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Angewandte Sozialwissenschaften

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Hall of Fame - Auszeichnungen im Wintersemester 2015/2016

Wir gratulieren ganz herzlich den im Wintersemester 2015/16 für die Hall of Fame ausgezeichneten Absolventinnen und Absolventen Christina de Almeida,Tobias Ritschel und Ann-Kathrin Storck.

In der „Hall of Fame“ werden Abschlussarbeiten gewürdigt, die durch ihre inhaltliche und methodische Qualität, durch den besonderen Gegenstand, durch ihren treffsicheren Praxisbezug, durch das Engagement, das in der Bearbeitung deutlich wird, besonders auffallen und aus den mit "sehr gut" benoteten Arbeiten herausragen.

Christina de Almeida, Soziale Arbeit (BA): „Berücksichtigung der psychischen Belastung von Kindern/Jugendlichen bei der Unterbringung in Inobhutnahme-Einrichtungen “ (Betreuer*innen: Prof. Dr. Renate Kosuch, Prof. Dr. Tillmann Elliger)

Jeden Tag nehmen Sozialarbeiter*innen Kinder in Obhut, weil die Familien nicht mehr in der Lage, sich um diese zu kümmern. Diese Kinder sind doppelt traumatisiert: zum einem durch die Gründe, die zur Herausnahme aus der Familie führten. Ebenso einschneidend ist aber auch der Verlust der vertrauten Umgebung, die Trennung von Vater, Muttern und Geschwistern.

In ihrer Thesis geht Frau Christina de Ameida der Frage nach, welche Folgen dieser Verlust auf die Kinder hat und wie Soziale Arbeit dem Rechnung tragen kann. Dazu führt sie Interviews mit Expertinnen und arbeitet heraus, wie diese Belastungen von Praktiker*innen bewertet werden und welche Rahmenbedingungen es für die Arbeit mit Kindern, die in Obhut genommen wurden, braucht.

Die Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften zeichnet die Arbeit „Berücksichtigung der psychischen Belastung von Kindern/Jugendlichen bei der Unterbringung in Inobhutnahme-Einrichtungen “ von Christina de Ameida aus, weil sie von hoher Relevanz für die Praxis der Sozialen Arbeit - und schließlich auch für die betroffenen Kinder sind.

Tobias Ritschel, Soziale Arbeit (BA): „Auf der Suche nach dem „guten Leben“ - Die Krise der sozialen (Selbst)Integration junger Erwachsener“, (Betreuer*innen: Prof. Dr. Udo Seelmeyer, Janine Birwer, Dipl.-Soz.Päd., M.A.)

Das Leben für junge Erwachsene ist nicht einfach: Man soll einerseits gelassen sein und Spaß haben, andererseits ist der Druck, auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen und sich permanent Selbst zu optimieren, extrem groß. Tobias Ritschel beschreibt in seiner Arbeit „Auf der Suche nach dem „guten Leben“ - Die Krise der sozialen (Selbst)Integration junger Erwachsener“ die Desillusionierung von jungen Menschen nach dem Schulabschluss. Zu dieser Beschreibung der „Lage der Jugend“ zieht Tobias Ritschel zahlreiche Theorien und Diskurse heran, lässt diese aber nicht nebeneinander stehen, sondern verknüpft und verdichtet diese miteinander. Auf dieser Grundlage denkt er Coaching neu als „Beratung auf individueller Ebene“, in der es um die Befähigung zur erweitertem  Lebensbewältigung geht, ohne die strukturelle und politische Verantwortung aus dem Blick zu verlieren. Die Arbeit wirft ein neues Licht auf Coaching und zeichnet sich durch seinen hohen Theoriebezug aus.

Ann-Kathrin Storck, Master Pädagogik und Management in der Sozialen Arbeit: „Gesellschaftliche Partizipation Hochaltriger – eine Untersuchung von Lebensverläufen in das Hohe Alter“, (Betreuer*innen: Prof. Dr. Dr. Herbert Schubert, Heidrun Stenzel)

„Ich bitte Sie, mir die Geschichte Ihres Lebens zu erzählen, ab dem Zeitpunkt, von dem Sie sagen würden, dort hat das Älterwerden angefangen“. So leitet Ann-Kathrin Storck ihre Interviews ein, die sie mit Hochaltrigen führte. Und die Alten erzählen ihre Geschichten von den Möglichkeiten und Wünschen im Alter, vom eigenen Altersbild und dem der anderen, von Familien und Freund*innen und schließlich der Bedeutung von Autonomie. Ann-Kathrin Storck interpretiert und verdichtet die Interviews zu einer eigenen Theorie gesellschaftlicher Partizipation Hochaltriger.

„Gesellschaftliche Partizipation Hochaltriger – Eine Untersuchung von Lebensverläufen in das hohe Alter“. Die Auswahlkommission war nicht nur von der Fragestellung beeindruckt, sondern auch von der Tiefe der theoretischen Auseinandersetzung und die Reflektiertheit des Forschungsprozesses.

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