Forschungsschwerpunkt "Risiko, Resilienz und Transformation"
Der Forschungsschwerpunkt untersucht Risiken, Krisen und Katastrophen, die das alltägliche Leben stören, die Versorgungssicherheit gefährden sowie das Überleben vieler Menschen und die Funktionsfähigkeit von Ökosystemen und kulturellen und sozialen Systemen bedrohen.
Inhalt des Forschungsschwerpunktes
Der Forschungsschwerpunkt untersucht Risiken, Krisen und Katastrophen, die das alltägliche Leben stören, die Versorgungssicherheit gefährden sowie das Überleben vieler Menschen und die Funktionsfähigkeit von Ökosystemen und kulturellen und sozialen Systemen bedrohen. Größere Krisen sind in der Regel nicht leicht bewältigbar und stellen in ihrer Art und Dimension Gesellschaften und Individuen vor komplexe und teilweise unbekannte Herausforderungen. Im Fokus stehen Risiken und Krisen, die zu erheblichen Verlusten an Menschenleben, wirtschaftlichen und kulturellen Schäden oder großflächigen ökologischen Beeinträchtigungen führen können oder geführt haben, etwa durch Naturgefahren, Ausfälle der Versorgungsinfrastruktur, bewusst ausgeführte Angriffe und Sabotageakte sowie größere Unfälle. Darüber hinaus rücken die zunehmenden ökonomischen Verwundbarkeiten und kritischen Handelsabhängigkeiten in einem geopolitisch herausfordernden Umfeld in den Mittelpunkt, da sie die Resilienz von Volkswirtschaften und Versorgungssystemen maßgeblich beeinflussen.
Klimatische und meteorologische Extremereignisse wie Starkregen, Wirbelstürme, Dürren und Waldbrände werden im Kontext tiefgreifender globaler Veränderungen wie des Klimawandels, des Landnutzungswandels und des Biodiversitätsverlusts betrachtet. Auftretende Polykrisen wie Pandemien, die mit Naturgefahren und Sabotageakten zusammentreffen, stellen eine besondere Herausforderung auch für gut vorbereitete Gesellschaften dar. Die zunehmende Komplexität und Verflechtung gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Systeme verstärken die Auswirkungen von Krisen auf die Bevölkerung. Diese Zusammenhänge zwischen technologischen, ökologischen, (geo)politischen, wirtschaftlichen und sozial-kulturellen Krisen sind ebenfalls Teil des Forschungsschwerpunktes.
Die Katastrophenforschung untersucht u.a. betroffene Bevölkerungsgruppen, kritische Infrastruktur und Kaskadeneffekte, Sicherheit und Unsicherheiten, Komplexität sowie die Überlagerung von Gefahren und Risiken, und die damit verbundene Verwundbarkeit und Resilienz.
Koordinatoren
Prof. Dr. Alexander Fekete
Naturgefahren, Kritische Infrastruktur, Bevölkerungsschutz
- Raum ZS-04-01a
+49 221-8275-2604
alexander.fekete@th-koeln.de
Prof. Dr. Udo Nehren
Ökosystemrisiken, grün-blaue Infrastruktur, Naturbasierte Lösungen
- Raum ZO 4-19
+49 221-8275-2765
udo.nehren@th-koeln.de