Virtuelle Inhalte ohne 3D Brille
Im Rahmen eines Masterprojekts im Studiengang Medientechnologie wurde ein interaktives audiovisuelles System entwickelt, das ein transparentes autostereoskopisches Display mit markerlosem Tracking und räumlicher Audiowiedergabe kombiniert. Ziel des Projekts war es, virtuelle Inhalte ohne zusätzliche 3D-Brille räumlich erfahrbar und über eine Demo-Anwendung interaktiv erlebbar zusammenzuführen.
Grundlage des Systems ist ein transparentes Display mit Parallaxbarriere, das für eine einzelne betrachtende Person eine dreidimensionale Darstellung erzeugt. Ergänzt wird dies durch ein hybrides Tracking-System, das Kopf- und Handbewegungen in Echtzeit erfasst. Dadurch kann die Darstellung perspektivisch an die Betrachtungsposition angepasst und zugleich eine direkte Interaktion mit der Anwendung ermöglicht werden.
Die technische Umsetzung wurde in einer spielerischen Demo-Anwendung gebündelt: Hinter dem Display befindet sich eine bewegliche Kanone, die virtuelle Laserstrahlen auf die spielende Person richtet. Durch Kopfbewegungen kann den Angriffen ausgewichen werden, während Handbewegungen zusätzliche Interaktionen ermöglichen, indem Laserstrahlen mit den Händen auf die Kanone zurückgelenkt werden können. Ergänzend wird das System durch räumliches
3D-Audio auf Basis von Higher Order Ambisonics erweitert, sodass visuelle und akustische Reize zu einem immersiven Gesamterlebnis zusammengeführt werden.
Auf diese Weise macht das Projekt erfahrbar, welches Potenzial in der Verbindung von autostereoskopischer Darstellung, Echtzeit-Tracking und räumlichem Audio für zukünftige interaktive Medienanwendungen steckt.