Forschungsschwerpunkt Sozial Raum Management (Bild: IMOS)

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Sozial · Raum · Management
Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

Sicherheit planen und gestalten

Realisierung der städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Kriminalprävention durch Leitbilder und Verfahren - Dokumentation eines Werkstattgesprächs am 11. Februar 2004

Sicherheit planenSicherheit planen (Bild: FH Köln/SRM)

Herbert Schubert, Angela Schnittger

Herausgegeben vom
Niedersächsischen Ministerium
für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit
Hannover 2004
60 Seiten, Kart., farbige Abbildungen

Ergebnisse des Werkstattgesprächs
in der Zusammenschau der Beiträge werden die Bausteine erkennbar, mit denen die Kriminalprävention im Wohnquartier wirkungsvoll umgesetzt werden kann. Zur Verwirklichung von Sicherheitsbelangen in der Stadtplanung eignen sich folgende Handlungsansätze:

(1) Verankerung von Aussagen zur Befriedigung der „Sicherheitsbedürfnisse“ in den kommunalen Leitbildern der Stadt- und Stadtteilentwicklung , aber auch in den Leitbildern der beteiligten Wohnungsunternehmen ;

(2) Konkretisierung des Leitbildes in Planungsrichtlinien zur Erhöhung der Sicherheit in der Stadt und im Wohnquartier;

(3) Einbettung der Vision einer sicheren Stadt in Beteiligungsverfahren , um das Leitbild der Sicherheit in die Verantwortung und Mitgestaltung der Wohnbevölkerung zu legen;

(4) Durchführung von Raumanalysen zur Erhebung kriminologischer Lagebilder für die Sozialräume der Stadt;

(5) Einrichtung einer besonderen Fach bzw. Beratungsstelle im Stadtplanungsamt bzw. Fachbereich Planen und Bauen, um die Bauleitplanung sowie Bauanträge nach Sicherheitskriterien zu bewerten und um Investoren / Planungsträger zu beraten;

(6) alternativ oder ergänzend: Institutionalisierung eines kontinuierlichen Prüfverfahrens zur Bewertung der Bauleitplanung und von Bauanträgen im Regelvollzug der Stadtplanung (Mainstreaming);

(7) Auditierung komplexer Planvorhaben (z.B. Stadterweiterung, Stadterneuerung) nach einem Prüfverfahren, evtl. unter Beteiligung externer Auditoren.

Einzelbeiträge

Andreas Wahl / Hans-Jürgen Hammesfahr: Sicheres Wohnquartier durch Kommunikation und Nachbarschaft fördernde Siedlungsgestaltung – am Beispiel der ökologischen Siedlung Wennigsen

Ingrid Breckner: Sicherheit als Wohnqualität – Dimensionen der Thematik und ihre Relevanz für Kinder, Frauen, Senioren und Familien

Jörn Ehmke: Sicherheitsmanagement des Wohnungsunternehmens – Beispiele aus Bremen-Gröpelingen und Hamburg-Rothenburgsort Verfahren zur sicheren Gestaltung der Stadt

Paul van Soomeren / Julia Mölck: Die neue Europäische Norm ENV 14383-2 'Prevention of Crime - Urban Planning and Design' und die 'Sicherheitsverträglichkeitsprüfung' (SVP) in den Niederlanden

Christian Weicht: Checklisten zur Überprüfung von Sicherheitsbelangen in Neubaugebieten und ihre Anwendung im Verfahren der örtlichen Bauleitplanung

Christian Schowe: Kriminalprävention als Verfahren – Wie kann eine „Verträglichkeitsprüfung“ zur Schaffung sicherer Wohngebiete in der kommunalen Stadtplanung Platz finden?

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