Gesellschaft zu stellen haben. Bisher bekannte soziale Problemlagen, z.B. Armut, Arbeitslosigkeit, soziale Ausgrenzung, Diskriminierung sowie die Gesellschaft strukturierende Kategorien wie z.B. Gender, Ethnie, Alter, Herkunft, Verfügung über soziales und kulturelles Kapital, Gesundheit/Krankheit verlieren nicht an Bedeutung, sondern treten in weniger klar strukturierten Mustern auf. Dabei geht es auch um die politische Deutung und die adäquaten politischen Rahmenbedingungen als Antwort auf den beschriebenen Wandel.
  • Veränderungen und der beschleunigte Entwicklungsprozess z.B. in familiärer, beruflicher, räumlicher, finanzieller Hinsicht führen zu Orientierungs- Sinn- und Lebenskrisen, die potentiell alle Personen betreffen können. Neben den genannten Erziehungs- und Bildungsaufgaben stellen diese Folgen der Risikogesellschaft im Kontext der Zweiten Moderne einen weiteren Bezugspunkt für professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit dar.

Aufgaben

  • Das Institut KFJE sieht sich den Bildungs- Erziehungs- und Lernaufgaben der Individuen verpflichtet. Diese haben für eine demokratische und plurale Gesellschaft eine konstitutive Funktion. Dies schließt „Hilfen in schwierigen Lebenssituationen“ mit ein.
  • Bildung, Lernen, Erziehung, Unterstützung, Bereitstellung von sozialen und materiellen Ressourcen, Begleitung, Beratung, das Arrangieren von Lebenswelten, Planung, Öffentlichkeitsarbeit, Information und Intervention sind zentrale Handlungsformen einer Sozialen Arbeit deren Fokus sowohl in der subjektorientierten Bildungsarbeit als auch in der Unterstützung der zu bewältigenden Identitätsarbeit und krisenhafter Lebenssituationen spezifischer Zielgruppen liegt.
  • Im Mittelpunkt der Sozialpädagogik stehen die Beziehungen der Individuen zu sich selbst (Personwerdung) und die Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft. An den Konflikten dieser Interaktion setzen Analysen der Sozialpädagogik an, hier sucht sie nach produktiven, subjektorientierten Handlungsoptionen.

Handlungsfelder

  • Für die Darstellung der Praxisbereiche wird im Institut für Kindheit, Jugend, Familie und Erwachsene ein „biographischer Zugang“ (Franz Hamburger) gewählt. Ausgangspunkt ist eine biografisch orientierte Strukturierung des Lebenslaufs. Die zent-ralen Abschnitte des Lebens, nämlich Kindheit, Jugend, Erwachsene/r, Alter stellen nach wie vor relevante Zuordnungen und Selbstdefinitionen dar. Dies gilt auch dann, wenn durch die Individualisierung von Lebensläufen in modernen Gesellschaften die Altersphasen keinem starren Verlauf mehr unterworfen sind. Viele der Institutionen in der sozialen Arbeit einschließlich des spezifischen sozialpädagogischen Hilfesystems sind nach Lebensalter strukturiert. (Sozialpädagogik der Lebensalter, Lothar Böhnisch, 1997).
  • Aus diesem „biographischen Zugang“ ergeben sich die Zielgruppen/Adressatinnen und Adressaten und die Bezugnahme des Instituts auf Handlungs-, Arbeits- und Leis-tungsfelder.
 
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